1. Etappe des Rückwegs: Wir fahren bis Ravenna
Heute ein früher Aufbruch und italienisches Frühstück unterwegs: "cafe e cornetto". Die 6 stündige Fahrt bis kurz vor Ravenna zeigte viel wunderbare Landschaft und stolze Orte...
Veröffentlicht: 08.10.2025
Nach "due cappuccini" in der Sonne am Piazza del popolo tauchen wir ein in die Altstadt Ravennas, in der es gewaltig funkelt: Hier finden sich die eindrucksvollsten frühchristlichen Mosaiken aus dem 5./6. Jahrhundert. Beim Bestaunen der Deckengewölbe schmerzte uns irgendwann der Nacken.
Den Glauben (oder das, was uns trägt) zum Glänzen bringen, das ist vielleicht auch eine zeitlose Herausforderung.
Ravenna ist aber auch die Stadt Dantes. Nein, nicht des früheren Innenverteidigers von Mönchengladbach und Bayern, sondern Dante Alighieris (gest. 1321), dem Dichter der "Göttlichen Komödie", die wir wahrscheinlich alle nicht gelesen haben. Ein berühmtes Zitat daraus ist mir in Studienzeiten durch den Theologen Jürgen Moltmann vermittelt worden. Am Eingangstor zur Hölle steht in der Göttlichen Komödie: "Wenn du hier eintrittst, lass alle Hoffnung fahren". Das ist für mich (Kalle) bis heute die plausibelste Erklärung der Hölle: Kein Ort irgendwo mit Megahitze und Teufeln mit glühenden Zangen, sondern die komplette Hoffnungslosigkeit (auf Erden), das ist wahrlich die Hölle.... was einem so durch den Kopf geht beim Stichwort Dante.
In Ravenna finden sich das Grab Dantes, ein Museum und allerhand touristischer Schnickschnack zu Dante. Uns gefiel das Werk des brasilianischen Straßenkünstlers Eduardo Kobra an einer Hauswand in Ravenna besonders gut, so dass wir davor unseren zweiten Cappuccino trinken mussten.😎
