Wo der Regen die Route schreibt - Wet Trails, Baltic Tales
Da reisen bei Dauerregen wenig Spaß macht, behalten wir neben den geplanten Zielen auch immer das Wetter im Blick und passen unsere Route spontan an. Momentan kann man fast die...

Veröffentlicht: 24.07.2025















Nach dem Trubel von Riga suchen wir Entspannung an der Küste und landen in Jurmala, auf einem schönen Campingplatz direkt am Waldrand mit dem Meer in Hörweite. Anfangs ist es ruhig, doch schon am ersten Abend verwandelt eine große englische Familie den Platz in ein Chaos aus Müll und Lärm.
Wir machen eine Wanderung zur orthodoxen Kirche „Sv. Prince Vladimir“ in Jurmala. Nach der Hälfte der Strecke zwicken uns die Blasen an den Füßen, also nehmen wir den Bus für den Rest der Strecke. Abends fahren wir spontan noch nach Ķemeri, um dort eine weitere schöne Kirche und eine große Parkanlage zu besuchen. Die Rückkehr zu Fuß wird zur Herausforderung, denn wir flüchten ständig vor Bremsen und Mücken.
Nach einer unruhigen Nacht mit lautem Techno zieht es uns weiter in den Gauja-Nationalpark. In Raiskums angekommen, genießen wir die traumhafte Lage am See, auch wenn unsere Nachbarn eine lärmende Rentner-Party feiern.
Am nächsten Morgen nehmen wir den Bus nach Cēsis und weiter nach Sigulda. Von dort wandern wir, diesmal mit Blasenpflastern ausgerüstet, zum Schloss Sigulda und zur Gutmann-Höhle. Der Weg führt uns viele Treppen rauf und runter, bevor wir völlig verschwitzt an der beeindruckenden Burg Turaida ankommen. Die alte Festung ist gut restauriert und lädt zum Erkunden ein.
Zurück geht es mit dem Bus, das ist erstmal klar. Cēsis bietet ebenfalls eine alte Burg und hübsche Gassen, auch wenn Baustellen die Idylle stören. Am Abend heißt es dann zurück zum Camp, Schuhe aus und Füße hoch.
Leider hat die Pizzeria am Platz montags geschlossen – unsere Wanderpizza-Träume platzen. Der nächste Tag steht ganz im Zeichen von Lesen, Faulenzen und Warten, bis die Pizzeria endlich öffnet.
No Peace – From Jurmala to Gauja
After the hustle and bustle of Riga, we seek relaxation by the coast and find ourselves at a lovely campsite in Jurmala, right at the forest edge close to the beach. It’s quiet at first, but by the first evening a large English family turns the place into a mess of trash and noise.
We go on a hike to the orthodox church “Sv. Prince Vladimir” in Jurmala. Halfway there, blisters start to bother our feet, so we take the bus for the rest of the way. In the evening, we spontaneously take a trip to Ķemeri to visit another beautiful church and a large park. The walk back on foot becomes a challenge, as we keep running from horseflies and mosquitoes.
After a restless night filled with loud techno music, we move on to Gauja National Park. Arriving in Raiskums, we enjoy the stunning lakeside location, even though our neighbors throw a noisy retiree party.
The next morning, we take the bus to Cēsis and then on to Sigulda. From there, we hike—this time equipped with blister plasters—to Sigulda Castle and Gutmann’s Cave. The trail leads us up and down many stairs before we arrive, drenched in sweat, at the impressive Turaida Castle. The old fortress is well restored and invites exploration.
The return trip is by bus, that much is clear. Cēsis also has an old castle and charming alleys, though construction work somewhat mars the idyll. In the evening, it’s back to camp—shoes off and feet up.
Unfortunately, the campsite pizzeria is closed on Mondays—our pizza dreams after the hike are dashed. The next day is all about reading, lounging, and waiting for the pizzeria to finally open.
