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Noch eine Woche, dann geht's los....

Veröffentlicht: 06.10.2019

Heute morgen wachen wir auf und zum allerersten Mal seit unserer Anreise auf Big Island ist der Himmel der Insel mal in keiner Richtung von Wolken geziert. Während in Kona seit 6:15 Uhr der P.A.T.H. 5 bzw. 10 km Charity Lauf stattfindet, frühstücken wir gemütlich auf unserer Terrasse.

So ein wunderschöner Tag muss natürliche genutzt werden, also geht es zu unserer naheliegenden Bucht zum Schnorcheln - wobei heute trotz des realtiv windstillen Tages recht starker Wellengang herrscht. Somit lassen sich eher wenige Fische blicken und wir legen nur einen Schnorchelgang ein. Dann treten wie die Rückfahrt nach Kona, wobei wir einen Zwischenstopp auf einem hawaiianischen Markt einlegen, der zahlreiche einheimische Ware anbietet. Gemütlich schlendern wir über den gerade erst erwachenden Markt und genießen alle Eindrücke. 

Dann geht es weiter nach Downtown Kona, wo mittlerweile die ganzen Zelte bestückt mit Triathlon-Waren öffnen - hier gibt es alles, was man für den Sport benötigt, von der Badekappe bis hin zu Laufschuhen und Stickern für den Reisekoffer. Natürlich alles im Design des diesjährigen Wettkampfes und die Triathleten shoppen hier ohne Ende. Wir schauen uns alles an und machen unter anderem auch einen Stop am Kona Pier, wo sich zahlreiche Schwimmer befinden. Aber eine Turtle direkt am Eingang ins Wasser stiehlt ihnen allen die Show - als wüsste sie genau, wo die hinschwimmen muss, um alle Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Selbst die auf ihr Training fixierten Triathleten packen da mal schnell ihr Handy aus, um ein Foto mit der einheimischen Honu zu schießen.

Bei meinem anschließenden Besuch im Fitnessstudio alias Schwimmbad treffe ich auf einen älteren Ironman, der dieses Jahr zum bereits 17. Mal am Wettkampf teilnimmt, als einer der ältesten Racer. Laut ihm gibt es wohl nur 10 älterer Teilnehmer, die die 140.6 Meilen nächsten Samstag auf sich nehmen, dafür erntet er auf jeden Fall schonmal meinen vollen Respekt. Ein nettes Gespräch, in das er mich da verwickelt und ich finde es immer wieder schön, welche Kontakte man durch den Sport knüpfen kann.

Den Nachmittag verbringen Mama und ich dann am Turtles Beach, wo sich wieder zahlreiche Schildkröten im Wasser und auch an Land tummeln. Diese Oase der Ruhe ist ein guter Gegenpol zum Trubel in Kona und wir entdecken hier auch den ein oder anderen Triathleten, der wahrscheinlich auch mal eine Auszeit braucht. 

Dann nochmal auf zum Kona Pier, wo ich heute mal einen kleinen Teil der Schimmstrecke im offenen Meer testen will. Denn morgen früh soll hier ein Testschwimmen über die volle Distanz stattfinden - und ich hatte überlegt, mich anzuschließen, wollte aber vorher mal das Schwimmen im Meer testen. Denn selbst die Profis haben, wie wir in Interviews gehört haben, Respekt vor der Schwimmstrecke und sämtlichen Meeresbewohnern - so haben hier bereits die ein oder anderen Quallen- oder Haibegegnungen stattgefunden. Zudem sieht man viele Athleten immer in Gruppen bzw. zu zweit schwimmen und mir fehlt dann einfach ein Schwimmpartner, mit dem an meiner Seite ich mich sicherer fühlen würde. 

Was soll ich sagen, vielleicht mag man durch das Salzwasser spürbaren Auftrieb verliehen bekommen, aber es fängt schon mit der Orientierung an: was macht man als Linksatmer, wenn sich die Bojen, die die Strecke markieren, auf der rechten Seite befinden? Klar, erstmal, die Orientierung verlieren... Ganz schön gewöhnungsbedürftig, zudem ist das Wasser erstmal gar nicht so tief, wie ich gedacht hatte, da befindet sich das Riff mit zahlreichen Seeigeln, direkt unter einem, also bloß nicht zu tief mit den Armen ins Wasser eintauchen. Wenn ich mir vorher über den Salzwassergeschmack im Mund und den dadurch trockenen Hals am meisten Gedanken gemacht habe, so merke ich, dass man hier in Kona noch vor viel größere Herausforderungen gestellt wird und verabschiede mich schnell von dem Gedanken, morgen hier die 3,8 km Strecke im Freiwasser zu absolvieren. Aber als Zuschauer wollen wir auf jeden Fall dabei sein und wieder einmal ist mein Respekt gegenüber den Athleten deutlich gestiegen.

Den einzigartigen Sonnenuntergang des heutigen Tages wollen wir dann auch nicht missen und betrachten diesen von gewohntem Ort, dem Kahalu'u Beach Park, wo der Start in die letzten Woche vor dem Race einen gebührenden Abschluss findet. 

P.S. Diesmal ist der Bericht etwas verspätet, da die Technik geschwächelt hat....

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