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Woche 64 - Gletscher hautnah!

Veröffentlicht: 25.07.2026

Attraktion
Prinz William Fjord
Valdez, USA
Attraktion
Columbia Gletscher
Alaska, USA
Attraktion
Wrangell-St.-Elias-Nationalpark
Alaska, USA
Attraktion
Root Gletscher
Wrangell-St.-Elias-Nationalpark, USA
Attraktion
Kennecott
Alaska, USA
Attraktion
Matanuska Gletscher
Alaska, USA
Essen
typisches amerikanisches Diner
$ · Frühstück
Attraktion
Portage Pass
Alaska, USA
Attraktion
Portage See
Alaska, USA
Attraktion
Portage Gletscher
Alaska, USA
Attraktion
Whittier Tunnel
Whittier, USA
Attraktion
Exit Gletscher
Seward, USA

Das Wetter meinte es in Valdez leider weniger gut mit uns und so regnete es fast durchgängig. Ausblicke auf die umliegenden Berge blieben uns dadurch gänzlich verwehrt.

Wir ließen uns die Stimmung trotzdem nicht vermiesen und machten das Beste aus der Situation. Es ging auf eine Wildlife und Gletscher Cruise im Prinz William Fjord. Auch im grauen Regenwetter konnten wir 3 verschiedene Walarten (Finnwale, Buckelwale und Schweinswale) entdecken.

Absolutes Highlight war ein Buckelwal der uns eine richtige Show bot. Über mehrere Minuten sprang er immer wieder aus dem Wasser und zeigte sich uns mit einem Platscher nach dem anderen.

Die Fahrt führte uns zum Columbia Gletscher, einen der größten in Alaska und der größte Gletscher dessen Zunge direkt im Meer endet. Leider macht sich auch hier der Rückgang des Gletschers deutlich bemerkbar. Für uns war besonders eindrucksvoll wie viele Eisbrocken und kleine Eisberge auf dem Wasser herumtrieben. Der Kapitän führte uns sicher an diesen vorbei bis zu einer der Zungen des Gletschers.

Auf dem Rückweg sahen wir nochmal Seelöwen, Otter und verschiedene Vogelarten.

Insgesamt ein wirklich spannender Ausflug, trotz des wirklich schlechten Wetters.

Am Montag zog es uns also weiter und kaum ließen wir den Thompson Pass und die Berge um Valdez hinter uns klarte auch das Wetter endlich auf.

Auf unserer Fahrt in den Wrangell - St.Elias Nationalpark hatten wir endlich wieder Sonne und blauer Himmel. Das sorgte für wunderschöne Blicke auf die schneebedeckten Berggipfel des Parks.

Der Nationalpark ist der größte der USA und beinhaltet 9 der 16 höchsten Berge der USA. Zu erreichen ist er über eine 60 Mile lange Schotterstraße.

Im Nationalpark wartete der Root Gletscher auf uns. Hier hatten wir eine geführte Tour gebucht, bei der wir auf dem Gletscher wandern konnten.

Die Wanderung mit unserer Gruppe startete in Kennecott, einer alten Kupferminen Stadt. Viele der Gebäude wurden erhalten und so fühlt es sich ein bisschen an wie auf Zeitreise, als wir die ersten Meter laufen. Wir sind allerdings nicht für die Minenanlagen hier, die man auch mit einer Tour besichtigen könnte, sondern für den Gletscher.

Da es in den letzten Tagen ein kleines Erdbeben und starke Regenfälle gegeben hat, musste der eigentliche Weg wegen Erdrutschgefahr geschlossen werden. Zum Glück gab es aber direkt eine Alternativroute die der Parkservice und unsere Guides in kürzester Zeit abgesteckt hatten.

Als wir endlich am Gletscher waren zogen wir die Spikes über die Schuhe und liefen auf dem Eis. Die Tour war ein absolutes Highlight unserer gesamten Reise bisher. Über mehrere Stunden konnten wir den Gletscher erkunden. Es gab so viel zu sehen, viel mehr als man am Anfang denkt. Wir konnten verschiedene Gletscherspalten sehen, kleine Pools mit super klarem und blauem Wasser und sogar eine Eisbrücke.

Besonders am Root Gletscher ist außerdem, dass er den größten Eisfall der Welt hat. Das heißt, dass der Gletscher fast senkrecht den Berghang hinabstürzt und das über etliche Meter. Der Eisfall liegt aber zu weit entfernt, um bis dorthin zu laufen, aber wir hatten immer wieder Blicke auf ihn während der Wanderung.

So nah waren wir bisher weder in Neuseeland, noch in Kanada einem Gletscher gekommen und wir werden uns noch lange an den Tag erinnern. Die Gruppe war zudem super und einer sprang sogar in einen Gletscherpool - und hat es nur vom zuschauen gefroren! Wir haben außerdem Knochen eines Murmeltiers gefunden, sodass sogar Wildlife in der Tour enthalten war ;-)

Es ging für uns am nächsten Tag wieder weiter und das bedeutete auch wieder zurück über die lange Schotterstraße. Durch den Regen in der Nacht war diese mit einigen Pfützen versehen und die Fahrt konnte man anschließend unserem Camper eindeutig ansehen.

Es ging für uns weiter Richtung Anchorage, eine der größten Städte in Alaska. Unterwegs stoppten wir noch am Matanuska Gletscher. Dieser ging bis vor ca.12 Jahren noch direkt bis an den Highway und galt daher als best zugänglichster Gletscher Alaskas. Jetzt sieht man ihn immer noch gut während der Fahrt, der Zugang geht aber nur mit einer Tour.

Wir erreichten am Donnerstag Anchorage und belohnten uns mit einem Frühstück in einem typischen amerikanischen Diner. Es war fast genauso wie man es aus Filmen kennt. Wir ließen es uns schmecken und mehrmals Kaffee nachschenken und nutzen die Zeit für die Planung der nächsten Tage.

Anschließend gingen wir noch in die Innenstadt von Anchorage, die uns aber genauso wenig überzeugt hat, wie kanadische Innenstädte.

Umso mehr überzeugte uns dafür die Wanderung auf dem Portage Pass am nächsten Tag. Die Wanderung führt über den gleichnamigen Pass bis zum Portage See und dem Portage Gletscher. Wir hatten bestes Wanderwetter und perfekte Blicke auf die Landschaft und den Gletscher.

Außerdem besonders war, dass man für die Wanderung nach Whittier fahren muss und zwar durch einen Tunnel. Dieser ist nur einspurig befahrbar und kostet Maut. Bevor man durch den Tunnel fahren kann, muss man ähnlich wie bei einer Fähre in einer Linie warten. Auf dem Hinweg ging das noch ganz zügig, aber auf dem Rückweg standen wir über eine halbe Stunde in der Schlange. Dies lag auch daran, dass der Tunnel auch von einem Zug befahren wird und wir warten mussten, bis dieser durch war.

Wir fuhren noch weiter Richtung Seward und hatten einen super Stellplatz am Fluss für die Nacht.

Am nächsten Morgen stand eine der bisher anstrengendsten Wanderungen für uns in Alaska an. Wir wanderten am Exit Gletscher bis zum Harding Icefield.

Die Wanderung war richtig schön und die Ausblicke immer wieder spektakulär. Die über 1.000 Höhenmeter schafften wir so doch besser als erwartet. Auf dem Weg nach oben sahen wir zuerst eine Bärenmama mit Kind am Berghang. (Nur mit dem Fernglas gut zu erkennen) Weiter oben entdeckten wir noch einen Schwarzbären, den wir einige Minuten beobachten konnten.

Am Endpunkt der Wanderung hatten wir schließlich einen Ausblick über das Harding Icefield. Zu diesem gehören insgesamt 32 Gletscher und nur wenige Berggipfel schaffen es aus der Eisdecke empor zu ragen.

Wir werden heute Nacht nochmal am Stellplatz der letzten Nacht übernachten und das Wetter und die Umgebung genießen.

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Wetter
Sommer
Begleitung
Zu zweit (2)
AbenteuerlichAbseits der Pfade
  • Wildlife- und Gletscher-Cruise im Prinz William Fjord
  • Buckelwal-Show mit Sprüngen aus dem Wasser
  • Geführte Wanderung auf dem Root Gletscher
  • Blick auf das Harding Icefield
  • Wanderung am Portage Pass und durch den Tunnel nach Whittier
Spikes für die GletscherwanderungFernglas
NaturTierweltAbenteuerRoadtripTransit
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