Fels von El Peñol und Guatapé
Wir sind nun bereits seit gestern in der 2,6 Millionen Stadt Medellin zu Gast. In der gesamten Metropolregion leben sogar 4,2 Millionen Menschen, was Medellin zur zweitgrößten...

Veröffentlicht: 08.07.2025



















Unser Hotel liegt im Stadtteil El Poblado, welches bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen beliebt ist. Das Viertel gilt als besonders sicher, ist im Vergleich zu anderen Teilen der Stadt aber recht teuer. Hier findet man jede Menge ordentliche Hostel, Hotels oder AirBnB sowie gute Restaurants und Bars.
Wenn es in der Stadt dunkel wird, erwachen die Ausgehviertel. Am angenehmsten ist hier die Partyzone Provenza. Eine Bar an der Nächsten, tolle Rooftop-Locations sowie Clubs von Salsa bis Electro. Hier ist für jeden etwas dabei. Wenn die Party einmal im Gange ist, gibt es kein Halten mehr...hier wird bis morgens 5 Uhr gefeiert. Aber Obacht, wir haben uns zwei Straßen zu früh von unserem Uber-Fahrer getrennt und sind im Parque Lleras ausgestiegen. Der Bereich gehört auch zum Vergnügungsviertel, allerdings strolchen hier auch recht unangenehme Gestalten durch die Gegend. Kann man machen - muss man aber nicht. Auch wenn das Viertel (wie bereits angemerkt) als sicher gilt, für die Rückkehr ist ein Taxi oder Uber zu empfehlen. Nächtliche Spaziergänge sind insbesondere für all jene, die kein Spanisch sprechen, keine gute Idee.
Etwas nördlicher von El Poblado und weniger als 15 Auto-Minuten entfernt liegt der Stadtteil Laureles. Ebenso sicher, mit guten Ausgehmöglichkeit, bunten Lichtern, lauter Musik aber unserer Ansicht nach ein wenig entspannter, steht Laureles El Poblado in nichts nach. Hier befindet sich auch das Fussballstadion und die allgemeine Sportzone der Stadt. Die Vorteile von Laureles sind das viel grün in der Area und es ist nicht so hügelig, das macht das Ausgehen und Feiern auf der "La 70" um einiges leichter. Auch hier in Laureles gilt, für den Heimweg nimmt der Gringo ein Taxi oder Uber. Darüberhinaus sollte man nur das nötigste an Bargeld dabei haben, man muss es den Schlingeln ja nicht zu einfach machen... Sicherheit geht schließlich alle an.
Für uns wurde diese kleine Vorsichtsmaßnahme leider zum Ärgernis. Wir erwischten blöderweise eine Bar, die keine Kartenzahlung akzeptierte. Als wir nach einigen Drinks zahlen wollten, kam das böse Erwachen. Da ich noch nicht einmal eine physische Karte dabei hatte um Bargeld abzuheben, musste ich mich dann also auf eine nächtliche Stadtrundfahrt begeben um meine beiden Damen mit frischem Bargeld aus der besuchten Rumba-Bar auszulösen.
Am heutigen Tag haben wir noch das Barrio Pablo Escobar besucht. Das Barrio ist ein Ort, den man wie wir idealerweise mit einem Guide besucht. Hier hat Pablo Escobar seiner Zeit Häuser für die Ärmsten gebaut. Es war also zu erwarten, dass man hier den Mann, der ganz Kolumbien zwei Jahrzehnte lang in Angst und Schrecken versetzt hat, völlig anders sieht, als anderswo im Land. Er wird hier tatsächlich noch immer als "Retter der Armen" gesehen. Die Einwohner verklären sicher nicht seine schlimmen Taten, sie bestehen aber darauf, dass auch gesehen wird, was er für die Menschen im Barrio getan hat. Auf unserem Spaziergang durch das Viertel durften wir in eines der Häuser blicken. Einfachste Verhältnisse, für Europäer undenkbar, aber so viel besser als ein Leben ohne Dach über dem Kopf. An der Wand im Zimmer der Hauses, hing über einer Kommode ein Foto von "Don Pablo"...
Morgen gehts mal auf den Golfplatz...danach sehen wir weiter. ;-)