Erlebnisreiche Tage
Ein kleines Update bezüglich meiner sportlichen Aktivität hier möchte ich auch gerne mal teilen. Abgesehen von den ewig langen und steilen Treppen, die man hier immer gehen...

Veröffentlicht: 16.03.2025
Ein paar Tage sind seit dem letzten Post vergangen, und ich habe das Gefühl, dass man sich noch ein wenig weiter eingelebt hat. Ich habe die Gegend nochmals mehr erkundet und einen Trail hier in der Nähe gemacht, der in manchen Teilen sogar echt anspruchsvoll war. Nach lustigen Kommunikationen mit Affen durch affenähnliche Geräusche hatte ich dann auch noch eine lustige, aber kurzzeitig erschreckende Erfahrung.
Da man hier immer zu Fuß unterwegs ist, schaut man natürlich genau auf den Boden vor sich; einfach aus dem Grund, um nicht in Löcher zu treten oder auf Schlangen, Spinnen, Skorpione etc. Das Problem aber ist, dass man dabei vergisst nach vorne zu schauen. So bin ich fast in ein breit gespanntes Spinnennetz gelaufen, das von der einen bis zur anderen Seite des Trails reichte. Die Spinne die dort wohnte saß mittendrin, und sie war nicht gerade klein! Ich würde lügen wenn ich sage, dass ich nicht panisch geworden wäre, wenn ich hineingelaufen wäre. Immerhin weiß man hier nicht, welche Arten giftig sind. Und dort, wo ich war, hätte mich erst einmal auch niemand ohne Weiteres gefunden...
Nachdem der Schreck kurz abgeklungen war, wurde mir dann erst klar, dass ich gar nicht daran vorbeigehen konnte. Links ging es komplett steil hinunter, und rechts war eine vertikale Wand aus Lehm, an der man nicht hätte entlanggehen können. Zudem war ich schon fast am Ende des Weges angekommen, und geradeaus zu gehen war daher meine einzige Option. Also war klar: Ich musste darunter durchkrabbeln… Ich nahm einen Stock und ertastete vorsichtig, wo die Fäden genau zum Boden hin gespannt waren. Eins stand fest: Es gab nur wenig Spielraum, um darunter durchzukrabbeln. Obwohl ich keine Angst vor Spinnen oder Insekten habe, hatte ich dabei doch ein mulmiges Gefühl – da bin ich ehrlich. Wenn ich wüsste, dass mir hier nichts passieren kann, wäre alles gut. Aber ohne ärztliche Versorgung mal eben einen Biss eines Tiers oder Insekts abzubekommen ohne zu wissen ob dadurch ernstere folgen entstehen könnte, fände ich nicht allzu geil. :D (Habe gerade mal nachgeschaut: Die Spinne ist giftig, aber ein Biss ist in der Regel nur wie ein Bienenstich – natürlich ausgenommen allergische Reaktionen…)
Auch noch lustig zu erwähnen: Gestern war ich in Puerto Jiménez, dem kleinen Ort, der der Lodge am nächsten liegt. Unfassbar verrückt, aber ohne Witz: Ich musst einfach nur zum Friseur. Zwei Stunden Fahrt hin, zehn Minuten beim Friseur gewesen und zwei Stunden wieder zurückgefahren. Wenn für den Friseur einfach mal eben der halbe Tag draufgeht! :D Da merkt man, erneut, dass man hier echt ziemlich abgeschieden ist. :D