Scheiß Schafskälte...
Der Klimawandel und die Schafskälte Schafskälte im März:

Veröffentlicht: 27.03.2026
Heute gab es eine weitere Habitaterschließung. Es ging auf die Rundwanderung Nummer 6 mit Start in Bischofsheim. Im Gegensatz zu gestern war es schneefrei und sonnig. Ein kräftiger Wind blies, aber ich habe ja noch mein Winterfell: no problem!
Unser Weg führte vom Start aus in Richtung Nord-Nord-West. So grob: im Westen ist Hessen, im Osten und Süden Bayern. Vorbei am Schwedenwall vorbei, das sind unspektakuläre, parallel verlaufende Erdaufhäufungen, die sich den Hügel hochziehen (Eugen Irxmeier hat dazu sehr wahrscheinlich eine etwas andere Ansicht).
Hinter dem Schwedenwall findet man in unserer Laufrichtung Grenzsteine aus dem Jahr 1872.
Auf der einen Seite steht KB für Königreich Bayern (heute ohne Königreich) und auf der gegenüberliegenden Königreich Preussen (heute der Teil Hessen).
Also hocke ich auf der Wiese und schaue nach Osten. Auf dem Grenzstein steht KB, also Bayern. Erste Idee: jemand hat den Grenzstein gedreht, soll ja solche Spaßvögel geben. Zweite Idee: aus dem Grenzstein steht das, wo man hinsieht. Michael sagt, das sei nicht so, das jeweilige Staatsgebiet steht immer auf der korrekten Seite.
Die Lösung:
Wie kann man sich nur einen solch dämlichen Grenzverlauf wegen 200 qm Wiese ausdenken! Kein Wunder, dass alle Grenzgänger verwirrt sind, die auf dieser bayerischen Wiesenhalbinsel am Grenzstein stehenbleiben.
Übrigens gibt es auch noch den Grenzgänger der anderen Art: einen Wurstsalat aus Oberfranken.
Im weiteren Verlauf querten wir den Moorbach, der sich romantisch unter der Moorbrücke durchschlängelt. Moosbewachsene Steine, leises Plätschern, funkelndes Sonnenlicht und leichte Wärme auf meinem Pelz: so kann der Frühling kommen.
