Tour nach & durch Kroatien 18. bis 25.9.23
Reisen ist das Entdecken, dass alle Unrecht haben mit dem, was sie über andere Länder denken. Aldous Huxley (1894 – 1963) Schriftsteller Wir fahren gern abends und über...

Veröffentlicht: 24.09.2023






































































Mark Twain, (1835 – 1910) Schriftsteller
Relativ früh packen wir unsere Charlotta. Die Camper Gemeinde ist schon eine eigene Community. Jeder der vorbei kommt wünscht uns eine gute Fahrt. Dann halten wir noch einen kurzen Schwatz mit einem netten Paar aus Mecklenburg. Sie sind gerade aus Montenegro zurück und erzählen uns ganz begeistert von ihren Touren.
Nachdem wir gestern verzweifelt einen Campingplatz gesucht, uns aber alle Bewertungen abgeschreckt haben, geben sie uns einen wertvollen Tipp in der Nähe von Kotor. In Kotor waren wir vor ein paar Jahren und wollen uns die Stadt noch einmal ansehen und so planen wir kurzfristig unsere Tour um und werden noch ein paar Tage länger in Montenegro bleiben.
Unser Weg führt uns an Dubrovnik vorbei.
Die Stadt ist sicherlich eine Reise wert ist, aber da gerade wieder eine Gewitterfront durchzieht entscheiden wir uns weiter zu fahren.
Außerdem wollen wir heute auch nicht so spät auf dem Auto Camp ankommen.
Gegen 14Uhr erreichen wir die Grenze. Es ist schon ein merkwürdiges Gefühl, wenn man es nicht mehr gewohnt ist kontrolliert zu werden. Und es dauert auch eine halbe Stunde bis wir durch sind. Aus früheren schlechten Erfahrungen heraus haben wir vorsichtshalber unsere Reisepässe mitgenommen. Ist aber hier nicht wirklich notwendig - aber es gibt einen schönen Stempel.
Etwas lachen müssen wir über unsere mangelhafte Vorbereitung. Als wir nachschauen, welche Währung wir in Montenegro brauchen, stellen wir fest, dass es der Euro ist und Montenegro noch nie eine eigene Währung hatte. 😊(Montenegro hatte sich vor Jahren für die D-Mark entschieden und damit wurde mit der Umstellung automatisch der EURO eingeführt.)
Für 2 h sind wir in den Schluchten des Balkan verschwunden, denn wir haben erst einmal kein Internet. Da wir aber noch eine Tour in die Berge planen wollen wir uns eine Prepaid Card besorgen, was sich im ersten Moment etwas umständlich gestaltet. Nach mehreren Anfragen erfahren wir, dass man sowas in jedem Tabakshop bekommt. Etwas ziellos fahren wir in der nächsten Stadt umher, bevor wir auch einen mit Parkmöglichkeit finden.
Jetzt sind wir doch etwas verblüfft: Wir müssen - weniger war nicht möglich - eine Karte kaufen für 30Tage mit einen Datenvolumen von 1 TB und das für 20€. Nur mal zum Vergleich unser Anbieter 1&1 wollte für 2 GB 39,99€ für 30 Tage.
Gegen 17 Uhr kommen wir am Auto Camp Naluka an. Wir werden von einem älteren Herrn empfangen, der auch deutsch spricht. Der Platz ist sauber, die sanitären Anlagen auch, also alles super. (Kleine Anmerkung für Camper -keine Grauwasser Entsorgung)
Leider regnet es immer noch und so beschließen wir heute mal ins Restaurant zu gehen.
Nicht weit vom Camp finden wir etwas unscheinbar neben einem kleinem Verkaufsmarkt ein Restaurant am Fluss.
Das Essen ist reichlich, der Service hervorragend und als wir fertig sind, ist der Regen vorbei und es ist schlagartig wieder warm, so dass wir den Abend am Meer bei einem Glas Rotwein ausklingen lassen.
Heute fahren wir mit dem Radel nach Kotor. Tipp vom Platzwart, die Fähre Kamenari ist für Fußgänger und Radfahrer kostenfrei.
Bis Kotor sind es vom Camp ca. 16 km und auch für Leute die nicht so oft Rad fahren durchaus machbar. Die Küstenstraße ist wenig befahren, Anstiege gering und der Ausblick auf die Bucht einfach traumhaft.
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Schade finden wir nur, dass die meisten Strände zubetoniert sind, aber sicherlich notwenig um Plattformen für die Urlauber zu schaffen die baden wollen. Wir sehr froh über unsere Entscheidung das Rad zu nehmen, denn der Stau vor der Stadt ist ganz schön lang.
Die Stadt hat ein tolles Flair, auch hier sind viele Menschen unterwegs, denn es sind gerade 2 Kreuzfahrtschiffe im Hafen. Trotzdem wirkt Kotor nicht überlaufen, es ist eher ein buntes Treiben in den kleinen Gassen, Bars und Geschäften. Wir streifen den ganzen Nachmittag durch die Gassen und finden kleine Geschenke zum Mitnehmen.
Durchaus lohnenswert ist auch die Stadtmauer, von dort aus hat man einen schönen Blick auf den Hafen.
Den Weg zur Festung San Giovanni haben wir diesmal nicht gemacht, den Blick von dort oben über die Bucht von Kotor hatten wir bereits 2015.
2015 waren wir mit einem Kreuzfahrtschiff mit unserer Partnerfirma HERBALIFE unterwegs. Der Rucksack war ein Geschenk auf dieser Reise und ist jetz wieder dabei. Hier die Bilder aus 2015:
Kotor ist sehr katzenfreundlich, die niedlichen Samtpfoten sind praktisch überall und liegen auch gern mal auf dem Bar-Tresen. Sie haben hier offensichtlich Sonderrechte und werden von den Anwohnern versorgt.
Am nächsten Tag geht es in die Berge. Geplant ist eine Rafting Tour. Wir lassen uns Zeit und genießen die Fahrt durch die Berge. Total faszinierend ist die Fahrt durch die vielen Tunnel, welche einfach nur in Stein gehauen sind.
Der Ausblick auf die Bergseen und die Täler des Flusses Piva sind atemberaubend.
Die letzte Möglichkeit vor unserem Stellplatz und der bosnischen Grenze zu tanken nutzen wir vorsichtshalber noch einmal. Nach einem kurzem Stop in dem Ort Plužine - Einkauf im Supermarkt und Foto von der neuen Kirche -
fahren wir zur Tankstelle. Kurz nach der Abfahrt von der Tankstelle Blaulicht hinter uns. Da wir uns keiner Schuld bewusst sind lassen wir den Polizisten vorbei-aber er meint tatsächlich uns. Mit Händen, Füssen und Strichmännchen erklärt er uns, dass wir angeblich eine Sperrlinie überfahren haben. Außerdem er uns beim Fahren ohne Schuhe, welches er mit einem „OH, oh““ quittierte. Diese beiden „schlimmen“ Vergehen, animierten ihn dazu in seinem Bußgeldkatolog von mind. 4 A4 Seiten nach zuschauen . Überfahren einer Sperrlinie 80€ und fahren ohne Schuhe 60€. Rainer war völlig fassungslos und muss so mitleidserregend geschaut haben, dass er einen Pluspunkt für Anschnallen und deutsche Staatsbürgerschaft bekommen hat. Die Strafe belief sich dann auf „nur“ noch auf 34€.
Fazit: Man sollte sich an die Regeln halten😊
Auf der Strecke zum Rafting gibt es eine Bergquelle, welche als Trinkwasser ausgeschildert ist.
Wir nutzen das gleich, um unsere Trinkwasservorräte aufzufüllen.
Da wir eine Tour bei Tri Kanjuna-Rafting gebucht haben, können wir kostenfrei übernachten. Wir sind die einzigen.
Im Restaurant bekommen wir ein Abendessen, dass wir nicht bestellt haben und Tee. Ein landestypisches Gericht, gefüllte Paprikaschoten, welche mich(Marion) total an meine Oma erinnert haben, die sehr viele Gerichte aus der Balkanregion gekocht hat.
Am nächsten Tag soll es 9.30 Uhr ein Frühstück geben ( alles in der Tour enthalten).
Pünktlich, wie wir Deutschen nun mal sind, sind wir eine ¼ h vorher da, aber vor 11 Uhr passiert erst mal nichts. Wir sind darüber nicht sehr böse, denn es ist hier in den Bergen zu dieser Zeit doch schon recht frisch. Wir nutzen die Zeit und schauen uns um und stellen Fragen.
Gegen 12 Uhr ging es dann endlich los.
Wir bekommen Neoprenanzüge, Schuhe und Helm
und fahren auf einer doch recht abenteuerlichen Straße zum Startpunkt. Dort gibt es erst einmal Anweisungen in Englisch.
Wir werden den Fluss Tara hinunterfahren, welcher einer der Grenzflüsse zwischen Bosnien und Montenegro ist.
Eine absolut lohnenswerte Geschichte, wir hatten Mega viel Spaß. Nach der Tour gab es noch ein Essen und den ganzen Trip für gerade mal 55,-€ pro Person.
Wir fahren ziemlich spät weiter und suchen uns für die nächste Nacht kurz vor der Hauptstadt Podgorica einen freien Übernachtungsplatz. Wir wollen uns am nächsten Tag kurz die Hauptstadt ansehen, entscheiden uns aber dagegen, da der Reiseführer es als nicht sehenswert beschreibt. Bei der Durchreise bestätigt sich das auch.
Wir frühstücken am Fluss Zeta in der Stadt Spuž.
und Rainer nimmt noch ein Bad bei ca.14 C
und weiter geht’s.
Sehr enttäuschend ist der Randbezirk der Hauptstadt, der Müll begleitet uns km lang. Wir haben hier bewusst auf Fotos verzichtet.
Wir finden dann doch noch eine schöne Stelle nahe des Ortes Dinoša (Диноша),
wo wir uns im Fluss Cijevna abkühlen können. Abkühlen ist jedoch nicht das richtige Wort 😂😂:
Endlich, in einer kleinen Bäckerei, bekommen wir den traditionellen Burek. Gibt´s in verschiedenen Füllungen - Fleisch, Spinat, Käse, Kartoffeln. Echt lecker und sehr heiß. Ein "must have".
Nun freuen wir uns auf unser nächstes Ziel: Albanien
(Weiter im nächsten Beitrag)
Ein paar Eckdaten zur bisherigen Reise:
km: von zu Hause bis Grenze Montenegro / Albanien 2.175 km
Maut: 0,00 €
Diesel: ...... Liter, ca. 1,65 € pro Liter - ...... folgt noch.
Übernachtungskosten: