2. Zwischenstopp: Münchner Flughafen
6. Januar 2026 Der nächste Weg führte uns von Regensburg zum Flughafen in München. Dafür gibt es glücklicherweise eine Direktverbindung. Eingecheckt hatten
Veröffentlicht: 11.01.2026
Nachdem mir das Essen des ersten Flugs Bauchschmerzen bescherte, ließ ich mich neben Tina im Flieger nieder. Ein netter Herr aus Mumbai zu meiner Rechten und Tina zu meiner Linken verging mir das Lächeln so schnell wie nie zuvor, denn zusätzlich zu den Bauchschmerzen und der anhaltenden Müdigkeit realisierten wir meinen fatalen Fehler: die ausgedruckte ETA-Genehmigung lag gemütlich im Handgepäckskoffer, welcher seelenruhig im Flugzeugbauch verweilte. Nicht so seelenruhig ging also der Flug für mich los, denn wir hoben ab, was mich auch ohne zusätzliche Sorgen bereits nervös macht. Sobald wir in der Luft waren, erkundigte ich mich nach einer Stewardess, allerdings beruhigte mich der nette Mann von nebenan, als ich ihm meine Situation erklärte. Sehr hilfreich waren zudem folgende Worte seinerseits: "Kannste jetzt sowieso nicht ändern.". Auf das Essen, was sehr lecker aussah, musste ich am frühen Morgen dann leider verzichten, denn ich bekam keinen Bissen runter. Und plötzlich sprudelten die Tränen aus mir heraus, weil ich dachte, die würden mich nicht ins Land lassen. Während ich nach meiner Mama fragte, tröstete mich Tina liebevoll, und dann ging es mir nicht mehr so schlecht (denn sie sagte mir, sie würde mich nicht allein in Mumbai stehen lassen, was ich echt nett fand) und auch schon wieder in den Landeanflug.
"Ich will meine Mama"-Counter für diese Reise: 1
In Mumbai landeten wir verspätet und auch der Visum-Prozess dauerte viel zu lang. Die gute Nachricht: Ich hatte umsonst so viele Tränchen verdrückt und Tinas Schulter gewässert, als wäre sie eine Pflanze, denn auch wenn überall stand, sie würden nur die ausgedruckte ETA-Genehmigung akzeptieren, nahm der Mensch mein Handy ohne Kommentar und ließ mich ins Land. (Tina hatte Probleme beim Scannen ihrer Patscherchen, aber kam trotzdem durch.) 1:0 für uns! Die schlechte Nachricht: Wir hatten 10 Minuten nachdem das Boarding beendet war unser Visum. 1:1 - Ausgleich für die anderen. Also rannten wir wie verrückt durch diesen riesigen unbekannten Flughafen, bahnten uns einen Weg zum Schalter, in der Hoffnung, dass es noch was zu machen gab und lernten schnell das demokratische Land Indien kennen, in welchem es keine Reihen gibt, sodass jeder zu jederzeit alles darf - auch, sich beim Indigo-Schalter vordrängeln. Machste nichts, außer verzweifeln. Wie durch ein Wunder bekamen wir doch Hilfe von einem freundlichen Indigo-Mitarbeiter und erfuhren, dass der Flug Verspätung hatte, sodass wir schnell eincheckten, durch die Sicherheitskontrolle flitzten und schließlich mit 2 Stunden Verspätung abhoben. 2:1 für uns!✈️
➡️ nächster Halt: Raipur
