Vulkan Arenal/La Fortuna
Wir verlassen die Pedacito de Cielo Lodge pünktlich um 08:00 Uhr. Das Gepäck ist bereits im Bus verstaut. Für unsere Reise nach La Fortuna de San Carlos benötigen wir unge


Veröffentlicht: 25.03.2026











Heute geht es für uns bereits um 05:50 Uhr los, denn wir machen eine Tour, um Faultiere in der freien Natur beobachten zu können. Wir fahren ein kleines Stück mit unserem Bus und erreichen unser Ziel. Hier wechseln wir in einen kleineren Bus und lernen unseren zugehörigen Guide und unseren Fahrer kennen. Wir befinden uns in unmittelbarer Umgebung von La Fortuna. Dann fahren wir verschiedene Waldstücke ab. Im Bus erhalten wir erste Informationen über die Tiere. Gemeinsam suchen wir die Tiere in den zugehörigen Bäumen. Wir erhalten auch Ferngläser. Immer wieder steigen wir aus und bewegen uns durch den Wald. Der Guide hat ebenfalls ein spezielles Fernglas dabei, welches mit einem Stativ verbunden ist und somit gut auf dem Boden stehen kann. Wir haben viel Glück, denn tatsächlich entdecken wir sehr bald schon die ersten Faultiere. Die meisten von ihnen sind aber sehr ruhig und gemächlich. Als hätten sie das Geheimnis des Lebens entschlüsselt. Wir sehen Weibchen, Männchen und auch ein Faultier-Baby. Wir entdecken auch wieder wunderschöne Tucane. Neben Walen und Faultieren, meine neuen Lieblingstiere. Die Tour beinhaltet ein gemeinsames Frühstück, was sehr schön ist. Hierfür fahren wir in eine kleine Lodge. Es gibt neben frischem Kaffee und Saft, Reis mit Bohnen, Toast, Eier oder Pancakes. Es schmeckt sehr lecker und es ist unglaublich schön, mit so netten Menschen zusammen sein zu können.
Ungefähr gegen halb zehn fahren wir dann mit unserem eigenen Bus weiter. Wir machen heute eine schöne, ursprüngliche Wanderung in der Umgebung von La Tiagra, die uns zum Haus von Jefreys Mutter Franziska führen wird. Auf dem Weg zum Startpunkt erwartet uns noch eine kleine Überraschung, denn wir kommen bereits am Haus vorbei und holen Jefs jüngeren Bruder ab sowie einen kleinen, sehr niedlichen Dackel, der zur Familie gehört. Beide begleiten uns auf der Wanderung. Es geht für uns hoch hinaus und als wir ankommen, haben wir eine tolle Aussicht, trotz dass es eher bewölkt ist. Unterwegs im Regenwald werden wir von einem größeren Schauer überrascht. Da es aber angenehm warm ist, macht der Regen den meisten nichts aus. Einige Gruppenmitglieder sind sehr gut ausgestattet und haben Regenkleidung dabei. Da ich heute Hose und Hemd aus Leinen trage, trocknet alles gut und schnell. Wir passieren Wiesen, auf denen Kühe stehen. Wir wandern an kleinen, sehr abgelegenen Häusern vorbei und bekommen sehr traditionelle Einblicke. Manchmal hört man von weitem schon angenehme Musik. Gegen Ende der Wanderung passieren wir einen Fluss. Hierfür wechseln wir unsere Schuhe. Alle tragen nun entweder Wasserschuhe oder Trekkingsandalen. Es ist herrlich erfrischend durch das Wasser zu gehen und es tut sehr gut, denn wir alle schwitzen und der Hike ist auch recht anstrengend. Die Wanderung hat insgesamt eine Länge von ungefähr 9 km und wir benötigen für diese knapp 3 Stunden. Als wir am Haus von Jefreys Mama ankommen, ist die Begrüßung sehr herzlich. Sie hat bereits frische Säfte und Obst für uns vorbereitet. Wir essen nun die leckere Ananas, die wir vor Kurzem an der Ananasplantage geschenkt bekommen haben. Franziska hat noch 2 weitere Hunde und mehrere Hühner. Gemeinsam stellen wir Empanadas her. Franziska war schon fleißig und hat den Teig aus Maismehl vorbereitet. Dazu gibt es eingelegtes Huhn (Pulled Chicken Style) mit Paprika und leicht scharf mariniert, Käse oder Bohnenpaste. Wir lernen von Franziska, die Teigkugeln mit Hilfe von Bananenblättern zu formen. Anschließend werden die Empanadas über offenem Feuer in heißem Öl ausgebacken. Sie schmecken sehr lecker. Was darf natürlich nicht fehlen? Richtig, frischer Kaffee. Hierfür werden frische Bohnen gemahlen und per Hand aufgegossen. Es duftet herrlich angenehm. Nach dem Essen sitzen wir noch gemeinsam beieinander und Jefrey spielt zwei Lieder auf der Gitarre und Viktor und Franziska stimmen mit in die Lieder ein. Es ist eine ganz besondere Atmosphäre, die mir sehr nahe geht. Ich bin dankbar für diese Eindrücke fernab vom Tourismus. Am Ende machen wir noch ein Gruppenbild. Alle fühlen sich sehr wohl.
Unsere Rückfahrt ins Hotel Eco Lodge beginnt. Dort angekommen, machen sich die meisten erstmal frisch. Es bleibt nicht so viel Zeit und wir brechen wieder auf. Heute teilt sich die Gruppe, denn einige entscheiden sich für eine sehr bekannte und vielversprechende Nachtwanderung im Nebelwald, andere wiederum besuchen die nahegelegenen Thermalquellen, die in unmittelbarer Nähe zum Vulkan Arenal angesiedelt sind. Ein ganz kleiner Teil der Gruppe beschließt für sich, an keiner Aktivität teilzunehmen. Auch das ist immer möglich. Sie gehen in ein Restaurant und haben dort ein gemeinsames Abendessen. Der Eintritt in die Thermalquellen ist nicht ganz günstig, dennoch lohnt sich der Ausflug dorthin. Wir kommen um 18:00 Uhr an und es ist bereits vollständig dunkel. Es gibt verschiedene Becken mit unterschiedlichen Temperaturen und auch Whirlpools. Becken zum Abkühlen sind ebenfalls vorhanden. Die Anlage ist sehr gepflegt und einige von uns kommen ganz schön ins Schwitzen. Zwischendurch gibt es eine Abkühlung, denn wir genießen leckere Cocktails, über Pura Vida, Caipirinha. Alles ist dabei. Gegen kurz vor 21:00 Uhr verlassen wir die Quellen und werden von Viktor eingesammelt. Im Bus sitzen bereits die TeilnehmerInnen der Nachtwanderung. Sie hatten eine erfolgreiche Tour und haben neben mehreren, giftigen Schlangen auch den Rotaugenlaubfrosch gesehen. Am Abend fallen wir alle sehr erschöpft ins Bett. Wir haben heute eine ganze Menge erlebt.
