Nicht nach Palomares, sondern nach Calarreona
Kilometerstand: 163350 Gestern hatten wir uns einen Plan für den heutigen Tag zurechtgelegt. Wir wollten zuerst auf den Mesa Roldán, dort den Leuchtturm sowie den alten Aussichts


Veröffentlicht: 06.11.2026
Kilometerstand: 163523
Am Morgen hatte es aufgeklart und die Sonne schien. Wir beschlossen weiter zu fahren ohne uns hier etwas anzusehen, denn Ines hatte für den heutigen Abend einen vielversprechenden Parkplatz in San Javier gefunden, der zwischen einem großen See und dem Meer auf der Landenge La Manga lag.
Die Fahrt über die Autobahn ging flott, aber dann schloss sich eine Strecke an, die eine nervige, halbe Stunde lang bei Tempo 30 oder sogar 20 durch die Siedlung verlief und immer wieder von Ampeln unterbrochen wurde. Dafür wurden wir am Schluss mit einem Platz ganz nah am Meer belohnt.
Wir standen in direkter Nachbarschaft zur Mühle Nummer 168. Die Salinenmühlen, die hier offensichtlich in großer Zahl vorhanden gewesen waren, wurden einst genutzt, um Salzwasser in die Salinen der Gegend zu pumpen oder um die - bei der Ernte gewonnenen - Salzschollen zu feinkörnigem Salz zu mahlen. Sie waren von ihrer Bauart etwas kleiner und schmaler als solche, die zum Mahlen von Getreide verwendet wurden, aber der Aufbau war der selbe wie er eben hier üblich war.
Als wir am Abend zu unserem Spaziergang aufbrachen, um ein Abendessen zu finden, wurden wir von Mücken geradezu überfallen. Wir drehten kurzerhand um und sprühten uns reichlich mit Mückentötolin ein, das Mittel hatten wir vor Wochen oder Monaten das letzte Mal benutzt.
Das Restaurant, das wir nach kurzer Suche fanden bot neben Pizza, Burgern und Pasta auch einheimische Küche an. Wir bestellten Paella mit Fleisch statt Meeresfrüchten und waren sehr zufrieden mit der Wahl. Serviert wurde der Klassiker in einer großen, gusseisernen Pfanne für den ganzen Tisch und jeder nahm sich dann seine Portion daraus. Eine Herausforderung war dabei sich nicht an der glühend heißen Pfanne zu verbrennen.
Nach dem ausgesprochen guten und reichlichen Essen spazierten wir zurück zu Gary und Sebb versuchte herauszufinden, was es mit dem gigantischen Kleeblatt - Trebol - im Ort auf sich hatte, was ihm jedoch nicht gelang.
