Chile 2024
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Deutsch Chilenische Geschichte

Veröffentlicht: 24.02.2024

Seit gestern sind wir in Puyuhuapi. Klingt erst mal nicht so deutsch. Aber die Siedlung wurde 1935 von 4 Sudetendeutschen als „Waldhagen“ gegründet. Sie wollten ein neues Leben in Chile beginnen. Sie sollten die Vorarbeit leisten und dann weitere Auswanderer anwerben. Daraus wurde nichts, der 2. Weltkrieg machte die Pläne zunichte. Wir wohnen in der Hosteria Alemana, die Damen sprechen noch deutsch und sind Nachkommen der Siedler. Der Ort ist sehr schön, die Lage am Fjord wunderbar und es gibt ausgezeichnete Restaurants mit frischem Fisch und traditionellen chilenischen Gerichten. Und überall den unverzichtbaren Kuchen. 

Heute waren wir dann wandern im Nationalpark Queulat. Der Eintritt kostet für Ausländer ca. 10 Euro, für Chilenen die Hälfte. Jeden Cent ist er wert, denn es gibt zwei Highlights: die überhängende Gletscherzunge des Ventisquero Colgante und die darunterliegende Lagune. 

Begrüßt von einem Aufkleber aus Baden Württemberg ging es über die wunderbare Hängebrücke in den Park. Der Weg zum Aussichtspunkt auf die Gletscherzunge war eine Herausforderung. Aber nur für Jutta, die nach 700 Metern schlappmachte und umkehrte. Sandra schaffte es in der avisierten Zeit auf den Aussichtspunkt und zurück und dann auch gleich zur Lagune. Die ist der Hammer. Der Blick über den grünen See auf den Gletscher: großartig. Vor 40 Jahren reichte das Eis noch bis an die Lagune. Der Klimawandel ist auch an diesen unberührten Orten sichtbar. 

Am Abend gönnten wir uns einen Besuch der heissen Quellen. Bis zu 35 Grad warm ist das Wasser in den Becken. Man sitzt mit einem internationalen Publikum in verschiedenen Becken im Freien und schaut über den See. Herrlich. 

Und abends noch ein leckeres Kunstmann Bier und einen Pisco Sour. So endet ein wunderbarer Tag im Park und am Fjord. 

Zur Geschichte des Ortes, der Einwanderer und insbesondere der Familie Hopperdietzel: https://www.condor.cl/2018/03/12/puyuhuapi-im-wandel/

https://www.zeit.de/news/2021-02/23/eine-robinsonade-in-patagonien

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Antworten (1)

Utevor mehr als 2 Jahren
Eine tolle Landschaft, die Wanderung hätte ich auch bei Regen mitgemacht. Weiterhin schöne Tage. Der geschmolzene Gletscher im Haus füllt zwar keine Lagune… ist noch immer 2x täglich gefüllt.