Zurück nach Europa
Am 5.5. Übergebe ich am Vormittag endgültig Shelly, verabschiede mich von Elena und Connie mit Millie und Tilly. 14 Stunden Flug von Sydney nach Abu Dhabi stehen an. Mein Platz...

Veröffentlicht: 12.05.2024
Eine Woche Athen steht an. Ich habe mich für ein 4 Sterne Haus etwas außerhalb der Stadt entschieden, da ich Athen schon mehrfach und ausgiebig durchstreift habe. Eine Woche Entspannung am Pool würde mir gut tun. So meine Theorie.
In der Praxis sah es wieder mal ganz anders aus.
Das ganze Haus war leer. Ich schien der einzige Gast zu sein. Der Fahrstuhl in einem Zustand, dass ich mir nicht sicher war, ob er wirklich mein Gepäck und mich befördern kann. Das Zimmer einfach, aber das ist ok für mich.
Das Bad war eine andere Nummer. Die Toilette hatte noch die Reste einer Sitzhalterung aufzuweisen. Ein stetiges Rinnsal lief von der Toilette durch den Raum, um im Abfluss unter dem Waschbecken zu verschwinden. Die Badewanne hatte keinen Duschvorhang oder eine Abtrennung um während einer Dusche nicht alles unter Wasser zu setzen.
Da ich seit 35 Stunden unterwegs war, beschloss ich, erst mal eine Dusche zu nehmen, etwas zu essen und dann neu zu bewerten. Manches sieht man satt und frisch mit anderen Augen.
So die Theorie.
Meine Frage an den Rezeptionisten, wo ich etwas zu trinken bekommen könnte, versetzte ihn in mittelschwere Ratlosigkeit. Das angepriesene Restaurant existiert nicht. Es gab dann zumindest ein Glas Wasser aus dem Wasserspender im Büro. Wieder zurück im Zimmer stellte ich dann fest, dass es auch kein warmes Wasser zum Duschen gab.
Misstrauisch geworden erkundigte ich mich, wo der Pool ist. Leichte Panik machte sich bei ihm breit, als er mir erklärte, der sei wegen der schlechten Luft nicht benutzbar. Morgen käme aber der Service. Wie auch für das warme Wasser.
Jetzt doch ein Kontrollblick auf die Poolarea.
-Da würde auch der Service wenig nützen. Der Garten seit Monaten sich selbst überlassen, die angepriesenen Gartenmöbel waren 3 kaputte Stühle, die in den Hecken lagen.
Das war dann der Moment, in dem ich entschied, dieses Haus zu verlassen. Laut Rezeptionist käme um 23 Uhr jemand, der englisch spräche. Bisher hatten wir uns mit Google und Zeichensprache verständigt. Also warten.
Unendlich müde, weil ich inzwischen seit 48 Stunden auf den Beinen war, schlug ich um 23 Uhr an der Rezeption auf. Einem jungen Griechen stellte ich mein Problem dar. Ich würde das Hotel am nächsten Tag verlassen und will mein Geld zurück. Er wiederum übersetzte einem älteren Herrn, seinem Vater und Besitzer des Hotels.
Nach einigem Hin und Her machte er eine wegwerfende Handbewegung in meine Richtung mit der Bemerkung "Malaka". -So viel Griechisch kann ich.
Das unangenehme Gefühl, alleine als Frau in diesem großen Hotel diesen 3 Männern gegenüber in dieser Situation zu stecken, ist nur schwer zu beschreiben. Das Zimmer wurde über Nacht jedenfalls abgeschlossen.
