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K'Gari - zwei Tage im Paradies

Veröffentlicht: 16.01.2025

Bus
Noosa → Rainbow Beach
Australia
Bus
Rainbow Beach → K'Gari
Australia
Unterkunft
Unterkunft auf K'Gari
Glamping · K'Gari
Attraktion
Eli Creek
K'Gari, Australia
Attraktion
Schiffswrack
K'Gari, Australia
Essen
Abendessen in der Unterkunft
$$ · Abendessen
Attraktion
Lake McKenzie
K'Gari, Australia
Attraktion
Regenwald auf K'Gari
K'Gari, Australia
Attraktion
womens only-Spot
K'Gari, Australia
Attraktion
Strand auf K'Gari
K'Gari, Australia
Bus
K'Gari → Rainbow Beach
Australia
Bus
Rainbow Beach → Noosa
Australia
Der erste Tag der neuen Tour startet mit einem sehr frühen Morgen - um 06 Uhr ist Abfahrt mit dem Bus in Richtung Noosa, von wo wir direkt zum Rainbow Beach und dann auf K'Gari, die größte Sandinsel der Welt, fahren. Der Rainbow Beach hat seinen Namen vom verschiedenfarbigen Sand, K'Gari bedeutet "Paradies". 


Tatsächlich ist die Insel paradiesisch, die Art auch auf ihr fortzubewegen nicht. Nach insgesamt 2 Stunden Fahrt steigen wir in Noosa in einem 4WD-Bus um, mit dem wir uns auch auf der Insel fortbewegen können, denn die Straßen bestehen, wie sie gesamte Insel aus: Sand. Der Strand ist ein Highway, auf dem man bis zu 80km/h fahren darf und auf dem kleine Flugzeuge landen. Die Straßen sind so huckelig, dass man bei der Fahrt fast Achterbahn-Feeling bekommt. Das ist anfangs witzig, nach mehreren Stunden aber auch anstrengend und ich möchte tatsächlich nicht mit demjenigen tauschen, der sich am Vorabend halb ins Koma getrunken hat und der schlimmsten Kater des Lebens hat. Gut, das würde ich auch nicht wollen, wenn ich nicht in einem heißen Bus mit 20 anderen Leuten über Sandstraßen bouncen würde...

Auf der Insel angekommen werden wir von einem Native mit einem Ritual begrüßt, bei dem wir mit Farbe bemalt werden. Auf diese Weise - so heißt es - wird den Urahnen hier symbolisiert, dass wir willkommen sind. Dann fahren wir zu unserer Unterkunft, die in einem eingezäunten Bereich liegt, auf der Insel gibt es nämlich freilebende Dingos (also verwilderte Hunde), von denen wir einen auch sehr schnell sehen. Wir bekommen eine lange Dingo-Sicherheitseinweisung (nicht rennen, nicht in die Knie gehen, nur in Gruppen und mit Dingo-Stick präpariert den umzäunten Bereich verlassen, gegebenenfalls Lärm machen), denn in der letzten Zeit gab es wohl immer mal wieder "negative Interactions" (= Dingo hat Mensch verletzt). 


Dann geht es zurück in den Bus und wir fahren zu Eli Creek, einem Bach, der Süßwasser in den Pazifik führt. Man kann an einer Stelle "einsteigen" und sich dann einfach in eine Richtung zwischen Bäumen und Sträuchern entlangreiben lassen, das ist wunderschön und entapannend. Hier spreche ich ein bisschen mehr mit einer Mitreisenden aus der Schweiz, was angenehm ist, weil man doch auch einfach mal zwischendrin wieder deutsch reden kann und wir uns gut verstehen. So finde ich mich auch langsam in die Gruppe ein. Am Vorabend habe ich mich bei den Diskussionen der 20-jährigen Britinnen über die passenden Outfits für die Insel etwas deplatziert gefühlt.


Nach einem Abstecher zum Schiffswrack fahren wir zurück in die Unterkunft, wo ich ein bisschen in der Hängematte entspanne, bis mich die Sandfliegen aufessen wollen. Zum Abendessen gibt es Steak, Känguru-Wurst und zum Glück auch Kartoffeln und Salat. Am Ende wird uns am Lagerfeuer noch eine alte Inselgeschichte erzählt.


Am Morgen des zweiten Paradiestages regnet es heftig, wir frühstücken die Sonne herbei und fahren dann zum Lake McKenzie. Dieser See hat das klarste Wasser und mit den feinsten Sand, den ich je gesehen, gespürt, erlebt habe. Wir baden, ich schwimme und bekomme dann, als ich endlich Mal wieder ein paar Seiten lesen will, den nächsten Regenschauer ab. Macht nichts. Ein Vorteil hier ist: Man kann nasse Kleider, nasse Bikinis, nasse Haare einfach anbehalten, es ist sowieso so warm, dass die Abkühlung gut tut. Mit einer weiteren sehr bouncy Fahrt werden wir mitten in den Regenwald gefahren. Ich steige aus dem Bus und muss sofort die Augen schließen, um nur diese unfassbare Geräuschkulisse aufzunehmen. 


Die Zikaden singen nicht, sie summen nicht, sie geben kein Konzert, man müsste ein neues Verb erfinden für das, was sie tun, laut und leise abwechselnd und in völligem Einklang, als ob ein Gaspedal in regelmäßigen Abständen durchgedrückt wird. Ich entferne mich ein bisschen von der Gruppe und gehe ein paar Schritte mit geschlossenen Augen in den Wald (vielleicht nicht schlau, es gibt Schlangen, Spinnen, Dingos, egal!), höre die Vögel und wie die Tropfen des Morgenregens von den Blättern auf die Stämme der Bäume und den Boden trommeln. Als ich die Augen aufmache, steht unser Fahrer vor mir und sagt "I'll always recall that look on your face walking in this forest" und ich sage "I'll always recall the sound of this place you brought me to." Dann nähert sich der Geräuschpegel der Gruppe, wir gehen ein wenig tiefer in den Wald, hören und spüren noch etwas nach, ich lasse die anderen für einen letzten Allein-Moment im Wald wieder zurückgehen. 


Nach diesem Geräuschkulissentrwum werden wir zu einem weiteren Ort im Regenwald gefahren, am dem wir unser Mittagessen verputzen. Zuvor macht der weibliche Teil der Gruppe sich noch zu einem kleinen Spaziergang auf, auf der Insel gibt es nämlich bestimmte Orte, die "mens only" oder "womens only" sind - hier ist ein "womens only"-Spot. Auf diesem Weg sehen wir Löcher im Sand, die den Tunnelausgang einer sehr giftigen Spinne markieren (obwohl ich Spinnen plötzlich interessanter finde als je zuvor, will ich dieses Exemplar wirklich nicht treffen) und einen wunderbaren Baum zum Umarmen. Nach dem Essen dürfen wir mit buntem Sand auf den Boden malen und unsere Handabdrücke hinterlassen. Nach einem Zwischenstopp am Strand, wo wir mit einer Räucherzeremonie und dem Besuch von zwei Dingos verabschiedet werden, fahren wir zurück und werden nach der Fährüberfahrt am Rainbow Beach entlang nach Noosa gebracht. Unser Hostel hat einen Pool und eine Happy Hour, so dass wir den Abend mit Gin Tonic im Wasser ausklingen lassen können.

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
2 Tage
Wetter
Sommer
Begleitung
Mit Freunden
AbenteuerlichAbseits der PfadeEntspannend
  • K'Gari als größte Sandinsel der Welt
  • Eli Creek
  • Lake McKenzie
  • Dingos auf der Insel
  • Regenwald und Sandpisten
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NaturStrandAbenteuerTierweltTransit
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