Chile 2024
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Die Marmorhöhlen

Veröffentlicht: 02.03.2024

So, heute wieder Internet, es geht ein Stückchen weiter im Programm.

Das touristische Highlight in Puerto Rio Tranquilo sind die Marmorhöhlen. Sogar auf den Bildschirmschoner von Windows haben sie es geschafft (liebe Grüße an Kerstin 😀). Bei gutem Wetter sind wir nach einigem hin und her wegen der Abfahrtszeit und mit genügend Passagieren endlich losgefahren. Hier in Chile sind die Ferien zu Ende und die Zahl der chilenischen Touristen nimmt deutlich ab. Wir buchten die volle Tour, 2,5 Stunden mit dem Boot zu allen Sehenswürdigkeiten, die der See im Zusammenhang mit den Höhlen bietet.

Am Ufer war das Wetter super, sonnig und warm. Blöderweise ließen wir uns davon blenden. Kaum an Bord legte der Kapitän los. Sandra vermisste ihre Regenjacke, Jutta ihre Daunenjacke. Es wurde ziemlich nass, wenn der junge Mann um die Kurven heizte. Wir müssen zugeben, am Anfang waren wir noch nicht so begeistert. Die Höhlen waren ok, aber irgendwie fehlte so der richtige Aha-Effekt. Das wurde zum Ende hin aber deutlich besser. Die Farben wurden vielfältiger. Die Figuren, die Wind und Wasser aus den Marmorfelsen gefressen hatten, spektakulärer.

Und wir hatten Glück mit unserer Führerin an Bord. Sie sprach englisch und war extra mit unserem Boot mitgeschickt worden, da die beiden no espaniol Damen an Bord saßen. Sie hat uns alles erklärt und sich sehr viel Mühe gegeben. Überhaupt sind alle Leute hier unglaublich freundlich.

Neben all dem Marmor sahen wir einen Condor direkt über uns. Er ist einfach riesig, bis zu 3,2 Metern Spannweite. Das kann man auf den Fotos schlecht einfangen.

Gegen Ende der Tour kamen wir zu zwei Formationen: der Kathedrale und der Kapelle. Die Kathedrale ist groß und hat viel Bögen, auf denen die kleine Insel steht. Wie eine Kathedrale eben.

Die Kapelle ist klein und man kann mit einem Boot hineinfahren. Für die katholischen Bewohner im Ort ein beliebter Ort für Brautleute. Sie fuhren dorthin, um besonders gesegnet zu sein. Also schrieb man an den Vatikan, ob man nicht offiziell dort heiraten dürfe. Die Genehmigung wurde erteilt, der Vatikan gab den Segen uns nun darf in der Kapelle offiziell geheiratet werden 🤵🏻‍♂️👰🏼‍♀️- das war bestimmt bevor Papst Franziskus gewählt wurde, denn Argentinier und Chilenen können sich ja nicht leiden 😀

Auf der Rückfahrt wollten wir noch einen Abstecher zu einem anderen See machen, dem Lago Leones. Völlig naiv bogen wir auf die offizielle Straße Nummer X732 ein, nach 16 Kilometern kommt der See. Für ungefähr 2 Kilometer fuhren wir in die Straße hinein, erst über Schotter, wie so oft. Dann ging es durch tiefe, sandige Spurrillen im Schritttempo voran. Als wir versuchten, aus dem Schlamassel rückwärts herauszufahren, kamen uns zwei englische Wanderer entgegen. Sie meinten, wir sollten einfach weiterfahren, die Straße werde besser. Das machen wir, aber bei der nächsten Gelegenheit wendeten wir. Es ist dort überall schön, jeder Abzweig führt zu einem Fluss, einem See und und und. Aber uns war das zu abenteuerlich. Noch ein paar Fotos am Fluss und ab nach Hause in unsere schöne Hütte mit Aussicht 🏔️


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Antworten (1)

Kerstinvor mehr als 2 Jahren
Tolle Höhlen! Viel besser als auf dem Bildschirmschoner 😉