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England!

Veröffentlicht: 11.07.2020

Ja, es geht endlich wieder los! Und es freut mich sehr euch erneut zu einem kleinen aufgeregten Teil mitnehmen zu können. Ein hoch auf die Technik des 21sten Jh. an dieser Stelle!

Wo fange ich nur an?

Also erstmal vorweg: Diesmal muss ich dazu sagen, ist meine Reise etwas Besonderes für mich. Während mir in Neuseeland und Südostasien klar war, dass dies "nur" bei einer Reise bleibt, muss ich diesmal sagen, dass ich mich halsüberkopf verliebt habe. England ... das Land des Windes, der Geschichte von unzähligen Burgen und Schlössern, von Oldtimern auf den Straßen und Heimat von Harry Potter. Das Land, in dem alle höflich sind,  in dem die Männer Gentleman sind,  in dem jeder Komplimente macht ohne Scham. Ein Land, in dem jeder ein Magier ist, denn jeder schafft es, dir ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Man kann vielleicht nicht sagen, dass es Liebe auf den ersten Blick war, da ich hier 2014 schon mit meiner Schulklasse war. Jedoch war es definitiv Liebe auf den zweiten Blick! Heute verstehe ich gar nicht mehr wie mich das damals nur halbwegs interessieren konnte. Es ist unglaublich!

Der Pulli von damals ist auch wieder mit dabei, wenn auch etwas ergänzt ;)


Aber nun zu meinem Start.

September letzten Jahres kaufte ich mir ein englisches Auto - einen Renault Scenic. Rechtslenker selbstverständlich. Der Plan war, diesen mit einem Bett und einer Möglichkeit zu Kochen auszurüsten und direkt nach Thailand abzufahren. Bis zu dem Ausbau letzten Jahres kam ich auch ... nur wie ihr alle wisst eben nicht zum Losfahren.

Eifrig die Medien verfolgend stellte ich fest, dass man ab jetzt wieder nach England reisen kann, ohne große Einschränkungen. Nachdem das Drama um meine Versicherung gelöst war, konnte ich also endlich am 08.07.20 starten.

Hinweis am Rande: Kauf dir als Ausländer bitte unter keinen Umständen ein englisches Auto. Auto kaufen, ist kein Problem,  aber versichern kann man es seit Brexit nur noch über englische Konten. Wer da keines hat, steht vor einem Berg von Problemen. Im Nachhinein ist man eben immer schlauer. Aber im Allgemeinen ist der Autokauf, die Versicherung und die Versteuerung in England tausend mal angenehmer als in Deutschland, da alles online gemacht werden kann und keine Nummernschilder geändert werden.

Über Belgien ging es also los nach Calais, wo wir eine Fähre nach Dover gebucht hatten. Till, ein Freund von meiner Schwester,  hatte zufällig auch ein Auto ausgebaut und genau den gleichen Plan gehabt, allerdings mit einem deutschen Wagen. Daher starteten wir zusammen, die Umstände abwartend.

Corona hat die UK leider von allem am schlimmsten getroffen in Europa, weswegen hier nun vieles anders läuft als gewohnt.

Bis Calais verlief alles super und ohne Zwischenfälle.

Die Fähre buchten wir über DSDF für unter 100€. Mit inclusive war ein englisches Frühstück, was wir sehr begrüßten. Die Einreise nach England ist seit dem 10.07.20 wieder ohne 14 tägige Quarantänepflicht möglich. Man muss lediglich ein kostenloses Onlinevisa beantragen auf der Homepage der Regierung (gov.uk). Dort hinterlässt man Kontaktdaten und Informationen über den eigenen Aufenthalt der letzten Monate.

Schließlich... Dover! England war erreicht! Und wie von selbst passte ich mich fast ohne Nachdenken dem Linksverkehr an. Langsam bin ich das ja gewohnt.


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