Etappe 23 Refugio Bianchet -Albergo Cappello Belluno
Nach einer wunderbar ruhigen Nacht, heute morgen 1:30 durch den Wald immer bergab zur Bushaltestelle gelaufen. Mit dabei ein Mathelehrer aus England. Oh mein Gott,war mir das...


Veröffentlicht: 26.07.2022
















Gestern Abend hatte ich überhaupt keine Lust mich irgendwo zum Essen hinzusetzen. Bevorzugte den Salat aus dem Supermarkt und begab mich auf mein Zimmer. Kann ich oft mehr genießen,als irgendwo zwischen fremden Menschen zu sitzen. Auszeit ist wichtig für mich. Annika schrieb mir noch,das es ihr nicht gut geht. Erbrechen und Durchfall,die Arme. Es sind wirklich viele, die auf diesem Weg erkranken. Entscheidung zu laufen,traf sie heute morgen. Über Nacht gab es ein ordentliches Gewitter,was auch ein bisschen für Abkühlung sorgte.Hatte immerhin 32 Grad im Raum.
Heute morgen um 6:30 habe ich das Haus verlassen und traf mich um 7:30 mit Annika. Sie wollte es versuchen zu laufen, wirklich gut ging es ihr noch nicht.
Heute führte der Weg auf den Nevegal, dem letzten Berg vor der venezianischen Tiefebene. Hier wollen wir ein letztes Mal Höhenluft schnuppern, bevor der große Abstieg in die weite Ebene beginnt. Genauer gesagt ging es auf den Col Visentin,der höchste Gipfel des Nevegal. Wir liefen langsam. Eine Zeit lang wanderten wir der Straße entlang,bis es endlich auf einen Wanderweg ging. Nach 13 km kam die erste Jausenstation. Endlich Cola für Annika, sie hatte so Lust darauf. Zitrone und Eis gab's auch noch dazu.😊. Sie schlug sich tapfer,ich merkte ihr an,das sie ganz schön zu kämpfen hatte. An der netten Malga Col Toront legten wir nochmals eine kurze Pause ein. Schon von hier bot sich ein tolles Panorama.
Nach einigen Höhenmetern weiter erreichten wir den Gipfelgrat, von dem wir links hinab zum Lago Morto und den letzten Hügelketten der südlichen Voralpen blickten. Rechts ,die Ebene um Belluno mit der Schiara im Hintergrund.
Das Etappenziel,gut gespickt mit vielen Antennen am Sendemast schon von weitem sichtbar. Schön sieht's nicht aus,aber das war klar. Die Hütte selbst,sehr rustikal oder anders ausgedrückt eine Muffelbude per exellance. Aber was nutzt's,nimm es wie es kommt,war ja immer mein Credo 😅.
