Schwefelgeruch, heiße Quellen und wieder Wasser von oben…
Jetzt sind wir in Rotorua am Blue Lake. Die Region ist vor allem für die geothermische Aktivität bekannt- diese macht sich in der Stadt hauptsächlich durch einen leichten...


Veröffentlicht: 31.01.2025























































Wir sind nicht nur dem Regen davon gefahren, wir haben auch gleich noch eine Zeitreise unternommen! Zumindest architektonisch- und zum Glück NUR architektionisch- sind wir in den 30er Jahren gelandet. Wir sind in der Art Deco Stadt Napier angekommen. Napier wurde am 3. Februar 1931 durch ein Erdbeben der Stärke 7,8 weitgehend zerstört. Während des beispiellosen Wiederaufbaus wurden innerhalb von 2 Jahren 160 Gebäude im Art Deco Stil errichtet, von denen heute noch 140 erhalten sind.
Bereits bei unserem ersten Besuch vor 10 Jahren hat uns der besondere Charm der Stadt gefangen genommen. Dieses Mal haben wir etwas mehr Zeit und Gelegenheit, nicht nur den Charm der Stadt zu erspüren, sondern auch die Art Deco Gebäude genauer zu bestaunen.
Wir machen eine Stadtrundfahrt in einem 1940er Packard Cabriolet ( Packard 110 Drop Head Convertible Coupe) , inklusive Chauffeur im Dress der 30er Jahre. John kutschiert uns nicht nur durch die Stadt, er bringt uns auch die Besonderheiten des Art Deco, der Gebäude und der Stadtgeschichte näher. Zu den Highlights gehören- neben der eigentlichen Fahrt- das Art Deco Theater und das Foyer der ehemaligen Tabakfabrik. Die Tabakfabrik wurde von einem deutschen Menschenfreund betrieben, der besonders nach dem Erdbeben Bedürftige unterstütze, und für Kredite für den Wiederaufbau weniger Zinsen verlangte als der neuseeländische Staat
Gekrönt wird unser Besuch in Napier vom wahrscheinlich schönsten Stellplatz der Tour…mit fantastischem Meerblick! Übrigens auf dem gleichen Campingplatz, den wir schon vor 10 Jahren besucht haben. Damals konnte ich mit Müh und Not verhindern, dass unser Camperchen beim Zubereiten der Vorspeise in Flammen aufging- die brennenden Garnelen flogen samt Pfanne aus der geöffneten Heckklappe….
Die Tücken des Kochens mit Gas im Kompaktschlösschen haben wir dieses Mal bereits am ersten Abend kenngelernt. Während die Sauce köchelte und ich der Puppe Geschirr hinausreiche, denke ich, dass die Küchenrolle schlecht positioniert ist, und dringend umgestellt werden muss. Noch nicht zu Ende gedacht, fährt ein Windstoß durch unser Schlösschen und die Küchenrolle fängt Feuer. Nach bewährter Manier…raus damit! Allerdings bin ich nicht gewillt, dass die ganze Rolle ein Opfer der Flammen wird. Sparsam, wie ich nun mal so bin, trenne ich einige Blätter ab. Sie werden schnell vom Wind erfasst und drohen, unter das Schlösschen geweht zu werden. Beherzt tritt die Puppe in Aktion und stoppt das brennende Papier mit seinem Füßlein und trägt doch glatt eine Brandblase davon! Das sich die Ereignisse in der Version der Puppe anders darstellen, ist wohl selbstverständlich…da ich aber schreibe, bestimme ich die Geschichte! Wie schön!
