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Essen gehen

Veröffentlicht: 12.10.2026

Essen
Monte do Mar
$$ · Mittagessen
Strand
Praia do Paraíso
Lagoa, Portugal
Fahrt
Monte do Mar → Ferragudo
30m

Kilometerstand: 162072

Nachdem wir nun vier Tage am gleichen Ort verbracht hatten, war es an der Zeit weiterzuziehen.

Wir packten also morgens unsere Sachen zusammen und ließen das Frühstück - abgesehen von Kaffee, Kamillentee und zwei Biskuitküchlein - ausfallen. Bis wir alles fertig hatten, Mobiliar eingepackt, Abwasser abgelassen und Frischwasser getankt, war es auch schon Mittag. 

Nun machten wir uns mit Gary auf den Weg, um endlich im Wunschrestaurant ,Monte do Mar‘ essen zu gehen. Es sah noch genau so aus, wie wir es in Erinnerung hatten, auch wenn die Preise auf der Karte mittlerweile ein Stück über dem Ortsniveau lagen. Wir hatten freie Platzwahl, denn das Lokal war noch leer, bis auf die beiden Servicekräfte, die selbst noch beim Mittagstisch saßen. Als wir zur ruhig gelegenen Terrasse auf der Rückseite gebeten wurden, die uns neu erschien, erfuhren wir, dass der Betreiber vor ein paar Jahren gewechselt hatte. Wir sahen uns in die Augen und hofften, dass sich das nicht negativ in der Qualität der Speisen niederschlagen würde. Wir bestellten eine Vorspeisenplatte und als Hauptgang Fisch für Ines und Hühnchen in Brie-Sauce für Sebb. Als die Vorspeisen kamen wurde uns klar, dass wir unseren Appetit vielleicht überschätzt hatten. Nach der großen Platte waren wir schon fast satt aber der Hauptgang kam erst noch.

Das Brie-Hühnchen war, wie zu erwarten gewesen, sehr würzig und ging in der Intensität schon fast in Richtung Gorgonzola. So hatte Sebb sich das vorgestellt. Ines war mit ihrem Fisch hingegen nicht richtig zufrieden, denn die Sauce war so stark gesalzen, dass sie einen guten Teil davon wieder zurück gehen ließ. Auf die Frage des Kellners, ob denn alles in Ordnung sei, musste Ines ihrer Enttäuschung dann auch Ausdruck verleihen. Für Nachtisch waren wir beide zu satt, als wir jedoch unsere Espressi bestellten, bot der Kellner Ines - als Entschuldigung für das versalzene Essen - einen Nachtisch aufs Haus an, das konnten wir wiederum nicht gut ablehnen. Die Karte gab leider keine (damals fantastische) Mousse au Chocolat mehr her, sodass wir einen Mandelkuchen bestellten, der dann auch wirklich sehr gut war. Nach etwa zwei Stunden verließen wir das Restaurant, wenn schon nicht begeistert, so doch satt und zufrieden und gingen an den ,Praia do Paraiso‘.

Wir kamen genau zum Gezeitenwechsel und das Wasser stand bis weit auf den Strand. Wir fanden ein trockenes, sandiges Plätzchen für unsere Decke ein Stück oberhalb des Strandes, auf den Steinen und während Sebb auf der Decke saß und im Halbschlaf verdaute, ging Ines in die kalten Fluten des Atlantik baden.

Nach 16.00 Uhr machten wir uns auf den Weg zurück zu Gary, wir mussten bis 18.00 Uhr beim nächsten Stellplatz eingecheckt sein, um noch durch die Schranke zu kommen.

Die Fahrt war kurz und führte nur etwa eine halbe Stunde über Landstraßen, deren Asphalt so schmal war, dass bei Gegenverkehr immer einer auf den Schotter musste. 

Wir fuhren zurück nach Ferragudo. An einer Bar in der Nähe des Fischereihafens gab es einen Stellplatz, der sich zwischen Bahnschienen und Einkaufszentren befand. Das klang zwar nicht besonders einladend, aber der Preis war günstig und wir waren dort wo wir hinwollten. Als wir unser Ziel erreichten, sah es genau so aus, wie wir uns das vorgestellt hatten. Uns überraschte jedoch wie viele Camper hier standen, vorn am Tor waren alle Plätze von Tagesgästen mit chicen, neuen Wohnmobilen belegt. Als wir ein Stückchen weiter fuhren, fanden wir einen Platz für uns, in dem Bereich, wo sich der eine oder andere mit seinem Mobil häuslich eingerichtet hatte. Wir stellten uns direkt gegenüber von einem Hymer ähnlichen Alters wie unser Gary. Es wirkte hier schon ein bisschen wie der Wagenplatz bei uns zuhause in Connewitz.

Als wir am Abend in die Bar gingen, um unseren Stellplatz zu bezahlen, konnten wir nicht umhin noch etwas zu trinken zu bestellen. Die Atmosphäre in dem ehemaligen Bahnhofsgebäude war so einladend und freundlich, dass wir sogar noch ein paar Tapas bestellten, um nebenbei das Fußballspiel von Benfica Lissabon zu sehen, welches auf dem Bildschirm neben der Theke übertragen wurde. 

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Wetter
Sommer
Begleitung
Zu zweit (2)
KulinarischEntspannend
  • Essen im Monte do Mar
  • Baden im Atlantik am Praia do Paraíso
  • Tapas und Fußball in einer Bar im ehemaligen Bahnhofsgebäude
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