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Hluhluwe-Imfolozi-Nationalparks

Veröffentlicht: 16.10.2022

Heute stand unsere erste Safari auf dem Programm. 

Um 4:30 Uhr ging der Wecker! Gegen 5:10 Uhr saßen wir im Auto und sind zum Hluhluwe gefahren! Der Nationalpark öffnet um 5:00 Uhr seine drei Gates! Wir waren um 6:00 Uhr dort und haben uns die Regeln erklären lassen! Ich hatte die Mitarbeiterin gefragt, ob wir mit unserem Wagen auch abseits der asphaltierten Straßen fahren könnten! Yeah no Problem 👍! 

Dann ging es los, wir sind durch das Gate und es lagen 96.000 Hektar Nationalpark vor uns. Relativ schnell hatten wir die ersten Warzenschweine entdeckt. Die sehen total süß aus. Danach haben wir Nyalas und noch eine Affenmutter, die ihr Baby stillte, gesehen. Sonst war aber Flaute. Es lag zwar unwahrscheinlich viel "Kacka" auf der Straße, aber die Elefanten, denen wir diese Haufen zugeordnet hatten, waren natürlich nicht sichtbar.

Nach ca. 1 Stunde raunten wir beide fast gleichzeitig; "vielleicht war es doch keine gute Idee, Safari auf eigene Faust zu machen" 🥴! Ich meinte zu Daniela; "wir fahren gleich Mal auf den unbefestigten Wegen, evtl. sehen wir dort mehr Tiere".

Kaum hatte ich das ausgesprochen, stand plötzlich eine Zebragruppe vor uns. Es waren fünf Tiere, die entspannt die Straße entlang liefen. Sie kamen in unsere Richtung, sind aber kurz vor unserem Auto in den Busch rein und direkt hinter uns wieder raus. Wir haben der Gruppe noch ein wenig hintergeschaut und gegrinst. Wir waren wieder guter Dinge.

Endlich kam eine Abzweigung auf eine unbefestigte Strecke. Diese hatte es in sich. Ich musste an einigen Passagen höllisch aufpassen, dass wir nicht im Sand stecken blieben.

Gefühlt waren wir fast alleine unterwegs! So konnte ich im ersten Gang über die Pisten tuckeln! Wir haben beide durch die Seitenfenster Ausschau nach Tieren gehalten! Dann sahen wir zeitgleich viele schwarze Tiere vor uns auf dem Weg sowie rechts und links daneben stehen. Es war eine große Herde Büffel. Diese versperrten uns den Weg und starrten uns (die Fremdlinge) prüfend an. Wir waren begeistert und haben zig Fotos geschossen. Ganz laaaangsam bin ich an der Herde vorbeigefahren und wir beide waren glücklich. Nach einer Weile meinte ich zu Daniela: "hier in der Gegend könnten doch auch Giraffen sein oder?" Keine 100 Meter weiter stand auf einmal eine riesige Giraffe neben mir. Ich hätte vor Freude fast ins Lenkrad gebissen. Wir waren aus dem Häuschen. Es ist doch ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man Tiere in freier Wildbahn sieht, die man sonst nur aus dem Zoo kennt. Wir haben der Giraffe lange beim Fressen zugeschaut und dann ist sie mit eleganten Schritten vor uns hergelaufen. Ein wahnsinns Anblick!!!

Die Stimmung war bombastig. Daniela meinte dann zur mir: "fahr nochmal ein Stück zurück, ich habe da etwas Graues gesehen." Ich musste innerlich grinsen, denn ich dachte mir, so so, etwas Graues, bestimmt wieder ein Stein! Daniela zoomte mit ihrer Kamera das graue Etwas ran und was soll ich sagen, unser "Adlerauge" hat wieder zugestochen. Es war tatsächlich ein Nashorn. Die Begeisterung bei uns beiden war natürlich groß. 

Immer wieder tauchten jetzt Zebras, Nyalas, Antilopen, Büffel, Giraffen und auch Nashörner auf, die wir gut beobachten konnten. Leider haben wir keinen Elefanten gesehen. Daniela, unser großer "Benjamin Blümchen Fan a.D.", war traurig und ich auch ein wenig. Denn ich hatte eigentlich mit Elefanten gerechnet...

Wir waren auf unseren letzten 12 km und ich wollte nochmal an einem View-Point halten. Daniela und ich sind ausgestiegen und nahmen noch ein letztes Mal die Landschaft genau unter die Lupe. Dieses Mal sah ich etwas Graues. Ja, es hatte auch einen Rüssel!!!! Ich hüpfte rum wie Rumpelstilzchen. Ich rief Daniela zu mir rüber und meinte, da unten steht dein Benjamin. Was soll ich schreiben, es war nicht nur Benjamin, es war eine komplette Herde mit zwei Babys. Uns standen die Tränen in den Augen. Was für ein traumhafter Anblick. 

Total begeistert sind wir die letzten Kilometer bis zum Gate gefahren und haben uns erstmal auf dem Parkplatz gefeiert. Wir haben echt alles richtig gemacht und schimpfen uns ab heute "Die Glückspilze". Die Chefin von unserer Lodge nannte uns so, weil wir soviele unterschiedliche Tiere gesehen haben.

Totmüde überglücklich fallen wir jetzt ins Bett! Liebe Grüße von den Glückspilzen 😉🍄

Einige Bilder sind mit dem Handy von der Kamera abfotografiert worden! 


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Antworten (1)

Gerhard
Da habt ihr wirklich Glück gehabt, dass die Tiere sich nicht vor euch versteckt haben.