Freitag, 24.5.2024
Mit dem Rad bin ich heute Morgen völlig ohne Unfall zum Radverleih zurück gefahren, hab die Parkdauer für unser Auto verlängert und dann sind wir ins Zentrum gelaufen. Henry...

Veröffentlicht: 25.05.2024
Heute haben wir die Insel weiter entdeckt, wobei Marlies ja noch Vieles wiedererkannt. Zu Fuß ging es heute mit Stock wieder ins Zentrum! Unser Ziel war das Heimatmuseum, doch auf dem Weg dorthin kamen wir am am alten Leuchtturm vorbei. Früher stand hier eine kleine Kapelle, 1576 wurde der kleine Turm der Kapelle abgerissen und ein höherer gebaut. Doch 1857 entstand dann statt seiner der „alte“ Leuchtturm.
Neben der Kirche befand sich der Friedhof, damit es die Verstorbenen am jüngsten Tag nicht so weit hatten.
Dann ging es ins Heimatmuseum, wo Henry nicht mit reindurfte, so dass ich nur einen schnellen Rundgang machte. Als Marlies durch war, drehte ich noch eine Runde. Das Museum hat für so einen kleinen Ort viel zu bieten. Nicht nur die Skelette riesiger Wale sind zu bestaunen, auch wird die Geschichte der kleinen Insel deutlich, die wie viele andere auch, gute und schlechte Zeiten erlebte.
Die alte Zisterne wurde unter einem Abrisshaus gefunden und gehörte sicher einer seinerzeit sehr wohlhabenden Familie, da sie innen, zur besseren Reinigung mit Kacheln aus Holland verkleidet war. Sie muss nach Berechnungen aus dem 17. JH stammen.
Hier konnte man auch die Explositionharpunen sehen, mit denen die Wale erlegt wurden. So ein Wal konnte bis zu 18 m lang sein und ein Fänger leitete als Comnandeur 22 Fahrten, es wurden 81 Wale gefangen, das gab 4005 Fässer Speck und ergab einen Wert in Höhe von 150000 Gulden, denn die Walfangschiffe wurden von Holland gestellt, aber die Fischerfahrung war bei den Inselbewohnern besser, so dass die Schiffe in der Regel unter Borkumer Commandeurschaft ausliefern. Viele Walfänger nahmen auch die Kieferknochen der Tiere mit und bauten damit Zäune um ihre Grundstücke. Hier gibt es noch zwei Zäune, die aber auch der Verwitterung unterliegen.
Auf dem weiteren Weg kamen wir an der ältesten Apotheke im Ort und am Rathaus vorbei und fanden dann wirklich ein Lokal, in dem wir Krabbenbrötchen für je 10.50 Euro bekamen. Wir ließen es uns auch hinterher noch mit einem Eis gut gehen. Ich machte mich dann mit Henry an den Rückweg und Marlies ging noch zum Strand. Endlich , nach dem längeren Fußmarsch zu Hause angekommen, legte ich mich auf‘s Bett, aber der Schlaf übermannte mich schnell.
Marlies hat indes eine Mammuttour hinter sich gebracht. Sie ist bis zum Fährhafen gelaufen und mit der Bimmelbahn zurückgekommen. Sie befürchtet selber, dass das Muskelkater gibt.
Jetzt werden wir noch etwas essen und dann Leuten wir den Abend ein.