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23/02/2023 bis 25/02/2023 - Panama Stadt / Panama

Veröffentlicht: 28.02.2023

„Das ist aber mutig“ hatten sie vorher alle zu uns gesagt, dabei war die Nacht im Bus gar nicht schlimm. Wir haben oft für eine Pipi-Pause angehalten und trotzdem waren wir recht schnell unterwegs. Man hatte uns gesagt, die Fahrt dauert etwa 10/11 Stunden. Wir sind aber bereits 3 Uhr morgens in Panama Stadt angekommen. Vom Busbahnhof zu unserer Unterkunft waren es nur wenige Kilometer. Allerdings fuhr die Metro erst ab 5 Uhr und die Rezeption unserer Bleibe war erst ab 8 Uhr besetzt. Schade, dass die Fahrt nicht länger gedauert hat. Nun saßen wir also am Busbahnhof und vertrieben uns mit Filmen und Beobachten des Treibens die Zeit. Wahnsinn, wie viele Busse in zwei Stunden Wartezeit hier angekommen sind. Wir fuhren mit der hochmodernen Metro vier Stationen und dachten uns, dass wir wenigstens irgendwo Frühstücken können. Das Beste was uns über den Weg lief war McDonald's, aber auch die machten erst 6.30 Uhr auf, also nochmal warten und dann gab es einen Kaffee und Pancakes. Kurz nach 8 Uhr waren wir in unserem Hostel. Zum Glück konnten wir bereits einchecken und dann endlich duschen und das Salzwasser vom Vortag abwaschen, das tat vielleicht gut. Außerdem wurde es Zeit, dass Ben mal wieder zum Friseur ging. Danach machten wir einen ausgiebigen Mittagsschlaf. Am Abend gingen wir für ein sehr leckeres Essen nochmal vor die Tür. Unsere Unterkunft liegt im neuen Teil der Stadt, umgeben von vielen Hotels, Casinos, Banken und nah der Promenade. Wir spazierten an funkelnden Hochhäusern auf der palmengesäumten, vier Kilometer langen Promenade entlang und betrachteten die Stadt bei Nacht. Sie ähnelt etwas Miami.

8 Uhr morgens hatten wir eine Verabredung am Bootsanleger in Gamboa, 30 Kilometer außerhalb der Stadt. Wir hatten ein Boot mit einem Guide und dem Kapitän ganz für uns allein und los ging es auf den Panamakanal. Eine künstliche Wasserstraße, mit einer Länge von circa 82 Kilometern, welche den Atlantik mit dem Pazifik verbindet und somit eine deutliche Erleichterung und Verkürzung für die Schifffahrt ist. Wir fuhren von Gamboa zum Gatunsee, einem künstlichen See der für den Bau des Panamakanals geschaffen wurde. Wir umrundeten einige grün bewachsene Inseln, beobachteten Tukane, Brüll-, Kapuziner- und Panamaperückenaffen und kreuzten riesige Containerschiffe. Nach der Bootsfahrt ging es zu den Miraflores Schleusen. Wir schauten uns einen 45-minütigen 3D-Kinofilm über die Entstehung, Nutzung und Arbeitsweise des Panamakanals an und warfen einen Blick über die Schleusen. Leider war zu der Zeit gerade kein Schiff da, vielleicht beim nächsten Mal. 1914 wurde dieser gigantische Bau eröffnet und das erste Schiff durchfuhr den Kanal. Wir fuhren wieder zurück in die Stadt, zuerst zum Fischmarkt, dem Mercado de Marisco. Viele kleine Stände boten frische Fischgerichte an. Wir entschieden uns für Ceviche und Knoblauchgarnelen. Nach der leckeren Stärkung liefen wir weiter in die Casco Viejo von Panama. Das alte Viertel beherbergt schöne Kolonialbauten, tolle bunte Häuser mit schmiedeeisernen Balkonen, einigen Kirchen und einen Blick auf die Skyline der Stadt.

Die Stadt ist wohl eine der modernsten in Lateinamerika und sehr amerikanisch geprägt. Wir besuchten am nächsten Tag die Albrook Mall, das zweitgrößte Einkaufszentrum Amerikas und das 25. größte der Welt. Verrückt, wie viele Geschäfte es hier gibt, wie viele Imbisse, ein Kino, Karussell und ein Minizug der Leute von A nach B befördert. Da wir kein Platz im Rucksack haben, haben wir nur etwas gegessen und gestaunt.

Ein rund um schöner Aufenthalt mit vielen unterschiedlichen Facetten der Hauptstadt Panamas.

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