Ngorongoro-Krater
Nach einer sternenklaren und eiskalten Nacht machten wir uns auf in den Ngorongoro-Krater. Dieser ist mit 260 Quadratkilometern ungefähr 2,2 mal so groß wie Trier und relativ...

Veröffentlicht: 06.08.2025


























Nach der Safari ging es mit einer Cessna 208 (max. 13 Passagiere) weiter nach Mafia Island. In der Haupstadt Kilindoni wohnen mit 25.000 Einwohnern 37% der Bevölkerung von Mafia. Das Flughafengebäude ist sehr klein (so groß wie das Sporthäuschen in Rittersdorf), dafür jedoch schnell und unkompliziert in der Abwicklung.
Auf der kleinen Insel, die etwa so groß wie der Bodensee ist, gibt es nur wenige geteerte Straßen. Die letzten 300 Meter zu unserer Unterkunft führt ein 2m breiter Sandweg. In der Unterkunft wurden wir sehr gastfreundlich mit einer frischen Kokosnuss begrüßt und konnten diese beim Sonnenuntergang direkt am Strand genießen.
Allgemein ist die Insel aufgrund des kleinen Flughafens nicht von Touristen überlaufen. Die Einheimischen sind sehr nett und kommunikativ aber nicht aufdringlich.
Die Strände und das Meer sind recht sauber, nur die Flüsse, die ins Meer münden, riechen etwas streng. Das liegt daran, dass das Abwassersystem mit dem steigendem Tourismus überfordert ist. Hier gibt es aber Konzepte, um ein gutes Gleichgewicht zu finden.
Unsere Unterkunft, die Juani Beach Bungalows, befinden sich direkt am Meer. Unser Esstisch wurde ganz romantisch am Strand wenige Meter entfernt vom Wasser aufgebaut. Der Sand ist sehr fein, weich und hell und das Wasser ist klar. Bei einer Kanutour entlang der Küste konnten wir den Blick auf den herrlichen Strand mit Palmen genießen.
Während der nächsten Tage wollten wir dann aber ins Wasser.
Obwohl nicht die Hauptsaison für Walhaie war, wollten wir unser Glück mit einer Tour zum Schwimmen mit diesen imposanten Kreaturen wagen.
Wenn man allerdings mehrere Kilometer von der Küste entfernt bei etwas stärkerem Wellengang ins Wasser springen soll, hat man doch etwas Respekt. Da wir keine Walhaie entdeckten, mussten wir uns aber auch nicht überwinden. (Das Foto ist ein Beispielfoto und zeigt, was wir verpasst haben.)
Am nächsten Tag ging es zum Tauchen in die Chole Bay. Hier konnten wir ein farbenfrohes gesundes Riff erleben. Von Clownsfisch, Kugelfisch bis Papagaienfisch und Muräne konnten wir alle bekannten Meeresbewohner sehen. Vielen Dank an Mafia Island Diving für die gute Betreuung und das tolle Erlebnis!
Bevor wir uns zu unserem letzten größeren Ziel Sansibar aufmachten, gingen wir noch einmal Schnorcheln. Unser erster Halt war wieder am Riff. Leider war das Wasser zu unruhig, weswegen wir keine Schildkröten sehen konnten. Heute durften wir jedoch unsere Kamera mitnehmen und konnten so versuchen, die Unterwasserwelt aufzuzeichnen.
Der zweite Halt: die Blue Lagoon. Ein kleiner Salzwassersee mitten auf einer Insel. Sehr idyllisch und traumhaft schön. Selbst die Quallen, welche hier kopfüber im Wasser treiben, sind harmlos. Dafür gibt es hier sogenannte Zuckmücken die einen im Wasser stechen, wenn man zu lange an einer Stelle bleibt. Wohl auch ungefährlich aber nervig und schmerzhaft.
Anschließend ging es weiter nach Sansibar.
Fazit: Wir haben die Zeit abseits des Massentourismus trotz des wechselhaften Wetters sehr genossen. Hoffentlich findet Mafia Island eine gute Balance aus Tourismus und Naturerhalt, um das Paradies für Mensch und Tier möglichst lange zu bewahren.
Highlight: 6 Chapati von einer älteren Dame in einer halboffiziellen Verkaufsstätte für umgerechnet jeweils 17 Cent, die extrem lecker waren.
Übrigens: Der Name „Mafia Island“ hat nichts mit der italienischen Mafia zu tun. Er stammt wahrscheinlich von der Swahili-Wortschöpfung „mahali pa afya“, was „gesunder Wohnort“ bedeutet, oder vom arabischen Wort „morfiyeh“, was „Gruppe“ oder „Archipel“ bedeutet.