Elfter Tag
Wir wachten in den Bergen auf und schwammen im See. Wir fuhren durch Durmitor und besuchten das Kloster Ostrog. Den Tag beendeten wir in Podgorica.

Veröffentlicht: 11.07.2025
In den frühen Morgenstunden werden wir von einem unangenehmen Wind im Zelt geweckt. Wir stehen auf und schließen die offene Tür. Sie weht hin und her, in diesem Moment kommen zwei wilde Hunde angerannt und tragen ihre Streitigkeiten auf sehr aggressive Weise vor unserem Zelt aus. Zum Glück rennen sie gleich wieder weg und wir, die Verdammten, schlafen wieder ein.
Nach dem Aufwachen verbringen wir einen ruhigen Morgen und fahren an die montenegrinische Küste. Unser erster Halt ist eine Insel mit dem malerischen Dorf Sveti Stefan. Doch der Schein trügt: Das Dorf ist ein einziger großer Luxushotelkomplex, zu dem Zivilisten der Zutritt verboten ist. Wir genießen zumindest die schöne Aussicht und fahren weiter. Budva taucht vor uns auf, wir bewundern die engen Gassen der Altstadt und entspannen anschließend knapp eine Stunde am Strand voller Menschen und angeschwemmter Algen. Eine kurze Fahrt bringt uns nach Kotor, einer weiteren der vielen historischen Städte an der Adriaküste. Das gleiche Szenario wiederholt sich: eine historische Stadt, ein Strandbesuch und ein Eis.
Der letzte Punkt auf der heutigen Tagesordnung ist die Stadt Tivat, wo wir nach einem geeigneten Ort zum Abendessen suchen und es schließlich ein Hamburger in einem landestypischen Brot ähnlich dem Pita ist.
Nach einem herzhaften Abendessen machen wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft für die Nacht. Wir finden sie an einem einsamen Strand, von wo aus wir einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten. Da die Dämmerung schnell einsetzt, bauen wir unser Zelt auf. Trotz des starken Windes vom Meer müssen wir es mit Steinen beschweren, damit es nicht weggeweht wird. Wir liegen eingehüllt in unseren Schlafsäcken, denn jeden Moment könnte uns eine Sandwehe bedecken.
