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Cape Point Route 165 km

Veröffentlicht: 06.11.2022

Gestern sind wir mehrere Sehenswürdigkeiten auf unserer Route abgefahren! Es ging insgesamt 165 km von der Ostseite runter bis zum Cape Point (südl.-westl. Punkt) und an der Westküste zurück nach Cape Town! 

Wir saßen schon um 9:00 Uhr im Auto und wir haben noch nie so viele Menschen um diese Uhrzeit beim Sport gesehen! Unglaublich, wie viele an der Promenade schon sportlich aktiv waren, total cool!

Unser erster Stopp war das Häuschen vom Sharkspotter! Der Sharkspotter beobachtete schön das Wasser. Finde ich ja doch schon toll, dass es so etwas gibt und somit die Sicherheit von Surfern sowie Schwimmern ein bisschen safer ist.

Von den Haien ging es weiter zu deren Futter :-) und zwar zu den Pinguin Kolonien am Boulder Beach. Ach, das war mega. Ich wußte überhaupt nicht, dass der Pinguin aus Federn besteht, ich dachte echt, das wäre Fell. Aber die ganz kleinen Pinguine waren förmlich in der Mausa und überall flogen die Federn herum. Faszinierend waren auch die Pinguine, die sich im Wasser tummelten. Einige haben sich mit den Wellen an Land spülen lassen und sind dann ganz hektisch aus dem Wasser gehüpft und davon gewatschelt. Das sah total drollig aus. 

Von den Pinguinen sind wir weiter ein Stück die Ostküste entlang gefahren und der Blick auf die Küste war gigantisch. Auch die Wolkendecke verabschiedete sich langsam, so dass wir einen strahlend blauen Himmel und eine schöne Aussicht hatten.

Es ging weiter zum Cape Point und Cape of Good Hope! Diese Sehenswürdigkeiten liegen in einem riesengroßen Nature Reserve. Man hätte hier durchaus einen kompletten Tag verbringen können, so riesig ist dieses Areal. Wir sind erstmal den Schildern Richtung Cape Point gefolgt. Plötzlich hielt der Wagen vor uns, da zig Paviane die Straße blockierten. Ein Pavian ist auf den Wagen vor uns gesprungen und wir haben das lustig gefunden. Bis zu dem Zeitpunkt als dann plötzlich ein großer Affe auf unsere Motorhaube gesprungen ist. Dieser setzte sich mittig vor unsere Windschutzscheibe und schaute uns beide an. Ich war am Anfang total aufgeregt, aber das legte sich relativ schnell. Der Affe bewegte sich etwas nach außen und guckte immer noch zu uns rein, dann griff er den Scheibenwischer und bog ihn etwas. "Hey, meinte ich zu ihm, lass dass sein, du machst ihn doch kaputt"! Hm, okay er kann mich nicht hören, aber er starrte mich an und lies den Wischer los. Es dauerte keine fünf Sekunden, da nahm er ihn wieder und bog ihn extrem zu sich. Daniela haute vor die Scheibe. Ja, was dann passierte, hätte man eigentlich live miterleben müssen. Der Affe ist über den Außenspiegel zu Daniela an das Seitenfenster gesprungen und hat davor gehauen. Er war richtig wütend auf sie. Das war zum wegschmeißen. Also hätten wir ein Fenster offen gehabt, bräuchte Daniela eine Tollwutimpfung. Ich bin dann mal ganz langsam angefahren und der Affe ist vom Auto gesprungen. Aber wir kamen trotzdem noch nicht weg, denn immer wieder haben sich die Affen vor die Autos geschmissen und sind förmlich über die Straße gerobbt, damit die Autos anhalten. Es wirkte wie ein Überfall auf die Autos. Das war echt filmreif. 

Ganz ehrlich, "Herr Nilson" ist nach dieser Affenaktion von meinem Weihnachtwunschzettel gestrichen :-)!

Nach dem Affenüberfall sind wir zum Cape Point gefahren. Es scheiden sich die Geister, ob dort Atlantik und Indischer Ozean aufeinandertreffen oder am südlichsten Punkt Afrikas, am Kap Agulhas. Vom Parkplatz aus mussten wir noch einen kleinen Weg hochwandern und vom obersten Punkt hatte man einen gigantischen Rundumblick. Aber mir war es dort zu voll. Hilfe, wenn man fast 3 1/2 Wochen alleine durch Südafrika reist und dann DAS. Ne, ich hatte da echt nen Problemchen mit.

Von Cape Point ging es zum Kap der Guten Hoffnung. Auf dem Weg dorthin standen Strauße auf dem Strand, das war vielleicht ein Anblick. Türkisfarbenes Wasser, weißer Strand und darauf liefen drei Strauße- irre. Zum Glück war am Cape of Good Hope gerade nicht soviel los, so dass wir schnell unsere Fotos machen konnten und schwupps wieder weg. Wir hatten einen tollen Beach in dem Natur Reserve gesehen, dort wollten wir mal eine Zeit verweilen. Es war traumhaft dort. Wir sind mit den Füßen durchs Wasser, dies war sooooo kaaalt, es erinnerte mich sofort an ein Kneipbecken im Allgäu. Einige Muscheln haben wir auch noch gesammelt und ich bin ja ehrlich, immer wenn ich mich kopfüber ins Wasser gebeugt habe, um die Muscheln zu reinigen, hatte ich Angst vor einem Hai *grausig*. Johann hatte uns nämlich erzählt, dass eine Frau im seichten Wasser von einem Hai getötet worden ist. Aber uns ist rein gar nix passiert beim Muscheln reinigen :-)! Wir haben noch eine ganze Weile auf einem großen Felsen die Sonne genossen. 

Am späten Nachmittag ging es dann die Westküste zurück Richtung Cape Town. Auch die Westküste war traumhaft zu fahren, vor allem der Chapmanˋs Peak Drive bietet eine wundervolle Aussicht auf das Meer und die Küste. Wir mussten immer wieder anhalten, aussteigen und Fotos machen. Die Sonne verabschiedete sich auch langsam. 

Ziemlich ko sind wir in unserer Unterkunft angekommen und ich bin ziemlich schnell eingeschlafen! 

Liebe Grüße von Anke und Daniela

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