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Tag 25: Hells Canyon und Hope

Veröffentlicht: 28.07.2022

Nach dem Frühstück brechen wir gegen 9 Uhr auf und unsere erster Halt ist Hope Slide. Hier ist im Januar 1965 durch ein Erdbeben ein Teil des Berges abgebrochen und 2000 Meter tief ins Tal gerutscht. Der vorhandene See und die Straße sind dadurch verschwunden. 70 Meter höher ist nun die neue Straße angelegt. 4 Personen sind aufgrund der entstehenden Matschlawine ums Leben gekommen.
Dann 60 Kilometer nördlich befindet sich das Hells Gate im Fraser Canyon. Die Schlucht gehört zu den eindrucksvollsten in Westkanadas. Der reißende und meist wasserreiche Fraser River zwängt sich hier streckenweise durch enge, fast senkrechte Felswände. Wir erreichen das Hells Gate und wollen ursprünglich die 157 Meter in den Canyon wandern und dann die Brücke überqueren. Leider ist die Brücke geschlossen und so nutzen wir die Seilbahn. Durch die Schlucht fließen hier 900 Millionen Liter Wasser pro Minute durch die 180 m tief eingekerbte und 36 m breite Felsschlucht. Der Fluss selbst ist hier 40 Meter tief. Nach wenigen Minuten erreichen wir mit der Seilbahn die andere Seite des Canyons, welche 157 Meter tief ist. Hier gibt es ein kleines Museum, Restaurant und Souvenirsshop. Wir betreten zuerst die Brücke die über den Fluss und sehen die vielen Lachse, die hier aufwärtsschwimmen, um weiter nördlich zu laichen. Dieses Jahr ist ein Lachsjahr so kommen hier täglich über 3000 Lachse vorbei, erzähltder Guide. Dann besuchen wir das Museum und erfahren die Geschichte des Canyons sowie die der Lachse. Nach 2 Stunden treten wir den Rückweg an und müssen die 40 Kilometer zurückfahren. In Hope halten wir erneut. Dort wurde 1981 der Film "Rambo I" gedreht. René ist begeistert und wir laufen die Drehorte ab. An jeder Straßenecke stehen große geschnitze Holzfiguren in der kleinen Stadt. Das ist sehr beeindruckend. Es ist warm und wir beenden die Tour. Dann wollen wir noch zur Brücke, wo Rambo verbannt werden sollte. Leider wurde diese 2011 abgerissen. Nun müssen wir noch 60 Minuten zum Saquatch Provincial Park kommen. Wir sind direkt am See und freuen uns auf eine Erfrischung, aber leider ist nicht jeder See zum Baden geeignet. Der Wasserstand ist zu niedrig, sodass es zu matschig ist und man im Schlamm versinkt. Die kurzen Versuche enden mit unzähligen Mückenstichen. Also brechen wir die Aktion ab und fangen an unsere Sachen zu packen. Es dauert eine Weile bis alle Koffer packt sind. Nach dem Abendessen gibt es noch Stockbrot und Marschmellows. Die Mücken sind so aggressiv, dass auch die vielen Schutzmittel gegen sie nicht viel bringen. Wir sind erschöpft und gehen gegen 22 Uhr ins Bett. Dann klopft es an unsere Tür. René steht unter der Dusche und ich versuche durch das Fenster mit dem Mann zu kommunizieren. Er meint, wir dürfen nicht, ohne das Feuer komplett zu löschen, ins Bett zu gehen, da die Waldbrandgefahr zu hoch ist. Er löscht für uns das Feuer und mein Mann meckert vor sich hin. 
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