Zwei Eichhörnchen im Wald.
Von der Stadt in die Natur.

Veröffentlicht: 21.05.2022

































Willkommen aus Toronto, Kanada.
Unsere Nacht im Zwischenstopp (der Ort hieß übrigens Liverpool, was wir ziemlich cool fanden) ging so. Es war zwar alles bequem, aber ab 6 Uhr morgens tropfte das Klimaanlagenwasser auf den metallenen Fenstervorsprung. Das war wirklich toll. Nicht.
Dieses Mal gab es Frühstück im Hotel und das war erstaunlich reichhaltig und lecker. Damit war eigentlich alles wieder gut 😁
Und so ging unser nächstes Ziel über die kanadische Grenze. Mittlerweile hatten wir auch ne 90er Playliste und die Fahrt wurde zwischendurch zu einem Karaokeauto. So verging die Zeit aber ganz schnell, als wir schon am Niagara River angekommen sind.
Wir hatten tatsächlich etwas Bammel, dass wir irgendwelche Dokumente vergessen haben oder sie uns aus irgendeinem anderen Grund nicht reinlassen. Als der Typ an der Grenze dann auch noch aussah, als wäre er sehr grummlig aufgestanden, wurden wir auch nervös. Aber pillepalle, nicht mal einen Eintrag in den Pass haben wir bekommen. Wir hätten auch 10kg Gras aus New York mitführen können, wäre wumpe gewesen. 1 Stunde Fahrt war es nur noch bis nach Toronto. Und um auf das grummelig nochmal zurück zu kommen: Marie musste stark Pipi und als das mit dem Parkticketautomaten nicht so klappte, wie sie wollte, muffelten wir uns einfach die ganze Zeit an 😃 Aber nach der Toilette hatten wir uns auch wieder lieb. Das sind die wichtigen Dinge bei so einem langen Trip 🥰
Der Tag war ja noch nicht rum und auf der Agenda standen die typischen Sightseeingattraktionen von Toronto. Zuerst liefen wir über den Kensington Market. Eigentlich ist das gar kein Markt, sondern ein Stadtviertel voller Hipsterläden und der Künstlerszene.
Next Stop: Graffiti Alley. Eine kleine Nebenstraße mit Kunstwerken an der Wand. Als kleine Zwischeninfo: wir finden, dass es hier unheimlich viele Obdachlose gibt. Das war in New York auch schon. Graffiti Alley war prädestiniert für Obdachlosenzeltlager. Trotzdem - mit Fokus auf die Malereien - schön gemacht!
Auf dem Weg dahin ist uns eine riesige lange Schlange von Mädels (und vereinzelt Jungs oder Väter) aufgefallen. Wir haben dann einfach mal gefragt und es ist ein Pop-Up Store von Harry Styles. Aber er ist nicht mal vor Ort, sondern es werden da halt limitierte Shirts und Platten verkauft. Toronto muss echt auf Harry Styles stehen. Wir nicht so.
Benny hat auf der Straßenseite dann Döner entdeckt. Den mussten wir einfach probieren. Fazit: lecker, aber ausbaufähig. Nix mit selber aussuchen, was drauf kommt. Aber er kommt dem deutschen schon sehr nahe. Marie hatte Döner mit Nachos.
Nächster Halt: Nathan Philips Square. Da steht das berühmte 3D Zeichen von Toronto. Ja: typisch Touris halt. Auf dem Weg dahin, kam noch ein kleines Museum und ein Gerichtsgebäude zum Vorschein, sah einfach schön aus.
NEIN, Marie hat Benny nicht aufgegessen. Wir mussten ja noch weiter und alleine macht das wirklich keinen Spaß. Das Flatiron für Arme wartete doch schon auf uns. Es hatte schon irgendwie einen gewissen Charme.
Nur noch eine Sache am Abend, dann ist der erste Tag in Toronto auch rum: der CN Tower. War übrigens lange Zeit das höchste Gebäude der Welt und wurde dann vom Burj Khalifa abgelöst. Da jeder jetzt den CN Tower sehen will, hier erstmal ein schöner Brunnen auf dem Weg dorthin. Am Bahnhof sind wir dann auch noch an einem Hotel vorbei, welches enorm Eindruck machte. Wir haben nachgelesen: wenn die Queen nach Toronto kommt wird eine ganze Etage für sie und ihre Angestellten geblockt. Eine Nacht kostet so viel wie unser gesamter Aufenthalt in Toronto 😅. Und auch das alte Rathaus war noch zu sehen.
Auf unserem Weg kreuzten wir ganz viele Leute mit blauen Trikots. Wir wollten eigentlich unbedingt ein Eishockeyspiel in Kanada sehen, aber wir haben keins gefunden. Aber am Ende stellte es sich heraus, die sind zum Baseball gelaufen ins Rogers Stadium. Das lag genau neben dem CN Tower und wir haben es auch nur raus gekriegt, weil man von oben das Spiel beobachten konnte 😃. Leider war die Außenplattform mit dem Glasboden wegen Renovierung geschlossen. Aber die Aussicht war trotzdem atemberaubend. Wir haben unseren morgigen Tag durchgesprochen und langsam die Sonne untergehen sehen.
Rückweg stand an. Wir hätten einfach mit U-Bahn fahren sollen, aber wir sind unserer Linie einfach treu geblieben... 45 Minuten die Jarvis Street entlang und dann waren wir im Zauberbett. Übrigens hat unser Hotelzimmer kein richtiges Fenster. Also der Ausblick ist nach links und rechts auf Wand. Vorteil: es ist wirklich dunkel, auch noch morgens. Nachteil: es ist so dunkel morgens, man könnte auch liegen bleiben. Jetzt am Wochenende gönnen wir uns mal wieder etwas Natur. Raus aus der Großstadt und endlich wieder Wandern 😁.
Bleibt gesund! Wir denken an euch.
B ❤️ M
PS: Hier nochmal der Brunnen bei Nacht und ein schön beleuchteter Markt.
