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Uhr morgens sind wir heute schon aufgestanden, denn wir wollten den
größten Wochenmarkt im Land besuchen. Bereits seit 1930 hat er
jeden Tag das ganze Jahr von 6.30 bis 12.00 Uhr geöffnet. Wir sind
durch die verschlafenen Straßen von Zagreb bis zum Markt gelaufen.
Am Sonntag haben aber wohl auch die Einheimischen nicht so viel Lust
etwas zu verkaufen. Nur wenige Verkäufer hatten ihre Stände
aufgebaut und boten frisches Obst und Gemüse an. Zwei Honigstände
gab es und wir kauften unser erstes Urlaubsmitbringsel –
Sonnenblumenhonig. Wir tranken noch einen Kaffee und beobachteten das
entspannte Treiben auf dem Dolac Markt. Dann packten wir wieder alles
ins Auto und starteten in Richtung Bosnien und Herzegowina. Wir
fuhren mal einen mautfreien Weg. Es ging über holprige und kurvige
Straßen, vorbei an Obstbäumen und Wäldern, durch viele kleine
Ortschaften mit halbfertigen oder eingefallenen Häusern. An der
Grenze von Kroatien zu Bosnien und Herzegowina warteten wir 20
Minuten und dann kamen wir durch etwas größere Ortschaften mit
schickeren Häusern. Bevor wir an unserem nächsten Etappenziel
ankommen sind, machten wir etwa 16 Kilometer nordöstlich von Bihac
einen Stopp an der Burg Ostrozac. Wir bezahlten eine kleine
Eintrittsgebühr und schauten uns die großzügige Anlage an. Ein
wirklich schöner Platz mit einem großartigen Blick über die
Landschaft, jedoch ist die Anlage sehr verfallen. Hier gab es wieder
mal einen unnötigen Adrenalinschub. Ben hat eine herrenlose Tasche
gefunden, die er an der Rezeption abgegeben hat. Irgendwann kamen
aufgeregte Araber, die kein Wort Englisch sprachen. Die gefundene
Tasche wurde übergeben und der Besitzer stellte fest, dass Geld
fehlte. Der Mitarbeiter, der die Tasche entgegen genommen hatte wurde
beschuldigt, dann Ben und wieder der Mitarbeiter. Die Polizei musste
also kommen. Nachdem alle Formalitäten aufgenommen waren, beruhigten
sich die vier Araber wieder und waren froh, dass zumindest Pass und
Autoschlüssel noch da waren. Wir konnten also nach einer Stunde
Verspätung weiter fahren, unsere Wohnung beziehen, kochen und
schlafen gehen.
Am
nächsten Tag packten wir Badesachen zusammen und fuhren zum Kiro
Rafting. Wir verbrachten einen Tag im Una Nationalpark. Tolle Natur,
glasklares Wasser und schöne Wasserfälle. Darunter der Strbacki
Buk. Ein Wasserfall über mehrere Stufen mit einer Gesamthöhe von 25
Metern. Eine Stufe davon ist 18 Meter hoch, hier fuhren wir nicht
runter, unser Rafting Boot aber schon und unsere Guides sprangen
runter. Wir liefen am Rand entlang und stiegen wieder ein. Wir fuhren
kleinere Wasserfälle runter, kippten einmal um und hatten Spaß.
anne & ben um die weltFolge diesem Blog und verpasse keine neuen Beiträge.