Nara - 10.den
Von Kyoto nahmen wir den Zug nach Nara. Die Fahrt war nicht lang, sie dauerte weniger als eine Stunde. Nara ist eine kleinere Stadt, früher auch eine Königsstadt. Heute ist Nara...

Veröffentlicht: 06.03.2025




























Mit einem Wort: Woooooooooooooooooooooow. Von Kyoto aus in 20 Minuten und plötzlich sind wir in einer völlig anderen Welt. Eine Welt, in der die Gebäude wieder in den Himmel ragen und die Zahl der Menschen pro Quadratmeter exponentiell zunimmt. Über Osaka habe ich gelesen, dass es die zweitgrößte Stadt Japans ist und sich im Gegensatz zu Tokio durch eine entspanntere Atmosphäre auszeichnet. Wie Tokio ist sie eine Hafenstadt und unglaublich groß. Eine Straße, die niemals endet. Immer mehr kleinere Straßen schließen sich an und das Ganze bildet ein dichtes Labyrinth.
Wir starteten am Schloss. Osaka hat eine Burg, die von massiven Befestigungsanlagen umgeben ist. Wir haben alles erlebt, aber im Licht der Neonlichter und riesigen Türme wirken die historischen Monumente irgendwie kleiner. Zum Mittag gab es Okonomiyaki – einen japanischen Pfannkuchen, der nach traditioneller Art mit Eiern und Gemüse zubereitet und auf einer Eisenplatte serviert wird, die genau in der Mitte des Tisches steht und heiß ist, sodass der Pfannkuchen noch mehr gegart wird. Jeder bekam einen kleinen Spatel, schnitt sich ein Stück ab und aß es anschließend mit Stäbchen.
Unsere nächsten Schritte führten dann zum Aussichtspunkt Abeno Harukas. Wir fuhren mit dem Aufzug in die 60. Etage, 300 Meter über dem Erdboden. Es ist rundum verglast und ermöglicht eine 360-Grad-Aussicht in alle Richtungen. Es war wunderschön! Während unserer Zeit dort änderte sich das Wetter ungefähr tausendmal – von sonnig zu plötzlich dichtem Nebel, bis hin zum Sonnenuntergang über dem Meer, als die hereinbrechende Nacht begann, in ganz Osaka die Lichter einzuschalten! Wir sind rund um den Aussichtspunkt gelaufen (er war ca. 100 m lang) und dieser war beheizt und isoliert, so dass es angenehm warm war. Wir gingen ständig hin und her und kamen nicht aus dem Grübeln heraus.
Dann machten wir uns auf in die nächtliche Stadt. Wir gingen mit der Menge zur Hauptstraße und zum Platz. Kopf hoch und staunen Sie. Boote fahren auf den Kanälen, Musik spielt, auf den Straßen wird Essen verkauft ... Hier ist viel los!