Hunde und Katzen
Das Geräusch von Kaffeetassen-Geklapper, welches durch die Papierwände unseres „Luxuszimmers“ hallt, weckt uns unsanft. Das Bett und die eigene Bettdecke waren echter Luxus,...


Veröffentlicht: 09.11.2018















Die Welt ist ungerecht. Heute wo wir Jervis Bay verlassen müssen, scheint die Sonne aus allen Knopflöchern.
Was soll das? Haben wir das verdient? Dabei haben wir immer aufgegessen und waren auch ganz lieb.
Na egal. Sydney wir kommen zurück. Heute mussten wir früh los, denn für 13:30 Uhr hatten wir Tickets für die Oper bekommen. Beethovens 7. Symphonie.
Die Fahrt nach Sydney
erinnerte ein bisschen an die Great Ozean Road.
Leider waren wir schon unter Zeitdruck. Was soll ich sagen, um 9:20 Uhr sind wir gestartet und um 13:03 ins Parkhaus gefahren. Und trotz Parkplatzvorreservierung haben wir dann 15 Minuten einen Parkplatz gesucht, denn es gab keine reservierten Plätze. Also wie immer eine Punktlandung.
Beethovens 7. Symphonie teilt sich in 4 Teile. Geschrieben von Beethoven um 1812 zur Zeit als Napoleons seinen Angriff auf Russland plante.
Auftritt der ersten Geige (jetzt weiß ich auch wo das herkommt „die erste Geige spielen“ - gebts zu das wusstet ihr auch nicht) gefolgt vom Dirigenten. Der erste Teil war sehr schön. Ein harmonischer, den Ohren wohltuendes Zusammenspiel der Instrumente, vor allem der Geigen. Wusstet ihr das es erste und zweite Geigen und zusätzlich noch Geigen gibt? Ich habe mir mal wieder die Frage gestellt, wofür der Dirigent da ist. Den schaut, ausser dem Publikum, keiner an. Die Musiker schauen doch zu 95% auf ihre Noten. Im Laufe des Konzerts war es jedoch noch sehr amüsant mit welcher Hingabe er seinen Stock schwang, mit den Armen fuchtelte, die Grimassen und körperlich Verrenkungen.
Zum 2. Teil brachte der Dirigent eine Frau, in einem silbernen Kleid mit goldenen Schuhen, mit auf die Bühne. Was nun kam, war für mich schon Körperverletzung. Das tat so in den Ohren weh. Weltpremiere einer Neuinterpretation mit der berühmten Claire Edwardes einer der weltbesten Percussion-Spielerin. Sie war bestimmt super, aber Carsten hat seitdem wieder Ohrenrauschen. Beethoven hat sich bestimmt im Grabe umgedreht. Als dieser Teil zu Ende war, wusste ich nicht, ob ich des Anstands wegen klatschen sollte oder weil es endlich, endlich zu Ende war. Es gab tatsächlich von einigen Leuten standingovations. Leute mit Hörgerät hatten bei dem Teil echt Glück.
Der 3. und 4. Teil waren dann wieder Balsam für unseren geschändeten Ohren.
Blenden wir Teil 2 mal aus, oder gerade deswegen, ein unvergessliches Erlebnis.
So nun noch zum Flughafen ins Hotel einchecken, Auto abgeben und wieder zurück nach Sydney City. Wir brauchen noch Souvenirs (hatten ja bislang keine Zeit dafür), eine Postkarte für Herzi und zum Hard Rock Café mussten wir auch noch.
Noch schnell den Abschied eines Kreuzfahrtschiffes miterleben.
Die Weihnachtsdeko bewundern, mitten im Sommer.
Und was soll ich sagen - alles geschafft, inclusive des letzten Absackerbiers in der Hotelbar. Das waren fast 7 Wochen Australien. Morgen gehts nach
......................Neuseeland.
