Kurios: Ampelmännchenfrau mit Magen-Darmbeschwerden und Thors Hammer
Beim Hafenrundgang der moralische Aufreger: eine kack*de Ampelmännchenfrau!


Veröffentlicht: 09.02.2024
Was für eine Qual! Die Nacht in Wellington hängt echt nach, das hätten wir ruhig etwas geschmeidiger und vor allem früher planen können. Da aber kein Platz mehr auf der Fähre frei gewesen ist - außer der Nachtverbindung - war es alternativlos. Von 22.00 bis 01.00 in einem Check-in Bereich der Bluebridge Fähre verbracht - der Raum hatte den Charme der Grimmaer Bahnhofshalle. Neonlicht, Radiogedudel, unbequeme Plastikstühle. Schlaf war nicht zu bekommen.
Auf der Fähre selbst: Jackpot! Im Kinoraum auf einen bequemen, breiten Sessel gefläzt, Kapuze über den Kopf und sofort in das Reich der Träume hineingeglitten. BIS MIR SPIDERMAN AUS IRGENDEINEM SPIDERUNIVERSUM DIREKT INS HIRN GESPRUNGEN IST UND VON DORT GEGEN DIE SCHÄDELWAND GETROMMELT HAT! Haben die doch wirklich im Kinosaal einen Film laufen lassen - animierten Marvel Quatsch, in grell, in laut! Danke für nichts, Jackpot, kaum Schlaf. Unverschämt!
Ankunft Südinsel, Picton, 06.15 Uhr - wieder warten, da Europcar erst 08.30 seinen Dienst beginnt und wir ohne Auto ziemlich aufgeschmissen wären. Von 06.15 bis 08.15 in einem Check-In Bereich der Islander Fähre verbracht - der Raum hatte den Charme des Empfangsbereichs der Aschaffenburger Sparkasse. Licht, Gedudel, ganz passabel, bequeme Kunstledersofas. Schlaf war trotzdem nicht zu bekommen.
Auf der letzten Rille im Beachcomber Hotel in Nelson angekommen, nach zwei Stunden Fahrt durch die Berge. Wirklich schön hier, großes Appartment mit Küche, zwei Schlafzimmern, Terrasse und - ganz wichtig - eine Waschmaschine, die wir quälen werden. Das Hotel kann ich wirklich empfehlen. Der Strand ist 5 Gehminuten entfernt und von dort hat man einen schönen Blick über das Meer.
Nelson ist, wie der Name gar nicht vermuten lässt, nach dem britischen Admiral Nelson benannt, der 1805 bei der Seeschlacht bei Trafalgar die zahlenmäßig weit überlegenen Flotte (Armada) der Spanier vernichtend schlug - und dabei selbst ums Leben kam. Nelson ist eine Stadt an der westlich gelegenen Tasman Bay auf der Südinsel Neuseelands und hat etwas mehr als 50.000 Einwohner. Sie ist für Geschäfte mit lokal produziertem Kunsthandwerk sowie für Kunstgalerien bekannt.
Heute war selbst kochen angesagt - Geizkragen-Pitti hat sich durchgesetzt und es gab Schinkennudeln (natürlich von Frau gekocht, so hat jeder seine Aufgabe und Rolle). Morgen wird auch selbst was gemacht, Schluss mit lustig!
Apropos Morgen, was machen wir da? Keine Ahnung - wird sich weisen. Am Sonntag geht es dann weiter nach Greymouth.
Scheibenwischerstattblinkercounter: 74...Auto wieder da, aber ich werde besser.
Nachtrag 1: Mein Frau mag keine Schiffe, mag nicht auf das Meer hinaus, weil Wellen, Wind, Seegang. Nun ist es so, dass die Cook-Straße zu den wohl stürmischsten Seepassagen nach dem Kap Horn und dem Kap der guten Hoffnung gehört...die See war auch etwas rau, ziemliches Gerolle und Geschlingere auf der Fähre - aber Seefahrer-Pitti, der schon Orkane selbst heraufbeschworen und dann bezwungen hat, dem war das wie ein aufrechter Gang nach sieben Maß Bier. Ich hab das mit der Cook-Straße meiner Frau, die die Überfahrt als permanenten Ritt auf einer Schiffsschaukel beschrieb, nach Verlassen der Fähre in Picton erzählt - und Schläge bekommen.
Nachtrag 2: aus dem täglichen Geschichtswissensfundus von Nautik -Pitti: Die Cook-Straße ist nach James Cook (1728 - 1779) benannt, einem bekannten britischen Seefahrer und Kartographen, der auch Neuseeland kartographierte und dabei die Passage zwischen Nord- und Südinsel entdeckte. Neusseland selbst wurde von den Europäern durch den Niederländer Abel Tasman 1642 entdeckt. Die Erstentdeckung und Besiedlung geschah durch polynesische Seefahrer vor ca. 1000 Jahren - sie nannten das Land Aotearoa, das Land der langen weißen Wolke.
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PIDISI
