Die „Gefahren“ des Dschungels
Ein paar Tage sind seit dem letzten Post vergangen, und ich habe das Gefühl, dass man sich noch ein wenig weiter eingelebt hat. Ich habe die Gegend nochmals mehr erkundet und...

Veröffentlicht: 20.03.2025
Vor kurzem habe ich hier ein Abenteuer im eigentlichen Abenteuer erlebt. Ich bin für zwei Nächte, genau 48 Stunden, in den umliegenden Regenwald gegangen – alleine, nur mit einer Hängematte, einem Wasserkanister, ein wenig Obst, meinem Taschenmesser und Ersatzkleidung. Klingt aufregend? War es auch! 😂
Ich habe das mit der Intention gemacht, einfach mal abzuschalten, eins mit der Natur zu sein, nur Zeit mit meinen Gedanken zu verbringen und die Klänge des Regenwaldes zu lauschen. Man hat so wenig gemacht, und trotzdem ist so viel passiert. Deshalb wüsste ich jetzt auch nicht, wo ich anfangen und aufhören soll zu erzählen. Zwei Dinge möchte ich aber gerne teilen: Erstens meine zwei besten Tierbegegnungen und zweitens drei wichtige Erkenntnisse, die entweder neu sind oder sich während meiner Zeit dort verstärkt haben.
Zu den Tiererlebnissen: Ich hatte viele coole, lustige und schöne Momente, aber zwei stachen besonders heraus. Zum einen hatte ich ein surreales Erlebnis, als aus dem Nichts ein Kolibri auftauchte, während ich gemütlich auf dem Boden saß. Ungelogen – er blieb 50 cm vor meinem Gesicht in der Luft stehen, und wir schauten uns drei Sekunden lang direkt in die Augen. Das war einfach nur verrückt.
Das zweite Erlebnis war abends, kurz vor dem Schlafen, wenn gerne mal Glühwürmchen herauskommen. Habt ihr schon mal Glühwürmchen aus nächster Nähe gesehen? Ich glaube nicht… Ich lag gemütlich in meiner Hängematte, und auf einmal landeten zwei auf meinem Bauch. Ich konnte es nicht glauben. Die pure Schönheit ihres Leuchtens und wie genau erkennbar war, welche Körperteile wie leuchten, war unbeschreiblich schön zu sehen.
So, und jetzt zu den bedeutendsten Erkenntnissen. Insgesamt habe ich mir etwa 15 notiert, aber ich möchte jetzt einfach drei prägnante teilen:
1. Die Wahrscheinlichkeit hier ein Insekt zu sichten, das entweder noch nie jemand gesehen hat oder noch gar nicht offiziell bekannt ist, ist super hoch.
2. Man wertschätzt die drei täglichen ausgewogenen Mahlzeiten überhaupt nicht.
3. Es gibt keinen beruhigenderen Ort als die Natur – den Ort, für den der Mensch eigentlich bestimmt ist.