Pause
Kilometerstand: unverändert Am Morgen des heutigen Tages ging es Ines nicht gut. Der Plan war eigentlich gewesen heute einen schönen Strandtag zu machen und vielleicht wieder...


Veröffentlicht: 07.10.2026


















Kilometerstand: 161995
Wir verabschiedeten uns von dem sehr schönen Campingplatz in Porto Covo gegen Mittag. Zuvor hatten wir - auf der Suche nach speziellen Magentropfen für Ines - eine portugiesische Farmacia besucht, waren aber erfolglos geblieben.
Das Ziel des heutigen Tages war der süd-westlichste Punkt des europäischen Festlands. Am ,Cabo de São Vicente‘ stand nicht nur der leuchtstärkste Leuchtturm Europas auf den bis zu siebzig Meter hohen Klippen, sondern dort gab es auch die ,Letzte Bratwurst vor Amerika‘. Ein deutsches Auswandererpärchen betrieb seit den Neunzigern diese außergewöhnliche Bratwurstbude. Die Schlange am Grill war länger, als wir erwartet hatten und dann hatte man sogar noch die Wahl zwischen Fränkischer oder Thüringer Wurst. Natürlich sprach man Deutsch und natürlich war mindestens die Hälfte der Kundschaft aus Deutschland. Als wir dann auch noch des Eimers mit mittelscharfem Bautzner Senf gewahr wurden, fühlten wir uns gleich ein bisschen zuhause.
Nach unserem Rundgang am Kap und einer Pause stand die Frage, ob wir hier über Nacht bleiben könnten oder nicht. Bei dem Trubel, der hier immer noch herrschte, entschieden wir uns jedoch dagegen und fuhren weiter in die nächste Stadt. Sagres war zwar die Namenspatronin eines der bekanntesten Biere Portugals, die Brauerei fand sich jedoch nicht hier, sondern nördlich von Lissabon. Schade, sonst hätten wir vielleicht versucht eine Brauereiführung zu bekommen.
Wir stellten uns heute in der Stadt einmal einfach an den Straßenrand, um zu übernachten. An den Parkplätzen oben auf den Klippen war das Parken über Nacht überall verboten, weil die ganze Gegend Naturschutzgebiet war, ein Glück das wir das durch lesen gelernt hatten und nicht durch eines der hier üblichen heftigen Bußgelder.
