Von Pausen und Wasserfällen
Im House on the Hill lassen wir es uns so richtig gut gehen und genießen die herrliche Ruhe & Natur. Bis auf einen entfernten Wasserfall ist absolut nichts zu hören- Erholung...

Veröffentlicht: 23.09.2026





































Batumi - endlich kommen wir wieder einmal in die Zivilisation. Eine sehr sehr freundliche Dame empfängt uns in sehr gutem Deutsch in ihrem House at the Sea. Sie hat das auf der Uni gelernt meinte sie und erklärt uns alles. Auch gut, einmal nicht mit Händen, Füßen und Google Translate reden zu müssen.
Das House at the Sea ist wirklich hervorragend gelegen, man sieht von der schönen Terrasse direkt bis Batumi und natürlich hat man auch das Meer vor der Nase. Nur zwischen Nase und Meer befindet sich halt leider auch der Zug und eine stark befahrene Straße. Zum Schlafen egal, drinnen ist es relativ leise, aber an ein Entspannen auf der Terrasse ist nicht zu denken. Nebenan hämmert einer auf der Baustelle mit einem Presslufthammer, aber selbst den hören wir fast nicht heraus, so laut ist es hier. D.h. wir machen uns schick und ab in die Stadt!!! 4 verschiedene Linien fahren direkt vor der Haustür zum sensationellen Preis von 0,70 Lari pro Fahrt, also ca 33 Cent. Da können sich die österreichischen Öffis einmal ein Beispiel nehmen!
Wir streifen durch die Altstadt und uns fallen gleich mehrere, echt tolle Gebäude auf.
Nach ein wenig shoppen wollen wir hoch hinaus und lassen uns von Google Maps zur 360 Skybar leiten. Nirgendwo ein Schild. Gut, das kennen wir vom wandern. Also stiefeln wir in diesem noblen Sharaton Hotel herum und finden sogar den Lift, der aber ohne Hotelkarte nicht aufgeht.
Letztendlich hilft nur fragen an der Rezeption: Tatsächlich waren wir beim richtigen Lift, man muss nur die magische Zahl „20“ für den 20.Stock eingeben, dann öffnet sich der Lift auch ohne Karte. Ist doch logisch. Diese Georgier…!
Endlich in der Rooftopbar angekommen werden wir allerdings wirklich mit einem traumhaften Blick über ganz Batumi belohnt und genießen obendrein ein Hammer Sushi. Es gibt sogar einen guten Weißwein und - hurra - er ist nicht vom Hoteleigentümer selbstgemacht und schmeckt wirklich ausgezeichnet gut, sodass wir sogar jeweils 2 Gläschen trinken.
Wir genießen relativ lang die tolle Atmosphäre und Aussicht, vor allem da wir die ganze Außenterrasse für uns alleine haben. Ist ja auch kein Wunder - findet ja niemand hin!
Mit vollem Magen und vom Wein schon leicht angetrunken wollen wir nun in einem der berühmten Casinos von Batumi unser Glück versuchen. Wir entscheiden uns für das Casino International im Hilton und nach kurzer Passkontrolle bekommen wir auch schon unsere persönliche Casinokarte.
Motiviert setze ich mich an einen der Automaten, schiebe 20 Lari in den Schlitz und schon kann ich losspielen. Ich checke zunächst nicht dass man den Minimaleinsat etwas nach unten stellen kann, daher drücke ich nach erfolgter Spielauswahl (immer noch motiviert) 5x auf den Playbutton. Ergebis: Geld weg, Spielspass = Null, Motivation: auch weg.
Getränke sind gratis also bestelle ich zunächst einmal 2 Mojitos für mich und Tini.
Sie schiebt ebenfalls 20 Lari in irgendeinen der insgesamt eigentlich alle gleichen Automaten, wählt wieder ein Spiel (die bis auf ausgetauschte Grafiken auch alle komplett gleich sind), stellt den Einsatz hinunter und kann damit sogar 20x drücken. Woww, der Spielspaß steigt ins unermessliche. Immerhin gewinnt sie sogar 20 Lari und wir lassen uns die 40 also einmal fett auf ihre Karte auszahlen.
Eigentlich wollen wir Roulette spielen, aber wir trauen uns nicht. Georgier sehen ja so schon nicht sehr vertrauenserweckend aus, obwohl wir ja inzwischen wissen, wie nett diese Typen eigentlich sind - aber diese Kandidaten hier am Roulettetisch könnten direkt auch einem Gangsterhollywoodfilm entkommen sein. Nein, mit denen wollen wir nichts zu tun haben. Also bestellen wir noch 2 Bier und latschen zwischen den Automaten herum und schauen den Leuten beim Verlieren zu, und wie sie gelangweilt auf diesen Playbutton drücken.
Ich gehe an die Bar und bestelle 2 Mai Tais, aber das war dann wohl zu dick aufgetragen. Er checkt meine Karte und sieht das ich erst stolze 20 Lari verspielt habe und verweigert mir seltsamerweise die Mai Tais. Gratis Drinks sind also doch nicht gratis - war ja auch irgendwie klar!
Tini verspielt noch innerhalb ein paar langweiligen Sekunden ihre 40 Lari und wir verlassen den Laden fluchtartig! Sollen doch andere dem Hilton das nächste 120. Stockwerk finanzieren - uns ist hier einfach schade ums Geld.
Wir flanieren gut gelaunt und schon ziemlivh betrunken die Promenade entlang und bestaunen die schön beleuchtete Stadt.
Bevor wir in ein Bolt steigen, dass uns um sensationelle 8 Lari (+5 Lari Trinkgeld) nach Hause bringt, kommen wir noch bei Ali und Nino vorbei, dem berühmten Liebespaar von Batumi. Sie sind auf beweglichen Plattformen montiert und mit etwas Geduld küssen sie sich dann. Ein durchaus romantischer Abschluss für einen leicht romantischen und vor allem feuchtfröhlichen Abend.