Noch eine Woche, dann geht's los....
Heute morgen wachen wir auf und zum allerersten Mal seit unserer Anreise auf Big Island ist der Himmel der Insel mal in keiner Richtung von Wolken geziert. Während in Kona seit...

Veröffentlicht: 07.10.2019


















Der Wecker klingelt um 5:30 Uhr, erinnert fast schon an einen normalen Arbeits- bzw. Wochentag in Mainz, wenn es wieder auf die Arbeit geht, oder man um 8:00 Uhr an der Uni sein muss und vorher noch sportlich aktiv sein will.
Ganz schön früh, aber wir haben ja viel vor heute und da fällt der frühe Start in den Tag gleich viel leichter. Nach einem schnellen Frühstück, diesmal nicht outdoor, sondern drinnen geht es ab runter nach Kona, Auto parken und zum weltberühmten Pier laufen. Dort suchen wir uns einen VIP Platz auf der Mauer 1. Reihe, lassen die Beine überm Meer baumeln und beobachten das Spektakel. Nach und nach schwimmen die Athleten ca. 200 Meter raus zur Startlinie... Ein wildes Getümmel, das man einfach gesehen haben muss. In der Zwischenzeit geht die Sonne auf und verleiht allem noch viel mehr Glanz... Ganz gerührt sind wir von einer querschnittgelähmten Frau, die auch an dieser Schwimmveranstaltung teilnimmt und von ihrem Trainer/Begleitperson ins Wasser getragen wird und dann inmitten der Schwimmer wie eine von vielen Athleten erscheint. Pünktlich um 7.00 Uhr fällt der Startschuss, obwohl es zahlreiche der insgesamt ca. 650 Menschen bis dato noch nicht zur offiziellen Startlinie geschafft haben.
Für diese heißt es jetzt aber Vollgas geben, auch wenn die Zeit erst ab dem Überqueren der Startlinie zählt. Eine Weile verbleiben wir an unserer Position, bis wir uns dann zur Ziellinie begeben, die sich heute, anders als in 6 Tagen bei der Weltmeisterschaft an einer anderen Stelle als der Start befindet. Von hieraus haben wir freie Sicht auf die ersten Schwimmer, die nach guten 46 Minuten die Ziellinie überqueren.
Ca. 3 Minuten später folgt auf die erste Zielgruppe eine zweite mit deutlich mehr Athleten, wo dann auch die erste Frau dabei ist, die wir natürlich mit einem besonderen Applaus ehren. So stehen wir eine ganze Weile am Ziel und beobachten die eintreffenden Schwimmer, einfach ein Erlebnis und da kann man sich ansatzweise vorstellen, was hier in einer Woche los sein wird....
Anschließend steht auch für mich Schwimmen auf dem Programm, wenn auch nicht im freien Ozean. Den restlichen Vormittag verbringen wir am idyllischen Turtels Beach mit Postkarten schreiben, lesen und relaxen und so tun es uns auch ein paar Triathleten gleich. Es sei ihnen gegönnt! Der perfekte Ort um dem bunten Trubel rund um Kona für einen Augenblick zu entkommen.
Nachmittags gehen wir erneut am Kahala'u Beach Park schnorcheln, wo die Fischwelt in der Nachmittagssonne noch mal ganz anders erscheint als zur frühen Morgenstunde. Hier habe ich dann noch das Vergnügen einer Rochenbegegnung - diese "Meeresbewohner" gleiten einige Meter entfernt von mir dahin. Keine Ahnung, ob es sich hierbei um gefährliche Exemplare handelt, aber ich mache mich dann doch mal lieber auf den Rückweg zum Ufer.
Auf der Rückfahrt erstrahlt vor uns ein riesiger Regenbogen, da müssen wir einfach mal anhalten und ein paar Fotos schießen! Den Abend lassen wir dann bei leuchtenden Himmel nach Sonnenuntergang zu Hause bei uns ausklingen und lassen diesen ereignisreichen Tag beim Betrachten der Fotos und Videos Revue passieren. Den sowas erlebt man schließlich nicht jeden Tag oder jedes Jahr und wir sind immer wieder dankbar, dabei sein zu dürfen.....