Boca Tapada
Nachdem wir uns gestärkt haben, verlassen wir gegen acht Uhr Puerto Viejo de Sarapiquí. Heute führt uns unsere Reise weiter nördlich in das Grenzgebiet zu Nicaragua, nämlich...


Veröffentlicht: 22.03.2026














Heute sind wir um 08:00 Uhr zu einer gemeinsamen Bootstour auf dem Rio San Carlos verabredet. Wir besuchen ein kleines, traditionelles Dorf, welches den Namen Boca San Carlos trägt. Wir benötigen ungefähr eine Stunde, um dort anzukommen. Unterwegs bestaunen wir wieder einmal die Natur, die sich in unmittelbarer Umgebung zum Fluss befindet und halten Ausschau nach weiteren Tieren. Unser Kapitän heißt Juan. Er stammt ebenfalls aus dem Dorf. Unterwegs sehen wir Leguane, Jakanas (Blatthühnchen), Kuhreiher und viele weitere Vögel. Vom Boot aus bestaunen wir mehrere Kapokbäume (Ceiba oder auch Seidenwollbaum genannt). Dieser Baum ist ein „majestätischer Riese“ in Costa Rica und trägt eine große kulturelle und ökologische Bedeutung. Sie sind wunderschön anzusehen. Der Baum symbolisiert die Verbindung von Unterwelt, Erde und Himmel. Für indigene Kulturen, bspw. die Maya, ist dieser Baum heilig. Es ist herrlich angenehm auf dem Boot. Obwohl es noch früh am Morgen ist, steigt die Temperatur bereits an und es ist sehr erfrischend den Wind auf der Haut zu spüren. Das Dorf liegt in unmittelbarer Nähe zur Grenze Nicaraguas. Natürlich versorgt uns Jefrey mit vielen Informationen.
Wir legen an und schöne Musik erklingt aus einer Bar des Dorfes. Es gibt viel zu entdecken. Wir beobachten Einheimische, verschiedene Pflanzen und Blumen und passieren auch eine kleine Schule, in der am Morgen auch Unterricht stattfindet. Tatsächlich erklingt hier im Verlauf auch die Nationalhymne Costa Ricas. Wir lernen, dass das Dorf an die 200 Einwohner hat. Ein Großteil hiervon sind Kinder, da die Familien hier sehr „kinderreich“ sind. Unser Ziel ist eine kleine Bar am Rand des Dorfes, in der wir eine Pause einlegen. Es ist derweil ungefähr 10:00 Uhr. Hier probieren wir zunächst von der Baumfrucht. Diese wurde für uns in kleine Stücke geschnitten und frittiert. Sie wird mit Mayonnaise serviert und kommt dem Geschmack von Pommes sehr nahe. Lecker! Wir haben hier die Möglichkeit nicaraguanisches Bier (Toña) zu probieren. Dieses schmeckt herrlich mild. Andere Gruppenmitglieder bestellen sich frische Fruchtshakes oder Eistee. Wir haben Zeit, das kleine Dorf auf uns wirken zu lassen. Es ist hier sehr angenehm. Alles wirkt etwas verträumt und noch verschlafen. Ungefähr gegen 11:00 Uhr machen wir uns wieder auf den Rückweg. Wir haben großes Glück, denn wir entdecken auf diesem zwei Krokodile, dank unseres Reiseführers Jef, seinen guten Augen. Auch der Kapitän entdeckt eines. Alle sind am Staunen und voller Ehrfurcht.
Um 12:00 Uhr sind wir wieder zurück an der Unterkunft. Heute können wir die Zeit bis zum gemeinsamen Abendessen für uns nutzen, was ich sehr genieße. So schön es auch ist, innerhalb einer Gruppe zu reisen, freut man sich auch sehr, wenn man sich mal etwas zurückziehen kann. Ich ruhe mich aus, schreibe ein bisschen während dieser Zeit und gehe in Ruhe duschen. Nehme mir Selbstfürsorgezeit und denke nach. Das mache ich so gerne. Im Verlauf gehe ich runter zum Fluss und lese dort in meinem Buch weiter. Von dort aus schaue ich mir auch den Sonnenuntergang an. Hier berührt mich alles so sehr. Diese Reise geht mir unter die Haut. Und dann auf zum Abendessen, was wieder einmal sehr lecker ist. Im Anschluss daran, begibt sich ein Großteil der Gruppe zur Nachtwanderung, die Jefrey mit uns macht. Wir starten ungefähr gegen 19:45 Uhr. Es ist stockdunkel und die verschiedensten Geräusche erklingen aus dem Dschungel. Es ist total faszinierend. Zunächst erhalten wir einige Instruktionen, wie wir uns während der Nachtwanderung zu verhalten haben und dann geht es auch schon los. Ausgestattet mit der passenden Kleidung und Taschenlampe. Wir machen einen kleinen Rundweg. Direkt zu Beginn beobachten wir verschiedenen Spinnen, u.a. die giftige, goldene Seidenspinne. Wir haben Glück, denn wir entdecken im Verlauf den Rotaugenlaubfrosch, was unser heutiges Ziel ist, und alle sind total beeindruckt. Schaut gerne her, wie schön dieser ist. Es ist erstaunlich wie aktiv die Tiere sind. Den weiteren Abend lässt ein kleiner Teil bei Cocktails ausklingen. Und dann geht es erschöpft und zufrieden ins Bett. Morgen reisen wir weiter. Und zwar zum Vulkan Arenal bzw. La Fortuna. Mir geht es hier sehr gut.
