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And into the forest I go - Palm Cove, Daintree Rainforest, Cape Tribulation, Port Douglas / 01.11.2018

And into the forest I go - Palm Cove, Daintree Rainforest, Cape Tribulation, Port Douglas / 01.11.2018WallabiesJa, wir leben noch. Auf dem Daintree River ein paar Salties gesehenAusblick über Port Douglas

Heute mussten wir schon früh raus und nachdem wir uns etwas Obst in einen Joghurt geschnippelt hatten, weil es bei unserem neuen Hostel - dem Reef Backpackers - kein Frühstück inklusive gibt, standen wir um 7 Uhr morgens vor dem Treffpunkt unserer Rainforest Tour - dem Gilligan's, dem krassesten Partyhostel und auch Club von Cairns. Dort gehen wir morgen abend auch nochmal zum Abschied mit unserer Mädelsgruppe feiern, bevor wir Samstag Cairns verlassen.

Unser Tourguide war ein lustig-sarkastischer Australier, der ca. Ende 20, bzw. Anfang 30, war und ehemalig aus Perth stammt, weshalb er uns auch gesagt hat, dass wenn wir irgendwann nochmal die Gelegenheit dazu haben würden, unbedingt auch die Westküste Australiens erkunden sollten. Es waren noch 7 andere Mädchen an Board des 13-Sitzers und alle waren chillig drauf, drei andere waren auch Deutsche und mit einer davon - Meike - haben wir uns so halb, falls sich unsere Wege kreuzen und nichts dazwischen kommt, am Ende des Tages in Mission Beach bzw. auf Magnetic Island verabredet - unserem nächsten Stopp nach Samstag.

Zuerst ging es in Richtung Norden nach einigen interessanten Facts über die Australische Geschichte, zum Palm Cove Beach, welcher übrigens der erste Strand war auf dem wir in Australien bis jetzt waren, weil es in Cairns ja keinen richtigen gibt, erstens wegen der Ebbe und der Flut und zweitens wegen den Krokodilen. Deshalb darf man an eigentlich allen Stränden im Norden und Nordosten nicht baden gehen.

Von dem großen Steg aus erspähten wir sogar kurz die vorrüberziehenden Rückenflossen von Delfinen.

Der nächste Halt unseres Trips war the Mossman Gorge, bei der es einen Fluss, der mit klarem grün schimmerndem Wasser durch ein Steinbett fließt gab, sodass ich mich etwas an Korsika erinnert fühlte, wäre dort nicht der dichte Regenwald vor und hinter uns gewesen. Hier konnte man auch baden wenn man wollte, denn Krokodile und Quallen gab es hier nicht. Man musste nur auf die teilweise ziemlich großen Felsen aufpassen.

Danach ging es zum Daintree River, der durch den Daintree Rainforest fließt und worauf man Bootsfahrten machen konnte. Kurz vor der Bootsfahrt ist ein kleiner Gecko auf meinem Arm gelandet und hat sich dann die ganze einstündige Fahrt in meinem T-Shirt versteckt, bis ich dann erst wieder im Bus bemerkte, dass ich einen Schwarzfahrer bei mir hatte. Die Bootstour generell war eins der großen Highlights des Tages für mich, denn ich wollte schon immer mal Krokodile in freier Wildbahn sehen.

Wir haben insgesamt 5 Salzwasserkrokodile gesehen, darunter auch ein kleines Babykrokodil, das etwa ein Jahr alt war und sich unter den vielen Wurzeln am Ufer im Wasser versteckte. Es war ziemlich beeindruckend, die Tiere mal von so nah zu erleben und nicht nur im Zoo. Außerdem bestellte unser Tourguide während wir auf dem Fluss waren unser Mittagessen in einem Restaurant direkt im Rainforest wo es zwei mega schöne freie Papageien gab und wir anschließend Wallabees füttern durften, das sind mega mega süße kleine Kangaroos.

Wir bekamen unser Mittagessen sogar umsonst, wegen Spontanität - mittlerweile sind wir Profis im Durchschnorren, weil Geld sparen und so.

Danach ging es weiter zum Cape Tribulation, das ist der Ort an dem das Great Barrier Reef auf den Daintree Rainforest trifft und Captain Cook, als er Australien entdeckte ein Loch in sein Schiff bekam, da er noch nicht wusste, dass das Riff existierte. Er musste also an Land, um sein Schiff zu reparieren und überlebte überhaupt nur, weil er unbewusst in heiligem Land andockte und ihn die Aborigines deshalb nicht angreifen durften - sie halfen ihm, sein Boot wieder klar zu machen. Es heißt außerdem Cape Tribulation, da dort eben Cook's 'Tribulations' begannen, wie er in seinen Aufzeichnungen beschrieb.
Dort fanden wir auch ein paar Kokosnüsse, die wir aufbrachen und dann unter uns aufteilten.

Weiter ging es zu einem schönen Aussichtspunkt über dem Meer und dem Wald in Port Douglas, dort wohnen die ganz reichen Leute, das zieht sich wegen des Goldrauschs damals bis heute durch. Einige Hotels hier haben sogar ihren eigenen Privatstrand.
Der Weg nach Cairns zurück war dann auch gar nicht mehr so lang - ich war nur etwas traurig, dass wir nicht an einem kleinen Parkplatz direkt an der Straße und am Meer angehalten haben, weil es da hunderte von keinen Steinmännchen auf ein paar Felsen gebaut gab und mich das einerseits an Hape Kerkelings Weg über den Jakobsweg erinnerte, weil er ja auch von einem Tal erzählt, in dem jeder Pilgerer ein eigenes Steinmännchen baut, andererseits es auf Korsika ja auch so viele davon auf den ganzen Wanderwegen gibt und beides so mit meiner Family verbunden ist. Außerdem bin ich einfach ein großes Opfer solcher Motive.

Gegen 19 Uhr sind wir dann wieder in Cairns gewesen und waren noch im Woolworths Kartoffeln einkaufen für unser skilliges Abendbrot, danach hab ich mich in der Dämmerung auf eine Bank neben ein paar Palmen gesetzt und meine Mami angerufen, weil die heute Geburtstag hat.


Song of the day: Party in the USA von Miley Cyrus, weil unser Tourguide gleich am Anfang schon gesagt hat, dass er eine Schwäche für Miley Cyrus hat und wir demnach die ganze Zeit ziemlich coole Musik gehört haben.

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