Veröffentlicht: 11.12.2025

































Melbourne – Ein Tag voller Kontraste, Erkenntnisse und eines Moments, der bleibt
Nach intensiven Tagen in Neuseeland stand der nächste Abschnitt unserer Reise an. Wir verließen Queenstown, und der Flug nach Melbourne verlief ruhig und unspektakulär – wie solche Flüge nun mal sind. Für mich ist es Routine: Ich schlafe. Meine Frau würde schmunzeln und sagen: typisch.
Die Immigration in Melbourne brachte das vertraute Prozedere: separater Bereich, Prüfung, Warten. Doch diesmal ging alles erstaunlich schnell. Ein schönes Beispiel dafür, wie Situationen an Wirkung verlieren, wenn man lernt, ihnen gelassen zu begegnen.
Mit dem Gepäck trafen wir zum ersten Mal Chris, unseren neuen CEO – Chief Experience Officer. Ein Führungstyp mit Bodenhaftung, menschlich, klar. Gemeinsam mit Eric ging es ins Hotel. Funktional, ordentlich, aber kein Vergleich zu früheren Unterkünften. Und dennoch: Die Qualität einer Reise misst sich nie am Zimmer, sondern an den Erlebnissen, die man zulässt.
Melbourne entdecken: Kunst, Kontraste und Klarheit
Schon beim ersten Spaziergang durch Melbourne wurde klar: Diese Stadt lebt. Street Art auf beeindruckend hohem Niveau prägt ganze Straßenzüge – farbintensiv, kraftvoll, voller Ausdruck und Identität.
Parallel dazu die Realität vieler Großstädte: Menschen ohne Dach über dem Kopf, die um Essen oder Geld bitten. Dieser Kontrast trifft. Er erinnert daran, wie nah Erfolg und Scheitern nebeneinander liegen und wie wichtig es ist, nicht wegzusehen. Für mich als Unternehmer ein wiederkehrender Lernpunkt: Verantwortung beginnt im Blick.
Weihnachtsstimmung war ebenfalls schon spürbar – Dekorationen, Märkte, Lichter. Ein ungewohntes Bild mitten im australischen Frühsommer, aber faszinierend.
Whisky, „Steine gucken“ und die Ehrlichkeit eigener Grenzen
Ein kurzer Whisky-Stopp zeigte wieder die Leidenschaft von Chris, der sich durch eine beeindruckende Auswahl probierte. Ich selbst blieb bei einem kleinen Schluck und dachte an Richard Gärtner, der hier wahrscheinlich komplett aufgeblüht wäre.
Anschließend besuchten wir eine altehrwürdige Kathedrale. Ein beeindruckendes Bauwerk mit laufender Messe, voller Geschichte und ruhiger Kraft.
Aber: Meine älteste Tochter würde sagen,
„Papa, du warst Steine gucken.“
Und sie hätte Recht. Architektur und Kirchen berühren mich selten. Doch genau diese Ehrlichkeit ist Teil der eigenen Weiterentwicklung: zu erkennen, was einem selbst wirklich etwas gibt – und was nicht.
Melbourne Park – ein unscheinbarer Moment von großer Bedeutung
Dann kam der Moment, der mich wirklich berührte.
Wir standen plötzlich im Melbourne Park, dem Austragungsort der Australian Open. Riesige Anlagen, imposante Stadien, sportliche Geschichte an jeder Ecke. Und dann: Gelegenheit, einen der großen Nebenplätze zu betreten – komplett allein.
Ein Stadion in völliger Ruhe. Keine Zuschauer, keine Spieler. Nur Raum, Größe, Energie.
Ich bekam Gänsehaut.
Warum?
Weil ich dort spürte, wie kraftvoll Orte sein können, die Menschen verbinden.
Weil Tennis für mich mehr ist als ein Hobby.
Weil dieser eine Moment mich daran erinnerte, wie viel Freude unerwartete Erlebnisse auslösen können.
Am Abend schrieb mir meine Schwägerin eine WhatsApp. Ich antwortete:
„Da kommt heute noch was. Ralphi ist heute richtig glücklich.“
Und genau so fühlte es sich an.
G-Adventures & National Geographic – eine Reiseform, die etwas in mir ausgelöst hat
Ein weiterer prägender Moment war Chris’ Präsentation über die Kooperation von National Geographic und G-Adventures.
Er erzählte, wie diese Art des Reisens entstanden ist – aus Naturdokumentationen, Expeditionen, wissenschaftlicher Neugier und dem Anspruch, die Welt nicht nur zu zeigen, sondern erfahrbar zu machen.
Und plötzlich war klar:
Das ist genau die Art zu reisen, die perfekt zu uns passt.
G-Adventures bietet eine Reiseform auf höchstem Niveau:
Für mich ist das die ideale Art, die Welt zu entdecken. Und der Gedanke daran hat etwas in mir ausgelöst – ein Gefühl von Vorfreude auf etwas, das noch kommt.
Abendessen, Begegnungen und ein zweiter Chris
Der Abend klang bei einem hervorragenden Italiener aus – gutes Essen, Glas Wein, später ein Eis. Einfache Genüsse, aber genau die, die den Tag rund machen.
Zurück im Hotel trafen wir dann Chris aus Australien – den Nachfolger von James aus Neuseeland. Ein sympathischer Mensch, der gut in die Gruppe passt.
Was vor uns liegt: Intensiv, früh, fordernd – und gut so
Der morgige Tag ist voll: Frühstück um 6:30 Uhr, Start um 9:00 Uhr, Weihnachtsmarkt, Stadtbesichtigung, Foodie Walk.
Abends vermutlich ein Klavier-Wettbewerb zum Mitsingen – Lebensfreude pur.
Die nächsten Tage werden herausfordernd: frühe Abreisen, Flüge um 5:30 Uhr, ein eng getaktetes Programm.
Aber genau darin liegt Wachstum. Komfort ist angenehm – Entwicklung passiert woanders.
Fazit: Melbourne hat mich überrascht – und bereichert
Ein Tag, der eigentlich nur Übergang hätte sein sollen, wurde zu einem Tag voller Erkenntnisse:
Melbourne hat mich verändert – nicht laut, aber deutlich.
Und am Ende dieses Tages konnte ich nur sagen:
Ralphi ist heute richtig glücklich.
