Tag 13 - Unsere Route nach Santa Barbara
Gegen 8:30 Uhr starteten wir vom Hotel und legten gleich einen sĂŒĂen Zwischenstopp ein: Bei Old West Cinnamon Rolls holten wir uns ein paar zimtige Leckereien fĂŒr unterwegs und...

Veröffentlicht: 07.08.2025






















Tag 14 starteten wir mit einer kleinen Laufrunde und verbrachten anschlieĂend einen gemĂŒtlichen Tag in Santa Barbara. Wir lagen am Strand, schlenderten durch die schöne, gepflegte Innenstadt und lieĂen uns einfach treiben. Abends gingen wir essen und genossen dabei den Sonnenuntergang am Strand.
Santa Barbara gefĂ€llt uns wirklich richtig gut â es ist sauber, ruhig, stilvoll und herrlich leer. Das Klima ist angenehm, die Architektur im spanischen Stil wunderschön â eine Stadt, in der man sich sofort wohlfĂŒhlt.
Tag 15, unser letzter kompletter Tag in Santa Barbara, war fĂŒr uns ein ganz besonderes Highlight: Wir hatten eine Whale-Watching-Tour mit der Condor Express gebucht â ein halbtĂ€giger Ausflug aufs offene Meer, der uns tief beeindruckt hat.
Nach einem gemĂŒtlichen FrĂŒhstĂŒck mit Croissant und Kaffee ging es gegen 10 Uhr an Bord. Die Stimmung auf dem Boot war entspannt, das Team professionell und sehr freundlich. Besonders schön: Zwei Ă€ltere, ehrenamtliche Naturfreunde und Hobbyfotografen gaben uns wĂ€hrend der Fahrt viele interessante Infos ĂŒber das maritime Leben in der Santa Barbara Channel Bay â mit viel Leidenschaft, Herz und Humor.
Etwa eine Stunde nach dem Start wurde es plötzlich ganz still â der Motor wurde abgeschaltet. Der KapitĂ€n meldete sich ĂŒber Lautsprecher: âWir haben zwei Buckelwale direkt vor uns.â
Was dann passierte, lĂ€sst sich kaum in Worte fassen. Direkt vor dem Bug tauchten zwei gewaltige Buckelwale auf. Ganz ruhig, fast lautlos glitten sie durch das Wasser, kamen nĂ€her â und schwammen dann ĂŒber eine halbe Stunde parallel zu unserem Boot. Man hatte das GefĂŒhl, als wĂŒrden sie uns direkt ansehen. Ihre PrĂ€senz war so friedlich, so mĂ€chtig und so nah â wir hatten sofort GĂ€nsehaut und waren zu TrĂ€nen gerĂŒhrt.
Doch das war nur der Anfang: Wir erreichten ein Gebiet etwa 12 Meilen vor der KĂŒste, das sich an diesem Tag als âHotspotâ herausstellte â mit einem wahren Naturspektakel.
Inmitten unzĂ€hliger Seevögel â sogar sogenannte âBirdnadosâ, spiralförmige VogelschwĂ€rme ĂŒber dem Wasser â schwammen dort riesige Gruppen von Delfinen, rund 3.000 Tiere, die sich in mehreren Hundertergruppen um das Boot bewegten, spielten, aus dem Wasser sprangen und mit der Strömung tanzten.
Und dazwischen: insgesamt 20 Buckelwale, von denen wir 15 aus der NĂ€he beobachten konnten. Einige von ihnen schwammen in engen sozialen Gruppen, rollten sich ĂŒbereinander, tauchten ab und wieder auf â fast wie in Zeitlupe. Andere zogen ruhig vorbei oder kamen direkt ans Boot.
Ein Moment, den wir nie vergessen werden: Zwei Wale tauchten gleichzeitig direkt vor unserem Boot auf â und fĂŒhrten einen Doppel-Breach aus. Beide sprangen mit voller Kraft gleichzeitig aus dem Wasser. Eine Szene wie aus einem Naturfilm â selten, gewaltig, wunderschön. Das ganze Boot hielt den Atem an. Diesen Moment haben wir leider nur in unserer Erinnerung festhalten können, nicht auf einem Foto, so plötzlich tauchten sie vor uns auf.Â
Der KapitĂ€n drosselte immer wieder das Tempo oder stoppte den Motor komplett, um den Walen den Raum zu lassen, sich frei zu bewegen â und uns die Chance, diesen Tieren in ihrer natĂŒrlichen Umgebung ganz nahe zu sein.
Nach ĂŒber vier Stunden auf See kehrten wir voller EindrĂŒcke zurĂŒck in den Hafen. Wir setzten uns in ein kleines CafĂ© und versuchten, all das Geschehene erst einmal sacken zu lassen. Wir waren einfach nur dankbar â fĂŒr diesen Moment, fĂŒr diese Begegnung, fĂŒr diesen Tag.
ZurĂŒck im Airbnb begrĂŒĂte uns unsere liebe Gastgeberin, mit der wir noch ein wenig ĂŒber den Trip plauderten. Danach ruhten wir uns kurz aus, bevor wir am Abend nochmal an den Strand gingen und den Sonnenuntergang ĂŒber dem Pazifik genossen.
In der kleinen AuĂenkĂŒche unseres GĂ€stehĂ€uschens bereiteten wir uns spĂ€ter noch einen frischen Salat zu und lieĂen den Tag unter Palmen, begleitet vom PlĂ€tschern des Brunnens, den summenden Kolibris und den schnurrenden Katzen ganz ruhig ausklingen.
Nun liegen wir platt, aber sehr, sehr glĂŒcklich und dankbar im Bett â erfĂŒllt von dem eindrucksvollsten Naturerlebnis unserer Reise. đ