Südamerika-Südpazifik-Australien 2025
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Adamstown, Pitcairn

Veröffentlicht: 01.04.2025

Attraktion
Pitcairn
Adamstown, Pitcairninseln
Attraktion
natürlicher Pool am Meeresufer
Pitcairn, Pitcairninseln
Attraktion
höchster Berg von Pitcairn
Pitcairn, Pitcairninseln
Tour
Inselerkundung auf Pitcairn
Tour

Eine Insel ist schöner als die andere. Es ist auf Pitcairn (Hauptinsel der Pitcairn Inseln) zwar heiss und feucht, aber wunderschön. Da wir ein kleines Schiff sind und kleine Landungsboote (Zodiacs) haben, konnten wir im Unterschied zu grösseren Schiffen problemlos anlanden. 

Der Bürgermeister hat uns zuerst eine Einführung in die Insel gegeben. Zur Zeit leben 42 Personen auf Pitcairn. Es gibt nur zwei Kinder, die in allerdings in Neuseeland zur Schule gehen und der Bürgermeister schätzt das mittlere Alter auf gut 60. Jüngere NeuzuzügerInnen sind deshalb herzlich willkommen.

Bis vor vor wenigen Jahren kam nur alle paar Monate ein Versorgungsschiff, jetzt kommt eines alle drei Monate. Dann werden unter anderem die Regale im zwischenzeitlich leeren Laden wieder aufgefüllt. Die Insel wird, dank der Sonnenenergie, zunehmend autark. Das Wasser gewinnen sie zu Hauptsache über die Hausdächer und sammeln es in grossen Zisternen, zusätzlich haben sie eine kleine Meerwasserentsalzunganlage. Ausserdem verfügen sie über eine kleine Gesundheitsstation, ein Haus für die Betagten, eine Schule (ohne Kinder) und eine Polizeistation. 

Im Jahr 1838 wurden die Pitcairninseln Teil der britischen Überseegebiete und bekamen eine Verfassung. Als erstes, demokratisches Land der Welt haben sie dann auch das Fauenstimmrecht eingeführt. 

Die Inselbewohner machen bei jedem Anlass ein kleines Fest. Es ist aber nicht so, dass sie auf der faulen Haut liegen können. Den Unterhalt der Infrastruktur (Wasser, Stromversorgung, Strassen, öffentliche und private Häuser, Kommunikationsanlagen usw.) müssen sie vollständig selbst machen. Es gibt kein Elektriker- oder Malergeschäft, keine Schreinerei, Zimmerei oder Bauunternehmen. Alles muss von allen gemacht werden. Da die Bevölkerung abnimmt und älter wird, wird deshalb die landwirtschaftliche Produktion etwas vernachlässigt. Die Insel wäre aber sehr fruchtbar und es wächst dort eigentlich alles. Der landwirtschaftliche Anbau erfolgt auf kleinen Parzellen, die ähnlich wie im Amazonas-Regenwald, im Wald oder im Buschland grob gerodet werden.  

Wir konnten zuerst einen natürlichen Pool am Meeresufer besuchen und darin baden. Dann konnte man die Insel weiter erkunden und beispielsweise auf den höchsten Berg laufen, immerhin über 300m. Bei der Hitze, starken Sonne und hohen Luftfeuchtigkeit und dem auf und ab, kommt man trotzdem ins Schwitzen.

Wir waren tagsüber auf der Insel und dann sind nicht so viele Vögel zu sehen. Was es rund um den Pool hatte, waren tausende von Krebsen. Ausserdem haben wir einen Kokosnusskrebs (frisst tatsächlich Kokosnüsse), eine polynesische Ratte und Eidechsen gesehen. Die eine Galapagos-Schildkröte, die auf der Insel lebt, haben wir leider verpasst. Sonst gibt es keine Säugetiere, also keine Ziegen, Kühe, Pferde usw.   

Auf einen Blick

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Dauer
1 Tag
Wetter
Sommer
AbenteuerlichAbseits der Pfade
  • Anlandung mit Zodiacs auf Pitcairn
  • Baden in einem natürlichen Pool am Meeresufer
  • Beobachtung von Krebsen, Kokosnusskrebsen, Ratten und Eidechsen
  • Wanderung auf den höchsten Berg der Insel
Zodiackleines Schiff
NaturTierweltGeschichteAbenteuer
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Antworten (5)

vor mehr als 1 Jahr
Beeindruckend wie man leben kann!! Danke für die tollen Bilder. Take care! Ursula & Fredy

Mariavor mehr als 1 Jahr
Es ist ein Paradies mit einem Anteil Hölle. Heiss und feucht, kein einziges Stück flaches Kand. Aber wunderschöne Blumen und Bäume und die Einheimischen freuen sich über Touristen, sie kommen aus den Häusern, halten dich an und plaudern

Katharinavor mehr als 1 Jahr
Das klingt super! Geniesst es!😘

Katharinavor mehr als 1 Jahr
Frage: was passiert in der Schule ohne Kinder???

Thomasvor mehr als 1 Jahr
Sie steht da. Es ist bzw. wäre eine Primarschule, die beiden Kinder sind aber bereits auf Sek.-Stufe und gehen deshalb in Neuseeland zur Schule. Wenn es Primarschulkinder gäbe, würde wohl eine Lehrperson angestellt. Am einfachsten wäre es, wenn eine ausgebildete Lehrperson gleich mit den primarschulpflichtigen Kindern hierher ziehen würde.