Tage im Nationalpark
Besichtung eines alten, riesigen Gutshofes (erbaut von den Abgaben der kleinen Bauern im Umland), entsprechend kleine Holzhütten der Bauern und Fischer, estnische Malerei in...


Veröffentlicht: 22.08.2026
Wir sind nun am großen Peipussee im Osten Estlands, die Grenze zu Russland geht mitten durch den See.
Hier sind die "Altgläubigen" zuhause. Ihre Vorfahren kamen im 17. Jahrhundert aus Russland über den See, weil sie die Reformen der russisch-orthodoxen Kirche nicht mittragen wollten/konnten. (Es ging unter anderem um die zentrale Glaubensfrage, ob das Kreuzzeichen mit zwei oder drei Fingern auszuführen sei.) Viele ihrer Glaubensschwestern und -brüder wurden in Russland verfolgt, inhaftiert oder verbrannt. Sie leben ihre Traditionen seitdem am Westufer des Sees, haben sich auf Zwiebelanbau und Fischfang spezialisiert und scheinen im Land sehr anerkannt, auch weil sie estnisch sprechen, anders als die russischstämmige Bevölkerung im Nordosten, deren Integration auch deshalb schwieriger ist.
Im größten Sturm (heute ist erstmals richtiges Schietwetter) waren wir heute im "Zwiebeldorf" Kalleste unterwegs und haben ein kleines "Lokal" aufgesucht, um fangfrischen Zander und geräucherte Markrele zu verspeisen, dazu gab es heißen Tee und kalten Wodka.
