Bunya Mountains und Fahrt Richtung Outback
Montag, 31.10.2022 Hannes und ich gehen auf große Fahrt. Ausgerüstet mit Zelt und einer kompletten Campingausstattung und Helens Auto geht es früh morgens los. Erst einmal...


Veröffentlicht: 05.11.2022















Dienstag, 01.11.2022
In der Nacht hatte es immer wieder geregnet, teils auch heftig, mit viel Wind. Aber das Zelt hat gut standgehalten. Nur der Platz um uns hat sich über Nacht in eine Seenlandschaft verwandelt. Aber die Luft war frisch und angenehm, von der Schwüle am Abend zuvor war nichts mehr zu spüren.
Wir packen unsere sieben Sachen zusammen und setzten unsere Fahrt fort. Bei der nächsten Rest Area konnten wir uns etwas frisch machen (Rastplätze gibt es zuverlässig in größeren Abständen immer wieder, schon allein aus Sicherheitsgründen, "Break your drive, stay alive.") Und Frühstück gab es dann in Roma. Roma ist eine Kleinstadt und so etwas wie ein kleines Regionalzentrum. Und die Stadt der Bootletrees! Die Bäume sehen tatsächlich aus wie bauchige Flaschen und säumen fast alle Straßen und Vorgärten und Parks. Hier konnten wir auch noch ein paar Lebensmittel einkaufen und tanken.
Von Roma aus ging es weiter, jetzt auf dem Highway Richtung Norden. Landschaftlich wurde es wieder grüner und reizvoller, der Verkehr wurde immer weniger und es gab auf den nächsten 200 Kilometern keine Siedlung mehr, nicht mal ganz kleine. Dann kam unser Abzweig nach Carnarvon Gorge. Doch nach knapp 20 Kilometern endete unsere Fahrt fürs Erste: wir standen unvermittelt vor einem "Floodway", einem überfluteten Straßenabschnitt und kamen nicht weiter. Auch hier hatte es wohl nicht wenig geregnet. Gemeinsam mit anderen begutachteten wir die Lage, warteten, kochten Tee, beratschlagten und wogen ab. Einige kehrten gleich um, andere später (nachdem sich die Lage auch nach zwei Stunden nicht verändert hatte), einige ganz Mutige wagten auch die Durchfahrt. Hannes traute sich schließlich auch, durch den Floodway zu fahren. Ging gut. Aber wenige Meter weiter kam schon der nächste! Noch tiefer, und mit noch stärkerer Strömung! Okay. Das war das Signal zum Umkehren. Der Nachmittag war auch schon weiter fortgeschritten und wir mussten schauen, wo wir einen Platz für die Nacht finden.
Wir entschieden uns noch ein Stück weiter Richtung Norden zu fahren, nach Rolleston. Ein kleiner Ort, aber mit allem was man zum Leben braucht, auch einem vernünftigen Campingplatz mit Duschen und einem Hotel/Pub, wo wir gut essen konnten, und einer kleinen Tankstelle. Einzig die Scharen von Sandflys (eine Art penetrante, minikleine Stechmücken) waren etwas lästig, sonst hatten wir es gut getroffen für diese Nacht.
