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Ab in die Wüste

Veröffentlicht: 14.03.2018

Nach zwei Tagen Kranksein in Arica hatte sich Rivvardo Gott sei Dank wieder einigermaßen erholt und wir konnten unsere Reise in die Atacamawüste wie geplant fortsetzen.

In der Atacamawüste nimmt einen großen Teil Chiles ein und erstreckt sich außerdem über Teile von Peru, Bolivien und Argentienen. Sie ist die trockenste Wüste der Erde und ist etwa 15 Millionen Jahre alt. Zu sehen gibt es dort trotzdem einiges. Wir hatten uns zwar vorher schon über Ausflüge und Aktivitäten informiert, die man von der kleinen Stadt San Pedro de Atacama aus machen kann, aber unsere Erwartungen wurden weit übertroffen!

1. Tag:

Am Sonntag kamen wir nach einer 12-stündigen Busfahrt in San Pedro an. Der Ort besteht eigentlich fast nur aus Hostels, Lokalen und Agenturen, die verschiedene Ausflüge in die Region anbieten. Alles ist auf Touristen ausgelegt, was uns nach den beiden Tagen m abgelegenen Arica aber sehr entgegenkam. Nachdem wir in unserem Hostel eingecheckt hatten, informierten wir uns am ersten Nachmittag erst einmal über die zahlreichen Angebote und buchten direkt unsere ersten beiden Ausflüge. Ein bisschen schonen mussten wir uns noch, da Riccardo noch am gesundwerden war und ich mit der Höhe (San Pedro liegt bereits auf etwa 2100 Metern) etwas Probleme hatte. Nach der ersten sehr ehrholsamen Nacht waren aber Kreislaufprobleme und Schwindel schon vergangen.

2. Tag:

Unser erster Ausflug startete direkt um 9 Uhr morgens. Mit einem kleinen Minivan und ein paar anderen Touris ging es dann in einen sandigen Abschnitt der Wüste. Dann wurden Schuhe gewechselt und Boards angeschnallt und los ging es mit Sandboarding.

Sandboarding funktioniert eigentlich genauso wie Snowboarden, nur eben auf einer Sanddüne. Ich hab' Snowboarden zwar noch nie ausprobiert, aber ich glaube Sandboarden ist sehr viel leichter. Man bekommt sehr schnell ein gutes Gefühl für das Board und die Lenkung. Außerdem rutscht man über den Sand erst einmal langsamer als auf der Skipiste, was vor allem für mich (kleinen Angsthasen) ganz gut war.

Etwa zwei Stunden durften wir so oft die Düne runter, wie wir wollten. nachteil gegenüber dem Snowboarden: es gibt keinen Lift, der einen bequem wieder nach oben fährt. Mit dem Board in der Hand und den dicken Schuhen an, war also das hochklettern auf die Düne bei etwa 30 Grad und strahlender Sonne ganz schön anstrengend. Gelohnt hat es sich aber allemal! Es hat so unglaublich viel Spaß gemacht!

Am Nachmittag haben wir dann noch den Ausflug ins Valle de la Luna gemacht. Dieser Abschnitt der Atacamawüste ist extrem trocken, sodass noch nicht einmal Kakteen zu finden sind. Außerdem sieht es wirklich aus, wie auf dem Mond.

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