Mit
gut 13.600 km² ist der Death Valley National Park in der
Mojave-Wüste ein riesiger Hitzepol und zugleich der trockenste
Nationalpark in den USA. Bei dieser Größe reicht ein Tag nicht aus,
um den kompletten Park zu entdecken. So haben wir uns die
beeindruckendsten und unterschiedlichsten Gegenden vom „Tal des
Todes“ herausgesucht. Einen ersten Blick genossen wir vom
Aussichtspunkt Dantes View in 1.669 Meter Höhe in das Death Valley.
Wir konnten sehr gut das große Badwater Basin und die umliegenden
Berge sehen. Vom Aussichtspunkt ging es über das Visitor Center zum
Badwater Basin. Diese Senke ist mit 85.5 Meter unter dem Meeresniveau
der tiefste Punkt in Nordamerika. Es ist ein Überbleibsel eines
vorzeitlichen Sees. Heute sind sechseckige Schollen inmitten einer
Salzkruste zu sehen. In diesem Gebiet ist es üblich hineinzulaufen
und mitten im Salzsee tolle Fotos zu schießen. Ein Warnschild am
Beginn der Strecke, weißt jedoch daraufhin, dass das Betreten nach
10 Uhr morgens aufgrund der Hitze nicht empfohlen wird. Ganz in der
Nähe liegt eine Wetterstation, die im Sommer regelmäßig
Temperaturen über 50 Grad Celsius misst. Zum Glück ist es schon
Oktober und wir können es gerade so in der prallen Sonne aushalten.
Im Anschluss ging es den Artists Drive entlang. Diese Region hat
seinen Namen „Künstlerpalette“ aufgrund der vielfarbigen
Gesteinsformationen bekommen. Der Farbreichtum wird durch Oxidation
verschiedener Metalle, die im Fels vorkommen, verursacht. Ganz anders
sieht es in den Sand Dunes aus. Auf 4 km² erstreckt sich im Norden
vom Death Valley eine weite Wüste, die schon in Filmen von Star Wars
als Kulisse diente. Das war ein sehr erlebnisreicher und vielseitiger
Besuch in einem spannenden Nationalpark.
Wir
mussten an diesem Tag aber leider feststellen, dass unser neues Auto
in der Reifengegend komisch riecht, sobald wir anhielten. Das war
wohl nicht so gut, denn wir hatten noch einige Meilen vor uns, bis
unser Mietvertrag Anfang Dezember endete. Bei der Weiterfahrt lag der
Ort Bakersfield, an dessen Flughafen eine Station unseres Vermieters
war, auf der Srecke. Kurz bevor die Station geschlossen hatte, kamen
wir an. Wir erklärten einer sehr netten Mitarbeiterin, dass das Auto
merkwürdig riecht und sie gab uns ohne Probleme einen neuen
Mietwagen. Wir tauschten den Kia Sorrento nach nur 469 Meilen mit uns
gegen einen Dodge Grand Caravan und fuhren weiter nach Woodlake.
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