BLOG 23: Umgebung von Granada 1. Teil / Laguna de Apoyo & Volcàn Masaya
Heute stehen zwei Ziele westlich von Granada auf dem Programm: zunächst geht es zum Kratersee „Laguna de Apoyo“. Vom Aussichtspunkt „Mirador de Catarina“ hat man einen schö


Veröffentlicht: 18.03.2026


























































Heute geht’s zunächst mit dem Auto auf etwa die halbe Höhe des Volcán Mombacho. Den oberen Teil mit sehr steilen, einspurigem Weg muss man in einem Toyota Pick Up der Parkverwaltung zurücklegen, wir haben das Glück, dass wir im Auto sitzen können und nicht auf die Ladefläche turnen müssen.
Der Mombacho ist 1.345 m hoch und ein aktiver Schichtvulkan, der aber seit 1570 nicht mehr ausgebrochen ist. Rauchende Fumarolen an einigen Stellen zeigen aber, dass unterhalb durchaus noch vulkanische Aktivitäten im Gange sind. In früheren Eruptionen, die durch geologische Untersuchungen nachgewiesen wurden, sind die seitlichen Hänge des Vulkans mindestens zweimal kollabiert, dabei entstanden unter andrem im Nordosten die Inselchen „Las Isletas“ im Nicaraguasee, die wir später auch noch besuchen werden.
Wir nehmen den Rundwanderweg „Sendero El Crater“ – eben rund um selbigen. Ist ganz nett zum Gehen – vom Krater selbst sieht man nicht allzuviel, da er ziemlich verwachsen ist. Der Weg führt meist durch recht dichten Nebelwald mit interessanter Vegetation, Tiere bekommen wir keine zu Gesicht, aber allerhand interessante Flora. Nicaragua hat zwar keinen „Grand Canyon“ aber dafür hier den „Pequeño Cañón“- den Kleinen Canyon, den wir auch durchqueren.
Auf der Ostseite gibt es Aussichtspunkte, man hat einen schönen Blick auf den Kratersee „Lago de Apoyo“, die Stadt Granada und den Nicaraguasee mit den Inselchen.
Die steile Abfahrt mit sehr rasanten Fahrer überstehen wir auch gut, sind aber froh, wie wir wieder ins „unseren“ Toyota mit Alan als ruhigem Fahrer umsteigen können.
Der zweite Programmpunkt des Tages ist eine nachmittägliche Bootsfahrt am Nicaraguasee zu den „Isletas de Granada“. Wir tuckern gemütlich zwischen den vielen verschiedenen Inseln hindurch, viele davon sind bewohnt, und auch ein paar eher protzige Villen verstecken sich hinter den Bäumen. Eine – seit einigen Jahren im Bau befindliche – gehört einem US-amerikanischen Finanzmagnaten und eine andere der Eigentümerfamilie der Flor de Canja – Rum Gesellschaft.
Wir sehen viele Vögel, besonders interessant ist die Kolonie von Hängenestern des Montezuma-Stirnvogels, einer Vogelart aus der Familie der Stärlinge, die nur in Mittelamerika beheimatet ist.
Der Montezuma-Stirnvogel ist ein beeindruckend großer Singvogel, wobei es einen deutlichen Größenunterschied zwischen den Geschlechtern gibt: Die Männchen erreichen eine Körperlänge bis 50 cm und wiegen rund 520 Gramm, während die Weibchen wesentlich kleiner mit einer Länge von bis ca. 40 cm und einem Gewicht von etwa 230 Gramm.
Die kunstvollen, nur von den Weibchen aus flexiblen Pflanzenfasern, schmalen Rindenstreifen, Gräsern und Ranken gebauten beutelförmigen Webnester hängen frei schwingend von den äußeren Ästen hoher Bäume herunter.
Ein einzelnes Nest ist in der Regel zwischen 60 und 180 Zentimetern lang und an einem einzigen Baum können sich 30 bis über 100 Nester befinden.
Durch das Aufhängen an dünnen, äußeren Zweigen sind die Eier und Küken vor schweren Fressfeinden wie Affen oder Schlangen geschützt, da die Äste deren Gewicht an diesen Stellen nicht tragen können.
Wir sehen und hören auch wieder Brüllaffen, die ihrem Namen alle Ehre machen, sie schaffen bis über 100 dB Lautstärke und die teilweise furchterregenden Rufe sind über Kilometer zu hören.
Heute ist unser letzter Tag in Nicaragua, und so spazieren wir am Abend nochmal in das Zentrum von Granada und haben ein gutes Abendessen im schönen, romantischen Innenhof des Restaurants „Gaia Forest Bistro“ und lassen unsere Tage in Nicaragua nochmal Revue passieren.
Nicaragua hat uns insgesamt sehr gut gefallen und wir sind froh, dass wir dieses Land auf Anraten von Martin, unserer Reisbüroexperten von Idealtours, noch angeschlossen haben., war ursprünglich nicht eingeplant. Nicaragua ist weniger touristisch als Costa Rica, man muss halt manchmal ein bisschen tolerant sein, aber die Leute sind sehr freundlich, das Leben ist bunt und wir haben uns immer sicher gefühlt. Natürlich war es sehr gut, dass wir fast immer unseren Guide Huascar bei uns hatten und dass das lokale Reisebüro „Enjoy Nicaragua“ alles sehr gut organisiert hat. Eindeutig eine Empfehlung, Nicaragua zu besuchen !
