Von Hong Kong aus ging es mit dem Flieger via Brisbane nach Christchurch. Nun sind wir also definitiv am anderen Ende der Welt angekommen.

Christchurch selbst hat absolut keinen Charme. Seit dem Erdbeben im 2011 bestehen immer noch diverse Bauruinen. Diese verlotterten Grundstücke tragen auch nicht dazu bei, das Stadtbild aufzubessern. Nichtsdestotrotz hatten wir auch in Christchurch ein Highlight. Wir besuchten am Abend ein Rugby-Spiel der einheimischen Crusadors. Obwohl wir nicht viel Ahnung von der Sportart hatten, fieberten wir kräftig mit (uns blieb ja auch neben den diversen angefressenen Fans nichts anders übrig). Bezüglich der Härte könnte so mancher Fussballer von den Rugby-Spielern lernen. Auch nach harten Checks wird wieder aufgestanden und weitergespielt!

Nach der letzten Nacht in einem Hotelbett nahmen wir unseren Camper in Christchurch entgegen. Aufgrund der Form des Campers haben wir es sofort „Schlumpfmobil“ getauft. Nach dem wir mehrmals aus Versehen den Scheibenwischer statt den Blinker gestellt hatten, haben wir uns auch langsam wieder an den Linksverkehr gewöhnt. Zum Glück hat unser Camper ein Automatikgetriebe. Mit links schalten wäre dann noch eine Challenge mehr gewesen ;-)

Unsere Route führte uns Richtung Süden bzw. zuerst ins Landesinnere. Dort fanden wir eine sehr trockene und braune Landschaft vor. Also nicht dass, was wir von Neuseeland erwartet hatten. Trotzdem hatte diese steppenartige Gegend auch ihren Reiz. Als Highlight dieser Region können sicherlich die ausgewaschenen Sandsteinformationen bei Omarama (Clay Cliffs) herausgehoben werden.

Wieder zurück an der Küste ging es nun definitiv Richtung Süden. Hier fanden wir wunderschöne Sandstrände vor. An einigen dieser Sandstrände hätte es auch Pinguine gegeben. Ihr liest richtig, es ist im Konjunktiv geschrieben. Denn obwohl wir etwa vier Pinguin-Strände angesteuert hatten, sahen wir leider keinen dieser pelzigen Tiere. Dafür entschädigten aber die zahlreichen Robben und Seelöwen auf den Felsen und Stränden.

Bei den Moeraki Boulders lagen für einmal nicht fette und faule Seelöwen am Strand herum, sondern mehrere runde Felsblöcke. Mit dem blauen Himmel im Hintergrund war der Anblick sehr schön.

Unsere Route führte nun weiter nach Süden. Dabei passierten wir eine immer grüner werdende Landschaft. Und auch die Millionen von Schafen fehlten hier nicht mehr. Das typische Bild von Neuseeland gibt es also doch noch.

Ein weiteres Highlight war die Halbinsel „Otago Peninsula“ bei Dunedin. Auf dem Hügel hatten wir nicht nur eine wunderschöne Aussicht auf die Bucht von Dunedin, sondern konnten auch noch das einzige Schloss von Neuseeland bewundern. Rund um das Schloss lag ein gut gepflegter Garten mit hunderten von Blumen. Die Halbinsel hatte aber auch noch weitere Schönheiten zu bieten. So zum Beispiel der Strand „Allans Beach“.

Im Gegensatz zu Christchurch ist Dunedin viel sehenswerter. Die nach schottischem Vorbild erstellte Stadt hatte sehr viele schöne Gebäude und Kirchen. Das Highlight war hier definitiv das prachtvolle Bahnhofsgebäude mit Mosaiksteinen in der Wartehalle. Daneben war auch die steilste Wohnstrasse der Welt eine Attraktion (Neigung = 35 Grad). Die Autos fuhren jeweils mit Anlauf den Berg hinauf!

Weiter die Küste hinunter war der Leuchtturm beim Point Nugget eine Augenweide. Der kleine aber feine Leuchtturm liegt auf einer Klippe, hoch über dem tosendem Meer.

Der Süden der Insel trumpfte vor allem mit vielen Hügeln und grünen Urwälder auf. Im Catlins Forest Park unternahmen wir diverse kleine Wanderungen durch den dichten Wald zu Wasserfällen.

Und zum Schluss noch zum Wetter. Wir hatten bisher sehr grosses Glück. So hatten wir nur am Übernahmetag sowie an einem Vormittag Regen. An allen anderen Tagen hatten wir Sonnenschein und angenehme 15 bis 20 Grad. Also optimal um zu reisen. Die Nächte sind jedoch spürbar kälter. Da wir in unserem Schlumpfmobil jedoch schön warme Decken sowie einen kleinen Ofen haben, war dies bisher kein Problem. Die einzige Tücke beim Campen stellen jedoch die total blöden Wasserhähne hier in Neuseeland dar. Hier gibt es nämlich keine Mischhähnen, sondern jeweils nur ein einzelner Hahn für warmes Wasser und einer für kaltes Wasser. Und diese sind so weit auseinander angeordnet, dass man jeweils die Wahl zwischen verfrorenen und verbrannten Händen hat. Naja, wenn das alle Probleme sind…

Nun geht es die Westküste hinauf Richtung Nordinsel. Was wir dort erleben werden, findet ihr wiederum auf unserem Reiseblog.

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