Chadra
Chadrasch, Schwiegertochter von Gulnar, ist ausgebildete Sonderpädagogin (hier heißen diese Defektologen) und fungiert als pädagogische Leiterin. Ich konnte sie in der Arbeit...

Veröffentlicht: 15.06.2026
Die Stadt Kentau ist zur Zeit eine ruhige, fast schon verschlafene. Es mag an der Hitze liegen, dass kaum Menschen auf der Straße anzutreffen sind. Kinder, streunende Hunde sehe ich mehr als Erwachsene. Nun, bei 34 Grad im Schatten lässt es sich in der Wohnung besser leben als in der Sonne. Ich passe mich dem Klima an: frühmorgens ein Spaziergang bei nur 28 Grad - ansonsten lesen, Präsentationen bearbeiten, Filme sehen und eben Blog schreiben. Abends dann ausführliche Spaziergänge.
Im Vergleich zu Ajteke bi wo ich letztes Jahr im Einsatz war, fällt der Ort durch wirklich viele Bäume auf, die oft weit in die Straßen bzw. Bürgersteige ragen. Eine Pflege von Außenanlagen ist nur selten zu sehen. Der Park in unmittelbarer Nachbarschaft hatte schon mal bessere Zeiten erlebt.
Wie in Ajteke bi wird das Stadtbild durch die Heizungsrohre geprägt, deren Isolierung zum Teil das Zeitliche segnet. In den Wohnungen sind Heizkörper installiert, die sich nicht schließen lassen weil keine Regler vorhanden sind. Ein Zeichen sozialistischer Einheitsbaukunst aber auch ein Zeichen von unermesslichem Energiereichtum über das Kasachstan bekanntlich verfügt.
Die Häuser hier sind mit meist dicken Wänden und Fenstern mit Doppelverglasung massiv gebaut. Bei Temperaturen im Winter bis zu -30 Grad und im Sommer mit bis zu 40 Grad ist diese Bauweise wirklich begründet. Sehe ich die Qualität von Ausführungen am Bau wirken meine handwerklichen Fähigkeiten nahezu meisterhaft, und das bei meinen allseits bekannten linken Händen.
Die vielen Schlaglöcher in den Straßen sorgen für eine natürliche Verkehrsberuhigung. Ebenso haben die Einwohner hier keinerlei Parkplatzprobleme. Die Zahl an Autos ist hier auffallend sehr begrenzt.