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Königreich Jordanien

Veröffentlicht: 05.01.2017

Zurück aus der ‚Kälte‘ Jordaniens :-) in die Sonne Saudi Arabiens!
Wir hatten supertolle Ferien in ‚der Schweiz des Nahen Ostens‘ (so hat ein Jordanier den wir dort getroffen haben das Land genannt.)
Und ja, da ist sicher was dran – denn während unserer Reise haben wir uns immer sicher gefühlt.

Aber nun der Reihe nach:

Die ersten Tage, über Weihnachten haben wir in Amman, der Hauptstadt verbracht. Hier kommt nun auch ‚die Kälte‘ ins Spiel, 7 Grad und Regen – das waren wir ja schon gar nicht mehr gewohnt ;-) Passte auch ein bisschen zur Stadt – denn wahrlich, schön ist die nicht ;-) Dafür lag aber zB ein römisches Amphitheater direkt auf der anderen Straßenseite unseres Hotels – auch cool.

Amman - bei Nacht und Tag

Am ersten Abend haben wir natürlich erst mal ein schönes, kaltes Bier genossen – eine echte Belohnung :)

Lecker Bierchen in Amman

Neben dem obligatorischen Petra-Besuch gibt es in Jordanien übrigens noch jede Menge andere tolle und spannender historische Plätze zu sehen – ein Highlight unserer Reise war daher auch der Tag in Jerash (deutsch: Gerasa) eine alte, römische Stadt im Norden, Richtung der Syrischen Grenze. Jerash gehörte zur Dekapolis („Zehn-Stadt“), einem Bund von zehn hellenistischen Städten und ist heute als eine der besterhaltenen römischen Provinzstädte der Welt anerkannt.

Die antike Stadt Gerasa

Unser ‚Weihnachtsessen‘ waren dann Falafel-sandwichs und Bier auf dem Hotelzimmer :) ‚Mal was anderes‘ - aber auch gut :)

Weihnachtsessen

Außerdem waren wir natürlich auch am Toten Meer, dem ‚tiefsten Punkt der Erde‘ (~405m unter N.N.) Die tiefste Stelle haben wir leider nicht gefunden (siehe Photo) aber wir waren schon nah dran. Interessant war dabei auch, dass wir dort die Höhle von Lot und seine, angeblich zur Salzsäule erstarrte Frau gesehen haben. Wer nicht weiß von wem die Rede ist – sucht mal nach Sodom und Gomorrha ;-) (die beiden Städte sollen ja auch am Toten Meer gelegen haben.) Eine Theorie ist nämlich, dass es vor ca. 5000 Jahren eine größere Stadt am Ufer des Toten Meeres gegeben haben soll, die durch ein Erdbeben und einen nachfolgenden Erdrutsch zerstört worden sein könnte. Außerdem ist ein antiker Name für das Tote Meer ama schel Sodom – „Meer von Sodom“ und Methanvorkommen unter der Erdoberfläche in dem Gebiet sorgen bei Beben für offene Feuer an vielen Bruchflächen, die man als den Feuersturm Gottes ansehen könnte. Zudem führten Erdbeben schon oft zu Bränden als Folge der Zerstörung von Feuerstellen in den Siedlungen.

Blick aufs Tote Meer und unten links: die 'erstarrte Frau von Lot'

Abgesehen von diesen Gruselgeschichten ist es aber ein wirklich schöner Ort - und das Schwimmen war ziemlich verrückt :) Man muss nur aufpassen, dass man kein Wasser in den Mund bekommt – normales schwimmen ist daher auch gar nicht möglich. Das liegt zum einen am extremen Salzgehalt (etwa 34% , im Vergleich dazu: durchschnittlich haben die Ozeane einen Salzgehalt von 35 ‰, also 1/10 davon!) zum anderen an den vielen Mineralien die sonst noch so im Wasser gelöst sind. Temperaturmäßig hatten wir da übrigens auch Glück - am Toten Meer waren schon so 18/19 °C und das Wasser hatte 23Grad. Kein Wetter für einen ausgedehnten Strandtag aber genug um das abgefahrene Schwimmerlebnis voll auszuleben.

Baden im Toten Meer

Zum zweiten Teil der Reise ging es dann nach Aqaba, in den Süden und wieder ans Rote Meer. Hatten eine schöne Tauchunterkunft – leider nur ziemlich einsam (über Silvester waren wir die einzigen Gäste.) Dafür hatten wir auch die Tauchplätze für uns allein und haben insgesamt vier schöne Tauchgange (u.a. am Wrack der Cedar Pride und einem der zwei betauchbaren Panzer im Golf) gemacht.

Tauchen an der Cedar Pride und dem Panzer

Und ja, natürlich kann man nicht nach Jordanien reisen ohne in Petra gewesen zu sein. Also sind wir auch einen Tag und viele Kilometer lang durch das riesige und atemberaubende Gebiet gewandert, haben Gräber und die Landschaft bewundert. Die verlassene Felsenstadt Petra war in der Antike die Hauptstadt des Reiches der Nabatäer und gehört heute zum UNESCO Weltkulturerbe. Übrigens soll Petra bei den Nabatäern Reqem, Reqmu oder Rakmu (dt.: „die Rote“, „die Bunte“) geheißen haben, was eine Anspielung auf die rötliche Färbung des Sandsteins von gewesen sein könnte.

Die Felsenstadt Petra

Das Jahr 2016 haben wir dann ziemlich episch ausklingen lassen – mit einem Sonnenuntergang in der Wadi Rum. Quasi auf den Spuren von T.E. Lawrence. Wer das ist? Einfach mal nach ‚Lawrence von Arabien‘ suchen :-)

Malerische Landschaft in der Wadi Rum

Jordanien hat uns auf jeden Fall überrascht und extrem gut gefallen – in diesem Land gibt es super viel zu entdecken spannende Geschichte, atemberaubende Landschaften, freundliche Leute und leckeres Essen!
Außerdem ist es schön und inspirierend zu sehen wir friedlich und normal hier Muslime und Christen zusammenleben. Hoffentlich und Insha‘Allah (ja, hier kommt schon der arabische Einfluss durch) bleibt alles so friedlich und man kann auch in den kommenden Jahren noch sicher durch diese Region reisen.

Mehr Einblicke gibt es dann nach unserer Rückkehr im obligatorischen Video :)
Bis dahin hauen wir nochmal ordentlich rein hier an der KAUST und bringen unsere Projekte voran – aber davon dann nächstes Mal wieder mehr.

Bis dahin, liebe Grüße

Felix und Susann

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#jordanien