Bader Alm
und Oberkirch


Veröffentlicht: 12.06.2025































Baiersbronn bis Freudenstadt
Es geht doch nichts über Freunde mit ähnlichen Interessen wie ich. Heute haben sie einen Ausflug zur Landesgartenschau im Tal X organisiert.
Für Menschen, die nicht in BW leben, ist diese Bezeichnung nicht ganz logisch. Für mich auch nicht. Also noch einmal beim Personal am Eingang nachgefragt, was dieses X bedeuten soll. Für mich: X ist eine unbekannt Größe; warum dann im Schwarzwald mit den beiden bekannten Orten, die sich diese Landesgartenschau teilen? Die Marketingleute haben sich folgendes überlegt: Ein Tal (der mittlere Teil im X wurde frei gelassen), das von mehreren Orten (die vier Endpunkte des X) umgeben ist. Für mich ist dieses wunderschöne Tal allerdings nicht kerzengerade sondern eine gewundene Gegebenheit am Fluss entlang und zwischen den Hügeln des Nordschwarzwalds gelegen. Aber ich muss ja nicht alles verstehen und/oder gut finden.
Gut zu finden war der Parkplatz in Baiersbronn. Von dort mit dem Shuttlebus zum ersten Eingang in den Park – „Schelklewiese“ und „Gartendorf“ heißen die Bereiche. Leider konnten wir weder die AOK-Show-Küche noch das Schwarzwald-Tiny-Haus bewundern, da beides verschlossen war. Dafür gab es prall gefüllte Hochbeete mit jeder Menge Gemüse zu bewundern. Dabei lernen Besucher, dass Erdbeeren zu den Rosengewächsen gehört, also kein Obst sind.
Immer am Bach entlang über die „Blaue Meile“ zum „Xentrum“, ziemlich genau in der Mitte des Tals. Von dort brachte uns die Straßenbahn planmäßig nach Freudenstadt. Auf dem Marktplatz im Schatten unter großen Sonnenschirmen lockte das Café PAUSE. Hier gab es nicht nur viele Kuchensorten, sondern auch SCHWARZWÄLDER LANGHOLZ. Eine Praline in Form eines Baumstammes mit leckerer Füllung. Und natürlich jede Menge weitere Pralinen, für die Familie Wetzel berühmt ist. Ein Stopp lohnt auch hier.
Gut gestärkt mit Kaffee, Espresso und Kaltgetränken sind wir dann den Berg hinunter gegangen und haben uns an der Aussicht erfreut. Wir konnten wählen, ob wir den längeren und bequemeren Weg nehmen oder doch die Treppenstufen zu Tal gehen wollten, was kürzer sein sollte. Wir haben uns erst einmal für die Stufen entschieden und dann ein Stückchen des breiten Wegs. Auf der anderen Talseite wieder hinauf zum Aussichtspunkt Bärenschlössle? Nicht mit lädiertem Knie. Lieber am Bach entlang zurück Richtung „Xentrum“ und Baiersbronn.
Ein Fahrrad-Taxi nahm uns zwei kniekranke Mädels mit zum nächsten Gartenschaubereich „Aquaflora“. Im Christophstal kamen wir an alten Fabrikgebäuden vorbei, deren Maschinen früher mit Wasserkraft betrieben wurden. Die„Forbachgärten“ flogen nur so an uns vorüber; der Fahrer unseres Rad-Taxis sauste mit uns ja auch bergab.
Beim Eingang zur „Aquaflora“ war die Gruppe dann wieder vereint. In einem schönen alten Gemäuer präsentierten Kunsthandwerker ihre Arbeiten. Einmal eine Ausstellungsfläche mit Blumengebinden zu jedem erdenklichen Anlass, nebenan ein Schmuckhersteller und eine Künstlerin, die mit Holz arbeitet.
Die Fischbecken waren dann etwas einfach gehalten, es waren auch nicht viele Erklärtafeln zu sehen. In den jeweiligen Becken tummelten sich mal mehr, mal weniger Fische, von denen ich nur die Forellen kannte. Gut zu sehen waren sie nicht. Vielleicht versteckten sie sich vor der Sonne.
Weiter den Weg zum Platz-meistergarten. Sehr schön angelegt und auch gut auf einer Tafel erklärt. Ich fand dem BÜCHERBAUM am sehenswertesten. Ein Baumstamm wurde ausgehöhlt und mit einer Tür versehen. Darin befanden sich jede Menge Bücher zum Mitnehmen. Schöne Idee.
Von der Haltestelle SCHIFF sollte uns der Bus wieder nach Baiersbronn zum Auto bringen. Leider hat das nicht gut geklappt. Es hielten nur Busse nach Freudenstadt, also in die falsche Richtung. Fast ein Stunde lang warteten wir. Und warteten. Auf drei Handys zeigte die KVV-App drei verschiedene Abfahrtszeiten. Zu einer ganz anderen Zeit kam dann endlich der ersehnte Bus, fast 40 Wartende fanden Platz und dann ging es zum Startpunkt der Reise zurück.
Und weil der schöne Ausflug nach weiteren anderthalb Stunden Autofahrt noch nicht beendet sein sollte, kehrten wir noch in der Karlsruher Südstadt im ANTALYA ein. Im dortigen Biergarten – unter sehr alten Bäumen und am vielleicht einzigen Karlsruher "Wasserfall" ließen wir diesen schönen Tag ausklingen.
Bis bald!