Apollo Bay - Melbourne
Heute ging es schon wieder weiter Richtung Melbourne. Die Strasse führte uns praktisch durchwegs am Meer entlang. Das Wetter war sehr abwechslungsreich. Manchmal schien die...


Veröffentlicht: 04.06.2025




































Gestern Abend sind wir noch mit dem Tram 35, der City Circle Tram-Linie, gefahren. Leider fährt die Linie nur bis gegen 18:00, deshalb kamen wir nur wenige Stationen weit. Das Tolle ist, dass es hier nicht viele Tramlinien gibt und im engeren Zentrum ist deren Benutzung gratis. Das Tram 35 fährt noch mit historischen Wagen von 1920er- bis 1950er-Jahren. In dieser Linie wird auch auf die Sehenswürdigkeiten hingewiesen, die Tramchauffeure kommen zum Teil sogar in den Passgierbereich und erklären technische Details des Trams oder die Sehenswürdigkeiten draussen. Dann gehen sie wieder in die Chauffeurkabine und fahren weiter.
Melbourne hat rund 5.4 Mio. Einwohnende, deshalb haben sie neben dem Tram natürlich auch noch eine Metro und in der Stadt gibt es verschiedene, riesige Bahnhöfe. Ergänzt wird der ÖV mit einer Unmenge an Autos, Lastwagen, E-Bikes, E-Trottinetts usw. An den Ampeln müssen alle recht lange warten und es herrscht tagsüber ein Verkehrschaos.
Architektonisch gefällt uns die Stadt nicht besonders. Sie hat keine Seele und keine Struktur. Im Zentrum und in den Neubaugebieten in der Peripherie gibt es Büro- und Wohntürme. Alle wollten noch irgendein gestalterisches Highlight schaffen, wenigen ist das gelungen, zusammen passen tut aber nichts.
Viele Plätze sind mit Kunstwerken dekoriert. Trotz Schildern wird nicht immer klar, was sie sagen wollen und warum sie an den Ort passen.
Wir sind am Morgen kurz in einen der Bahnhöfe und haben uns die Ausmasse angesehen. Hier gibt es x-mal den Hauptbahnhof Zürich mit allem drum und dran. Dann sind wir zum Fluss Yarra, der durch die Stadt flisst, gelaufen. Dort haben wir eine Flussfahrt durch die Stadt und in den nahen Grüngürtel gemacht. Interessant sind die Plastiksammler am Ufer. Es sind eine Art Reusen, die offenbar tatsächlich einen Grossteil des gröberen Plastikabfalls herausfischen.
Im Anschluss sind wir zum ehemaligen Seehafen von Melbourne gelaufen. Er wird nur noch für die Kleinschifffahrt benutzt und sonst wurde der Hafen in ein chiques Wohnquartier mit Wohntürmen und Einfamilienhäusern umgewandelt. Danach haben wir noch die Stadtrundfahrt mit dem Tram 35 fertig gemacht, die immerhin über eine Stunde dauert. Wir haben dann noch den Regierungsbezirk, den Victoria Markt und die St. Pauls Cathedrale besucht. Dieser wird aber gerade umgebaut und nebenan gibt es den Winter Night Market. Also wie in Asien üblich und vergleichbar zur Markthalle in Basel, gibt es hier verschiedenste Essensanbieter. Es ist nur ein paar Mal grösser als die Markthalle.
Was Melbourne auch auszeichnet sind exzellente Restaurants. Wir haben selten so viele Restaurants mit so guten Bewertungen in einem Gebiet gesehen. Und nach unseren Erfahrungen sind sie nicht nur gut bewertet, sondern sind auch gut.
